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Lexikon

Hitzetricks der Tiere


Wenn es im Sommer richtig heiß ist, dann müssen wir Menschen viel trinken, weil wir beim Schwitzen Flüssigkeit verlieren. Durch die Feuchtigkeit auf der Haut kühlt sich unser Körper ab. So vermeidet er Überhitzung. Aber wie machen das eigentlich die Tiere? Schwitzen die auch?

Wie halten Wüstentiere die Hitze aus?

Reptilien brauchen die Sonne, um ihren Körper warm zu halten. (Foto: Jürg Adler / pixelio.de)
Agamen-Portrait.
Die großen Ohren des Wüstenfuchs geben Körperwärme ab. (Foto: Thomas Ilchmann / pixelio.de)
Wüstenfuchs.

Tiere in der Wüste können über unseren Sommer nur lachen. Während bei uns im Sommer das Thermometer höchstens mal für ein paar Wochen über 25 Grad klettert, kann es in der Wüste tagsüber bis zu 60 Grad heiß werden. Die Nächte dagegen sind manchmal mit Minus zehn Grad richtig kalt.

Reptilien

Reptilien sind für solche Temperaturen wie geschaffen. Sie regulieren ihre Körpertemperatur nämlich nicht selbst, sondern lassen das von der Sonne erledigen. Reptilien sind wechselwarme Tiere. Über Nacht kühlt ihr Körper stark ab, doch sobald morgens die Sonne scheint, wärmt er sich wieder auf. Deshalb sind Reptilien am frühen Morgen noch steif und unbeweglich, mit zunehmender Wärme werden sie aber immer lebendiger und beweglicher. So können sie große Hitze gut aushalten.

Säugetiere

Die Säugetiere der Wüste unterscheiden sich häufig schon durch ihren Körperbau stark von ihren Artgenossen in kühleren Gegenden. Da sie immer eine konstante Körpertemperatur von ungefähr 37 Grad Celsius halten müssen, müssen sie bei großer Hitze Körperwärme loswerden.

Der Wüstenfuchs zum Beispiel hat sehr große Ohren und lange Beine. Über die großen Ohren kann sein Körper Wärme abgeben. Die langen Beine vergrößern den Abstand zwischen seinem Rumpf und dem heißen Wüstensand.

Heimische Tiere im Sommer

Wenn es Hunden warm wird, dann hecheln sie. (Foto: Regina Kaute / pixelio.de)
Hechelnder Bernhardiner.

Wenn bei uns Sommer ist und Temperaturen um die 30 Grad herrschen, dann müsen auch unsere heimischen Tiere damit irgendwie klarkommen. Das gelingt ihnen aber ganz gut.

Hund, Katze und Co. - unsere Haustiere

Ähnlich wie wir lieben unsere Haustiere bei Hitze ein schattiges Plätzchen. Weil sie nicht schwitzen, hecheln sie. Dabei öffnen sie den Mund, strecken die Zunge ein wenig heraus und atmen mit schnellen Stößen. So kann der Körper über die Zunge Wärme abgeben. Wenn du ein Haustier hast, sorge dafür, dass es immer trinken kann. Wechsle das Wasser häufig, denn bei Hitze können sich Keime im Wasser leichter vermehren.

Vögel

Auch Vögel schwitzen nicht. Wenn es ihnen zu heiß wird, dann machen sie es wie Hund und Katze: Sie hecheln. Außerdem fliegen sie Wasserstellen an, um zu trinken und zu baden und verkriechen sich im Schatten.

Insekten

Auch Insekten haben Tricks gegen zu große Hitze entwickelt. Im Bienenstock zum Beispiel wird gesummt. Damit es nicht zu heiß wird, lassen die Bienen ihre Flügel vibrieren. Der entstehende Luftzug kühlt den Bienenstock. Im Ameisenbau sorgt ein ausgeklügeltes Lüftungssystem für Kühlung.

Mehr über die Anpassung von Tieren

Wenn du wissen willst, wie die Tiere mit großer Kälte zurecht kommen,

dann lies hier weiter.

 

Wie nennt man Tiere, die keine gleichbleibende Körpertemperatur haben?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Warmblüter
B Kaltblüter
C Wechselwarme Tiere

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