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Lexikon

Vogelkinder

Wenn Vogelkinder "aus dem Nest fallen"

Noch gut versorgt im Nest: Amselfamilie. (Foto: Sarah C. / pixelio.de)
Amselnest auf einem Balkon.
So langsam wird's zu eng im Nest.(Foto: Hacks / pixelio.de)
Amselnest in einem Busch.
Dieses Meisenkind ist schon allein unterwegs. (Foto: Ina Mitschke / pixelio.de)
Junge Meise.
Wenn du einen hilflosen Jungvogel findest, der noch keine Federn hat, setze ihn zurück ins Nest. (Foto: gemeinfrei cc0)
Vogelnest mit Jungvögeln

In der Ecke zwischen Hauswand und Busch sitzt eine kleine, flaumige Amsel und zirpt. Sie kann noch nicht fliegen und hüpft ein wenig unbeholfen auf dem Boden herum. Ist sie aus dem Nest gefallen? Und was kannst du tun?

Bodenstation

Auch wenn es nicht so scheint: Der kleinen Amsel geht es gut. Sie ist nämlich nicht aus dem Nest gefallen, sondern sitzt absichtlich dort. Alle jungen Amseln verlassen ihr Nest, bevor sie fliegen können. So lernen sie, selbstständig zu werden. Von ihren Eltern sind die Kleinen aber nicht verlassen. Die Vogelmama ist nämlich immer in der Nähe und füttert ihre Kinder auch am Boden.

Enges Nest

So wie die jungen Amseln machen es auch andere Vogelkinder. Noch bevor sie fliegen können, hüpfen sie aus dem Nest. Dort ist es inzwischen auch ganz schön eng geworden, denn auch die Geschwister sind gewachsen. Ein Grund zur Sorge ist das aber nicht. Deshalb: Beobachte die kleinen Jungvögel aus sicherer Entfernung - dann siehst du auch, dass sich die Eltern noch um sie kümmern.

Hilflose Vogelkinder

Ein Vogelkind, das wirklich aus dem Nest gefallen ist, ist hilflos, hat noch kein Federkleid und kann auch nicht hüpfen. Wenn du das Nest findest, darfst du das Vogelkind ruhig wieder zurücklegen. Es stimmt nämlich nicht, dass die Eltern sich vom "Menschenduft" abschrecken lassen und ihr Kind dann nicht mehr annehmen. Vögel können viel schlechter riechen als Säugetiere. Deshalb ist es ihnen auch egal, ob ein Mensch ihren Nachwuchs angefasst hat.

Frag Konstantin: Wie trinken Vogeljunge im Nest?

Vogelkinder nehmen viel Flüssigkeit über ihr Futter auf. (Foto: gemeinfrei)
Vogelnest mit Jungvögeln.
Flughühner bringen ihren Jungen Wasser zum Nest, das die Männchen in ihren Bauchfedern transportieren. (Foto: Chris Eason cc-by-2.0)
Flughuhn in der Kalahari

Das wollte Hagen aus Mettmann wissen. Und das hat Konstantin geantwortet:

Viele Vögel müssen nicht so oft trinken wie wir, weil sie mit ihrer Nahrung schon reichlich Flüssigkeit aufnehmen. Insekten, Raupen, Spinnen und Würmer enthalten genügend Flüssigkeit. Wenn es sehr trocken ist, können die Eltern ihren Jungen aber auch mit dem Schnabel Wasser zum Nest bringen.

Wie immer, gibt es auch hier Ausnahmen: Die in der Wüste lebenden Flughühner zum Beispiel haben spezielle Bauchfedern, die Wasser speichern können. Wenn sie sich mit dem Bauch über eine Wasserstelle beugen, dann saugen sich die Federn wie ein Schwamm mit Wasser voll. Damit versorgen die Hühner ihre Jungen im Nest.

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(Foto: gemeinfrei cc0)
Kind mit Fernglas

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(Foto: gemeinfrei cc0)
Eine Blaumeise auf einem Ast

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Zu den Greifvögeln.

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Vögel artgerecht füttern.

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Warum Vogelfüße immer kalt sind