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Lexikon

Stachelige Schönheiten: Rosen


Die Blüte einer Hundsrose. (Foto: Walter J. Pilsak cc-by-sa)
Hundsrose
So sieht eine Zaunrose aus.(Foto: Henry Hartley cc-by-sa 3.0)
Zaunrose

Sonja (12) aus Mettmann will für eine Themenarbeit in der Schule wissen: Warum haben Rosen Dornen (oder heißt es "Stacheln")? Aus welchem Land kommen die Rosen eigentlich? Meine Oma hat mir erzählt, dass in Hildesheim eine 1000jährige Rose wächst. Stimmt das?

Schon seit über 5000 Jahren werden Rosen gezüchtet. Vor allem aus den alten Kaiserreichen in Persien und China ist bekannt, dass es dort Rosengärten mit unterschiedlichen Rosensorten gab. Die Zuchtsorten gehen auf Wildrosen zurück, die in Südostasien wuchsen. Wie viele Rosenarten und -sorten es heute wirklich gibt, ist aber selbst unter Wissenschaftlern umstritten.

Alle Rosen haben Stacheln (nicht Dornen), damit sie nicht so leicht gefressen werden und sich beim Emporklettern an Bäumen oder Felswänden festhalten können. Nach der Blüte bekommen die Rosen rote oder braunschwarze Früchte, die man "Hagebutte" nennt.

Wildrosen kannst du gut von Zuchtrosen unterscheiden. Sie haben nämlich keine gefüllten Blüten und wachsen als Strauch. Einige von ihnen kennst du bestimmt, denn sie kommen in vielen Hecken vor und wachsen auch an Wald- und Wegrändern. Die bekanntesten Wildrosen sind die Hundsrose und die Zaunrose.

Der 1000jährige Rosenstock von Hildesheim

10 Meter hoch ist die Hundsrose am Dom von Hildesheim.(Foto: bph)
1000jähriger Rosenstock Hildesheim

Die Geschichte vom 1000jährigen Rosenstock wird in Hildesheim schon immer erzählt. Die Hundsrose, die an der Mauer des Hildesheimer Doms emporwächst, soll schon da gewesen sein, bevor mit dem Bau der ersten Kirche begonnen wurde - vor 1200 Jahren. Aber ob das stimmt?

Tatsache ist, dass Hundsrosen tatsächlich viele Hundert Jahre alt werden können, weil sich aus den Wurzeln immer wieder neue Triebe bilden. Schriftlich erwähnt wurde die Rose von Hildesheim erstmals im Jahr 1600 - und das ist auch immerhin schon mehr als 400 Jahre her. Von den Trieben, die man heute sehen kann, ist aber keiner älter als 70 Jahre. Im Zweiten Weltkrieg ist die Rose nämlich verbrannt. Weil ihre Wurzel jedoch erhalten blieb, konnte sie nach dem Krieg wieder neu austreiben.

Warum Rosen gezüchtet werden

Rosen gibt es in vielen Farben. (Foto: Vulkan cc-by-sa)
Gelbe Rosenblüte
Rote Rosen stehen für die Liebe. (Foto: Dirk Goldhahn / gemeinfrei)
Rote Rosenblüte

Rosen gelten als die Königinnen unter den Blumen. Damit meint man allerdings nicht die Wildrosen, sondern die Zuchtrosen, die es in vielen Farben und Düften gibt. Sogar schwarze Rosen kannst du im Blumenladen kaufen. Sie unterscheiden sich von den heimischen Wildrosen vor allem darin, dass ihre Blüten gefüllt sind und sie mehrmals im Jahr blühen.

Die Farben der Rosen haben sogar unterschiedliche Bedeutungen, die zum Teil schon uralt sind. So stehen rote Rosen für die Liebe. Schon in der Antike haben die alten Griechen rote Rosen der Liebesgöttin Aphrodite geweiht. Seit dem Mittelalter ist die weiße Rose ein Symbol der Verschwiegenheit.

Rosen können aber noch mehr: Aus den Blüten mancher Rosen kann man das stark duftende Rosenöl gewinnen, aus dem zum Beispiel Parfum hergestellt wird. Zur Herstellung von Marzipan braucht man Rosenwasser, und Rosenblüten kann man sogar als Nachtisch essen, wenn man sie vorher in Zuckerlösung kocht.

Welcher Göttin widmeten die Alten Griechen die rote Rose?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A - Aphrodite
B Athene
C Artemis

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