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Lexikon

Schweine


Für die meisten Kinder ein seltener Anblick: Ferkel.(Foto: pixabay)
Ferkel und Junge

Als deine Eltern klein waren, gehörten Schweine zur Landschaft dazu wie Kühe und Pferde. Heute ist das anders - oder hast du schon mal ein Schwein auf der Weide gesehen? Die allermeisten Kinder kennen Hausschweine nur aus Bilderbüchern oder dem Fernsehen. Denn aus den Weidetieren von früher sind echte Stubenhocker geworden. Warum? Das erfährst du hier.

Warum stehen Schweine fast nur noch im Stall?

Hausschwein. (Foto: pixabay)
Mastschwein im Stall.
Ferkel im Stroh. (Foto: pixabay)
Ferkel mit Strohballen.

Schweine werden gemästet, denn wenn sie erwachsen sind und geschlachtet werden, dann sollen sie schön dick und rund sein. Das geht nach Ansicht der meisten Landwirte am besten im Stall, denn dort hat der Landwirt  die genaue  Kontrolle darüber, was und wie viel sein Schwein frisst. Meist werden Schweine in sogenannten Gruppenställen mit Betonböden gehalten. Auf die Weide kommen sie nicht.

Anders beim Biobauern: Im sogenannten "ökologischen Landbau" müssen Schweine in Ställen mit Auslauf gehalten werden. Das heißt: Sie haben jederzeit die Möglichkeit, nach draußen zu gehen - entweder auf die Weide oder auf einen Auslaufplatz. Auch im Stall sieht es beim Biobauern anders aus: Die Tiere haben mehr Platz und ihre Boxen sind mit Stroh ausgestreut.

Wieso werden dann nicht alle Schweine so gehalten wie beim Biobauern? Das liegt daran, dass diese Art der Tierhaltung viel mehr Kosten verursacht. Das Schweinefleisch wird teuer - und das wollen viele Menschen nicht bezahlen. Schweinehaltung in Ställen ohne Stroh und mit elektronischen Futteranlagen macht viel weniger Arbeit und ist deshalb günstiger - und das Fleisch wird billiger.

Welche Schweinerassen gibt es bei uns?

Schwäbisch-Hällische Landschweine mit dem typischen schwarzen Kopf und Po. (Foto: Flominator cc-by-sa 3.0)
Schwäbisch-Hällische Landschweine.
So sehen Bunte Bentheimer Landschweine aus. (Foto: Jed cc-by-sa 3.0)
Ein Buntes Bentheimer Landschwein.

Früher lebten Schweine als Allesfresser und Resteverwerter auf vielen kleinen Bauernhöfen. Deshalb gab es noch vor 40 Jahren in den Dörfern ganz unterschiedliche Schweinerassen.  Heute stehen in den allermeisten Ställen in Deutschland Schweine von der "Deutschen Landrasse". Diese Schweine werden besonders schnell groß und dick.

Doch einige andere Rassen des Hausschweins mit ganz besonderen Eigenschaften haben sich erhalten. Manche werfen besonders viele Ferkel, andere sind sehr anspruchslos und können deshalb gut auf der Weide gehalten werden - wie zum Beispiel das Bunte Bentheimer Landschwein. Diese Schweine sind ideal für den Biobauern, denn er ist darauf angewiesen, dass die Tiere auf der Weide genügend fressen und nicht krank werden. Weil sie nicht so schnell wachsen, brauchen die alten Rassen auch keine Zusatzstoffe im Futter - und die wären im Bio-Landbau sowieso verboten.

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NEU: Frag Konstantin!

"Frag Konstantin" heißt unsere neue Rubrik, in der ihr ab sofort unseren Hamster mit Fragen rund um die Natur löchern könnt. Konstantin wird sich bemühen, alle Fragen zu beantworten.

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