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Lexikon

Schwalbenschwanz


Schwalbenschwanz. (Foto: steffih / pixelio.de)
Schwalbenschwanz auf einem Blatt.
(Foto: Claudia Brefeld / pixelio.de)
Schwalbenschwanz auf Sommerflieder.

Bis zu acht Zentimeter kann er groß werden und ist damit einer unserer größten heimischen Tagfalter: Der Schwalbenschwanz. Seinen Namen hat er von den zwei kleinen Spitzen am unteren Ende seiner Flügel, die an Schwalbenflügel erinnern. Sie machen den Schwalbenschwanz unverwechselbar.

Farbenfroh ist aber nicht nur der ausgewachsene Falter. Auch als Kind zieht er die Blicke auf sich, denn die Raupe des Schwalbenschwanzes leuchtet in grün, schwarz und orange. Mit diesen Warnfarben schreckt sie Feinde ab, denn in der Tierwelt gilt: Vorsicht bei grellen Farben, denn grell gleich giftig! Dass die Raupe völlig ungefährlich ist, müssen ihre Fressfeinde ja nicht wissen...

Schwalbenschwänze sind nicht häufig. In der Vergangenheit waren sie aber so stark zurückgegangen, dass sie als "gefährdet" galten. Inzwischen hat sich der Bestand erholt. Das liegt vor allem daran, dass bei der Pflege von Gärten und Grünanlage heute vielerorts auf Gift zur Insekten- und Unkrautbekämpfung verzichtet wird - Glück für den Schwalbenschwanz.

Wo kann man den Schwalbenschwanz entdecken?

Auf Doldenblütern wie der Wilden Möhre legt der Schwalbenschwanz seine Eier ab. (Foto: Verena N. / pixelio.de)
Wiese mit Wilder Möhre.

Den schönen Schmetterling können Naturdetektive leider nicht überall finden. Relativ häufig kommt er aber in den Mittelgebirgen und in den Alpen vor. Dort findet er nämlich ideale Lebensbedingungen: Blütenreiche, sonnige  Wiesen, auf denen Doldenblüter wachsen, also zum Beispiel Wilde Möhre, Dill, Fenchel oder die Kleine Bibernelle. An diesen Pflanzen legen die Schmetterlinge ihre Eier ab. Dabei landen nie zu viele Eier auf einer einzigen Pflanze. Das ist ein schlauer Überlebenstrick, denn wenn die Eier auf viele Pflanzen verteilt werden, können die Raupen die Pflanzen nicht so stark schädigen und alle Raupen finden genügend Futter.

Wie wächst der Schwalbenschwanz heran?

Vorsicht - giftig, warnt die Raupe des Schwalbenschwanzes mit ihrer bunten Färbung. Doch das ist nur ein Überlebens-Trick. In Wirklichkeit ist sie harmlos... (Foto: Pilsterl / pixelio.de)
Raupe des Schwalbenschwanzes auf einem Halm.

Schwalbenschwänze vermehren sich in Deutschland meistens in zwei Generationen: Die ersten Raupen schlüpfen im April aus den Eiern, wachsen heran, verpuppen sich und flattern im Mai und Juni schon als Schmetterlinge durch die Luft. Im Hochsommer folgen die nächsten jungen Schmetterlinge. Wenn diese zweite Generation dann Eier legt, ist es für die Umwandlung von der Raupe zum Schmetterling oft schon zu spät. Deshalb schlüpfen nur in einem warmen Herbst noch junge Schwalbenschwänze. Die meisten Raupen überwintern als Puppen und werden erst im nächsten Jahr zum Falter. Übrigens dauert die Zeit als Falter nur knapp drei Wochen. Nach der Paarung und der Eiablage sterben die Schmetterlinge.

Wo kommt der Schwalbenschwanz relativ häufig vor?
A, B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A An Küsten und Flussufern
B In Mooren und Heiden.
C In den Mittelgebirgen und den Alpen.

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