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Lexikon

Wildapfel - Baum des Jahres 2013


Der Wildapfel blüht Ende April. (Foto: Roloff / dgs)
Blühender Wildapfelbaum.
Wildäpfel sind klein und hart. (Foto: A. Roloff / Stiftung Baum des Jahres)
Holzäpfel.
Alter Stamm eines Wildapfelbaumes. (Foto: A. Roloff / Stiftung Baum des Jahres)
Stamm eines Wildapfelbaums.

Einer unserer seltensten Bäume ist Baum des Jahres 2013: Der Wildapfel. Er kommt fast nur an Waldrändern vor, manchmal auch auf Wiesen, Lichtungen oder an steinigen Hängen. Hier wächst er allein oder in kleinen Gruppen mit anderen Obstbäumen und Sträuchern. Im Wald dagegen wirst du ihn kaum finden. Das liegt daran, dass Wildapfelbäume viel Licht brauchen. Weil sie aber nur höchstens zehn Meter hoch werden, nehmen ihnen die anderen Bäume im Wald schnell das Sonnenlicht. Deshalb werden Wildäpfel dort nicht alt. Am Waldrand dagegen oder einzeln auf Lichtungen bekommen sie genügend Sonnenstrahlen ab.

Tragen Wildapfelbäume auch Äpfel?

Ja, aber die werden nur von Tieren gefressen. Sie sind nämlich klein und hart und schmecken sehr sauer. Deshalb tragen Wildäpfel auch den Beinamen "Holzäpfel". Für die Tiere ist der Wildapfelbaum aber sehr wichtig. Wenn seine Früchte im Herbst zu Boden fallen, kommen viele Wildtiere zum Fressen.

Lebensraum Wildapfelbaum

Doch der Wildapfelbaum kann noch viel mehr: Für viele Tiere ist er ein wichtiger  Lebensraum. Weil seine Krone sehr stark verzweigt ist und die Zweige Dornen haben, ist der Wildapfelbaum ein idealer Brutplatz für viele Singvogel-Arten. Sein Stamm wird im Laufe der Zeit meistens hohl und bietet dann Fledermäusen, Siebenschläfern und Eulen einen Unterschlupf. Während der Blütezeit Ende April ist der Wildapfelbaum ein Schlaraffenland für Wildbienen.

Der Wildapfel ist also ein wichtiger Baustein im Ökosystem und trägt zum Erhalt vieler seltener Tierarten bei. Weil er aber so selten ist, ist es wichtig, dass er geschützt wird. Aus diesem Grund ist er nun "Baum des Jahres 2013" geworden.

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