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Lexikon

Haie - besser als ihr Ruf


Weißer Hai. (Foto: Terry Goss cc-by-sa)
Weißer Hai in Makrelenschwarm.

Vor 40 Jahren machte ihn ein Film berühmt: In dem Streifen "Der Weiße Hai" fielen dem gefräßigen Fisch jede Menge unschuldige Menschen zum Opfer. Den Ruf als Killermaschine hat der Weiße Hai seitdem behalten. Dabei sind Haie faszinierende Tiere mit ganz besonderen Fähigkeiten - und dazu viel besser als ihr Ruf. Lerne sie hier näher kennen!

Größter Raubfisch der Erde: Der Weiße Hai

Mit einem besonderen Sinnesorgan spürt der Weiße Hai seine Beute auf. (Foto: Terry Goss cc-by-sa)
Weißer Hai.
Oben grau, unten weiß - so ist der Weiße Hai gut getarnt. (Foto: Brocken Inaglory cc-by-sa)

Weiße Haie sind die größten Raubfische der Erde. Sie sind vier bis fünf Meter lang und weltweit verbreitet. Sogar im Mittelmeer gibt es sie. Meistens schwimmen sie nahe der Küste in flacherem Wasser und machen dort Jagd auf Fische und Robben. Schnell wie der Blitz schlagen sie zu. Dabei können sie sich sogar ganz aus dem Wasser katapultieren - so stark ist ihre Schwanzflosse.

Wie bei allen Haien kommt auch dem Weißen Hai bei der Jagd ein besonderes Organ zu Hilfe: Die "Lorenzinischen Ampullen". Das sind Sinnesorgane, die am Kopf direkt unter der Haut liegen. Damit können Haie elektrische Felder anderer Lebewesen wahrnehmen - und sogar deren Herzschlag spüren. So finden sie ihre Beute immer - egal, wie gut die sich versteckt hat.

Auch für Menschen kann der Weiße Hai gefährlich werden - aber mit einem angriffslustigen Killer-Monster hat er nichts zu tun. Es passiert sehr, sehr selten, dass Menschen von Haien angegriffen werden. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Weiße Haie Menschen manchmal mit Robben verwechseln. Meist lassen sie nach einem "Probebiss" aber sofort los.

Viel häufiger werden Haie durch den Menschen getötet - zum Beispiel als Beifang in den Netzen der Fischfangindustrie. Viele Haiarten sind deshalb selten geworden und auch der Weiße Hai wird auf der Internationalen Roten Liste als "gefährdet" geführt.

Mehr Wissenswertes über Haie

Beim Hammerhai ist der Kopf extrem verbreitert. (Foto: Barry Peters cc-by)
Hammerhai
Walhaie ernähren sich von Plankton.(Foto: Shiyam ElkCloner cc-by-sa)
Walhai

Egal wie groß oder klein sie sind, sehen sich viele Haiarten ein wenig ähnlich. Sie haben große Augen, flache Schnauzen und eine auffällige Rückenflosse. Ihr Körper ist oft lang und schlank mit einer stark beweglichen Schwanzflosse. So sind viele Haie sehr schnelle und geschickte Schwimmer. Ihre Augen sind sehr lichtempfindlich und ihre Nase ist so gut, dass sie einen Tropfen Blut in zehn Millionen Tropfen Wasser riechen können.

Die größten Haie allerdings sind keine Raubfische: Walhaie und Riesenhaie ernähren sich nur von Plankton. Das sind Kleinstlebewesen, die das Wasser der Ozeane zu Milliarden bevölkern. Trotz dieser vermeintlich schmalen Kost können die Giganten unter den Haien mehr als zehn Meter lang werden.

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Frag Konstantin

Nina (10) aus Berlin hat gefragt: "Warum sind Haie bedroht?"

Das hat Konstantin geantwortet:

Liebe Nina,

Haie sind vor allem dadurch bedroht, dass sie von Menschen gefangen werden - und zwar so viele von ihnen, dass sie nicht mehr genügend Nachwuchs bekommen.

Berufsfischerei

Manche Arten werden stark befischt, weil in einigen asiatischen Ländern eine Suppe aus Haiflossen als Delikatesse gilt.

Sportfischer

Andere Haiarten, wie zum Beispiel der Weiße Hai, sind bei Sportfischern eine besonders begehrte Trophäe.

Beifang

Und schließlich passiert es auch, dass Haie sich in den Langleinen der Fischer verfangen, mit denen eigentlich andere Fischarten gefangen werden sollen.

Schutz

Die große Naturschutzorganisation "WWF" setzt sich für die Haie ein und dafür, dass in den Ozeanen mehr Schutzgebiete für Haie eingerichtet werden. Dort dürften die Tiere dann gar nicht mehr gefangen werden.