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Lexikon

Eidechsen


(Foto: gemeinfrei)
Zauneidechsen-Pärchen

Eidechsen gehören in Deutschland nicht zu den häufigen Tierarten. Wie alle Reptilien sind sie hier bei uns eher selten - zum einen, weil es in Deutschland für viele Arten zu kühl ist, zum anderen aber auch, weil ihr Lebensraum knapp geworden ist.

Fünf Eidechsenarten sind in Deutschland heimisch

Das Männchen einer Zauneidechse.(Foto: Böhringer Friedrich cc-by-sa)
Zauneidechse
Smaragdeidechsen haben es gern schön warm. (Foto: Se90 cc-by-sa 3.0)
Smaragdeidechse

So sind in Deutschland nur fünf Eidechsenarten heimisch. Die bunteste von ihnen, die Smaragdeidechse, kommt aber nur in einigen warmen Regionen in Süddeutschland und in Brandenburg vor. Sie ist übrigens nach der Blindschleiche auch unsere zweitlängste Echse.

Wie alle Reptilien sind Eidechsen wechselwarm. Das bedeutet, dass sie ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können. Sie brauchen die Sonne, um ihren Körper aufzuwärmen. Deshalb kannst du sie am besten auf Felsen und großen Steinen beobachten. Wegen unseres kühlen Wetters kommen in Deutschlad nur wenige Arten vor - hier ist es ihnen einfach zu kalt!

Wie bekommen Eidechsen Nachwuchs?

Eine Waldeidechse - unsere häufigste heimische Eidechse. (Foto: Marek Sczcepanek cc-by-sa)
Waldeidechse.
Die Blindschleiche ist unsere längste Echse. (Foto: Marek cc-by-sa)

Die meisten Eidechsenarten legen Eier. Die haben jedoch keine harte Kalkschale wie ein Hühnerei, sondern nur eine weiche Haut. Ausbrüten muss die Echse ihre Eier aber nicht. Sie legt sie in ein Erdloch und überlässt das Ausbrüten der Sonne. 

Unsere häufigste Eidechse, die Waldeidechse, macht es anders. Schon während der Geburt der Jungen platzt die Eihülle auf und heraus schlüpfen fertige kleine Eidechsen. Die Kleinen sind sofort selbstständig.

Sonnenanbeter

Diese Methode hat den Vorteil, dass die Waldeidechse nicht darauf angewiesen ist, dass die Eier ständig von der Sonne beschienen werden. Das trächtige Weibchen wandert einfach der Sonne hinterher. So bleibt es immer schön warm und die kleinen Echsen im Mutterleib können sich gut entwickeln. So konnte sich die Waldeidechse auch in kälteren Regionen ausbreiten.

Wodurch sind Eidechsen gefährdet?

Eine Mauereidechse. (Foto: Manfred Heyde cc-by-sa 3.0)
Mauereidechse auf Stein
(Grafik: BfN)
Hamster Konstantin und Schlangen

Eidechsen haben viele Feinde: Vögel, Marder, Füchse, Igel und Schlangen machen ebenso Jagd auf sie wie Hauskatzen und Ratten. Wirklich bedrohlich ist aber vor allem der Mensch. Blindschleichen werden überfahren, wenn sie sich auf dem warmen Asphalt sonnen. Sonnenplätze werden selten, weil Menschen ihre Gärten aufräumen und Landwirte immer größere Felder bewirtschaften. Helfen kann man Eidechsen, indem man ihnen im Garten Sonnenplätze anbietet. Gut geeignet ist dafür zum Beispiel ein Steinhaufen. 

Wie du einen Steinhaufen anlegst, erfährst du hier.

Lies hier mehr über eine andere Reptilien-Gattung: Unsere heimischen Schlangen.

Wie heißt unsere häufigste Eidechsenart?
A, B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Zauneidechse
B Smaragdeidechse
C Waldeidechse

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(Foto: Nina Moltrecht)
Margerite über Felsen

Lies hier mehr über den Lebensraum Fels:

Felsen der Mittelgebirge

Am Fels kann man auch klettern. Mehr über den Natursport erfährst du hier:

Natur und Sport

Auch im Hochgebirge gibt es ganz besondere Tiere. Lies hier alles über den Lebensraum Alpen:

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Heimische Eidechsen

Blindschleiche (Anguis fragilis, bei uns mit 45 cm längste Eidechsenart), Westliche Smaragdeidechse (Lacerta bilineata, Süddeutschland), Östliche Smaragdeidechse (Lacerta viridis, Brandenburg, Passau). Mit 40 cm sind die Smaragdeidechsen die zweitlängste heimische Art. Zauneidechse (Lacerta agilis), Waldeidechse (Lacerta vivipara), Mauereidechse (Podarcis muralis).