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Lexikon

Clevere Insekten

Das merkwürdige Leben der Krabbeltiere

Insekten sind die Herrscher unseres Planeten. Mehr als die Hälfte aller bekannten Arten der Erde sind Insekten. Es gibt sie in der Wüste und am Südpol, im Hochgebirge und sogar auf dem offenen Meer. Insekten sind die erfolgreichste Tierart, denn sie können sich fast allen Lebensbedingungen anpassen. Und sie sind sehr erfinderisch, wenn es um die Nahrungsbeschaffung geht. Lerne hier einige unserer merkwürdigsten heimischen Insekten kennen!

Ameisenschreck im Sand

Der Ameisenlöwe erinnert an eine Kellerassel mit zu langem Kopf. (Foto: Fritz Geller-Grimm cc-by-sa 3.0)
Ameisenlöwe

Eine kleine Kuhle im Sandboden - mehr sieht man nicht von dem gefährlichen Ameisenschreck, der hier auf Beute lauert. Zwei Jahre lang sitzt der Ameisenlöwe in der Erde und wartet auf Ameisen, die in seine Falle geraten. Kaum ist die Ameise in seinen Trichter geplumpst, packt er sie mit seinen Greifzangen und tötet sie mit einem Giftbiss. Danach saugt er die Ameise aus. Nach zwei Jahren verpuppt sich der Ameisenlöwe und kommt als geflügelte Ameisenjungfer wieder hervor. Ameisenjungfern sehen den Libellen ähnlich, fliegen aber nur nachts und jagen Insekten - zum Beispiel kleine Nachtfalter.

Der Käfer mit der scharfen Spucke

Der Schwarze Schneckenjäger. (Foto: Aiwok cc-by-sa 2.5)
Schwarzer Schneckenjäger seitlich

Eigentlich sieht er ganz niedlich aus - aber er ist der Alptraum aller Schnecken. Der Schwarze Schneckenjäger kann mit seinem spitzen Kopf in die Schneckenhäuser eindringen. Er tötet die Schnecke mit einem giftigen Biss und bespritzt sie dann mit seinem Speichel. Der ist so scharf, dass er nicht nur die Schnecke, sondern gleich das ganze Schneckenhaus auflöst. Schwarze Schneckenjäger leben an feuchten Stellen, zum Beispiel unter Laub, Baumrinde oder im Moos.

Tödliche Partnerschaft - die Gottesanbeterin

Eine Gottesanbeterin. (Foto: G. Resniczek cc-by-sa 3.0)
Gottesanbeterin, Nahaufnahme

Auch wenn sie so einen merkwürdigen Namen hat - besonders fromm ist die Gottesanbeterin nicht. Den Namen hat man ihr verpasst, weil sie ihre Vorderbeine - die Fangarme - so hält, als würde sie pausenlos beten. Aber so kann sie ihre Beute am besten überraschen - indem sie völlig regungslos verharrt, die Fangarme angewinkelt. Wenn ihr dann ein Insekt zu nahe kommt, packt sie blitzschnell zu. Das macht sie übrigens auch mit ihren Partnern - wenn das Männchen nach der Paarung nicht ganz schnell Leine zieht, wird es gefressen!

Die Spinne mit dem Chamäleon-Trick

Die leuchtend gelbe Spinne fällt auf der gelben Blüte gar nicht auf. Hier ist eine Wespe auf die perfekte Tarnung hereingefallen. (Foto: Olaf Leillinger cc-by-sa 2.0)
Krabbenspinne erbeutet Wespe

Du hast recht - Spinnen sind keine Insekten. Aber auch unter den Spinnentieren gibt es viele, die so clever sind, dass sie an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben sollen. Zum Beispiel die Veränderliche Krabbenspinne. Nicht nur, dass sie wie ein kleiner Krebs vorwärts, rückwärts und seitwärts laufen kann. Nein - sie kennt sich auch bestens auf dem Gebiet der Tarnung aus. Wie ein Chamäleon kann die Krabbenspinne nämlich bestimmte Farben ihrer Umgebung annehmen. So hockt sie bestens getarnt mitten auf einer gelben oder weißen Blüte. Sobald sich ein Insekt auf der Blüte niederlässt, schnappt die Spinne zu - und das Insekt endet als Mittagessen. 

Wie heißt der Ameisenlöwe, wenn er erwachsen ist?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A - Ameisenlibelle
B Ameisenjungfer
C Ameisenzikade

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