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Lexikon

Stechmücken

Sommerlicher Plagegeist - die "Gemeine Stechmücke"

Schwärmende Mücken. (Foto: Segovax / pixelio.de)
Schwärmende Mücken im Gegenlicht.
In Sümpfen, Auen und Überschwemmungsgebieten legen Mücken gerne ihre Eier ab. (Foto: Magicpen / pixelio.de)
Stehendes Gewässer mit Bäumen

Jetzt stechen sie wieder - die Stechmücken. Doch warum gibt es solche lästigen Blutsauger überhaupt und wieso bleibt nach dem Stechen immer eine juckende Quaddel zurück? Wieso gibt es in manchen Jahren so viele Mücken und in anderen viel weniger? Geh diesen Fragen auf den Grund!

Mücken - "Plage"??

In der Zeitung ist in diesen Tagen zu lesen, dass es in Deutschland eine Mückenplage geben soll. In diesem Jahr haben die Mücken bei uns nämlich beste  Lebensbedingungen vorgefunden. In den großen Gebieten, die im Juni vom Hochwasser überschwemmt waren, haben Milliarden von Mücken ihre Eier gelegt. Aus den Eiern sind Larven geschlüpft und aus denen sind inzwischen Mücken geworden.

Doch was wir als Plage empfinden, ist für viele Tiere ein Fest. So viele Mücken auf einmal - das ist wie ein randvoll gedeckter Tisch. Denn Mücken sind die Lieblingsspeise vieler Tierarten.Wenn so viele Mücken schlüpfen, dann bekommen zum Beispiel die Vögel ihre Jungen satt, so dass Familie Vogel in diesem Jahr besonders viel Nachwuchs versorgen kann. Und der sorgt bald dafür, dass die Mücken wieder auf ihre normale Anzahl reduziert werden.

Wozu sind die Mücken gut und warum stechen sie?

Die Saugwerkzeuge einer Stechmücke aus der Nähe.(Foto: James Gathany cc-by-sa)
Stechmücke Nahaufnahme
Hier wird jemand von einer Gelbfiebermücke gestochen. (Foto: gemeinfrei)
Gelbfiebermücke auf Haut.

Tja, das hast du dich bestimmt auch schon mal gefragt - besonders, wenn du morgens mit zahllosen neuen Mückenstichen aufgewacht bist. Wozu sind die Mücken gut?

Genau wie andere Tierarten gehören Mücken zur biologischen Vielfalt  der Erde und sorgen auf ihre Art für ein biologisches Gleichgewicht. So sind sie als Larven und auch als erwachsene Stechmücken eine wichtige Nahrungsgrundlage für sehr viele andere Arten: Fische, Vögel, andere Insekten, Spinnen und Amphibien fressen Mücken oder Mückenlarven.

Warum stechen die Mücken?

Stechen können nur die weiblichen Mücken. Die männlichen Mücken sind dazu gar nicht in der Lage. Mückenweibchen stechen, wenn sie sich mit einem Männchen gepaart haben, denn sie brauchen das Blut, um Eier bilden zu können. Meistens ernähren sich Mücken gar nicht von Blut, sondern von Nektar, den sie aus Blüten saugen.

Nach dem Stich bleibt die juckende Quaddel. Sie ist eine allergische Reaktion deiner Haut auf einen bestimmten Stoff, den die Mücke in die Wunde spritzt. Sie will damit erreichen, dass das Blut flüssig bleibt, während sie trinkt und ihr nicht den Rüssel verklebt. Deine Haut kann den Stoff nicht vertragen - und fängt an zu jucken. Dummerweise aber erst dann, wenn die Mücke längst über alle Berge ist. Da hilft nur noch: Spucke drauf und kühlen.

So wird aus dem Mückenei eine ausgewachsene Stechmücke

Mückenlarven an der Wasseroberfläche. (Foto: James Gathany cc-by 2.5)
Mückenlarven

Die Gemeine Stechmücke, unsere häufigste Mückenart, legt ihre Eier in stehenden Gewässern ab. Das können Teiche oder Tümpel sein, aber auch Regentonnen oder andere wassergefüllte Gefäße im Garten. Aus den Eiern schlüpfen die Larven, die einige Wochen im Wasser leben. Meist schweben sie an der Wasseroberfläche, denn Mückenlarven können unter Wasser nicht atmen. Nach ungefähr drei Wochen verpuppen sich die Mückenlarven und heraus schlüpft die fertige Stechmücke.

 

Warum saugen Stechmücken Blut?
A, B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Weil sie uns ärgern wollen.
B Weil es ihnen schmeckt.
C Weil die Weibchen es brauchen, um Eier bilden zu können.

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