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Lexikon

Warum können Tiere eigentlich aussterben?

Vor 65 Millionen Jahren: Das Ende der Dinosaurier

Filmszene aus dem Film "Dinosaurier - Im Reich der Giganten". (Foto: Constantin Film)
Dinos an einem Fluss; Filmszene.

Mehr als 160 Millionen Jahre lang haben riesige Echsen unsere Erde beherrscht. Dinosaurier von winzig klein bis gigantisch groß lebten auf unserem Planeten. Sie waren die Chefs - am Boden, im Wasser und in der Luft.

Doch urplötzlich war Schluss - erdgeschichtlich gesehen in einem einzigen Augenblick. Vor 65 Millionen Jahren starben mit einem Schlag alle Dinosaurier aus und mit ihnen fast die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten. Forscher haben inzwischen herausgefunden, warum: Ein riesiger Meteorit war Schuld. Bei seinem Einschlag auf dem heutigen amerikanischen Kontinent löste er Erdbeben und Flutwellen aus. Und er wirbelte soviel Staub auf, dass für lange Zeit kein Sonnenstrahl auf die Erde traf. Es wurde dunkel und kalt. Die Zeit der Dinosaurier war vorbei.

Warum Tier- und Pflanzenarten aussterben

Straßen zerschneiden Lebensräume. (Foto: Rufus 46 cc-by-sa 3.0)
Autobahn.
Manchen Tierarten gelingt eine Anpassung an das Leben in der Stadt - vielen aber nicht. (Foto: Epizentrum cc-by-sa 3.0)
Frankfurter Bankenviertel.
Solche Felder bieten kaum Lebensraum.(Foto: Monginoux, www.landschaft-foto.de)
Abgeerntetes Feld.
Hier wird Braunkohle abgebaut, mit der man Energie gewinnen kann. (Foto: Kateer cc-by-sa 2.5)
Braunkohletagebau Jüchen.

Seitdem ist viel Zeit vergangen und immer wieder sind auf unserer Erde Tier- und Pflanzenarten ausgestorben und neue Arten entstanden. In der Natur überleben diejenigen Arten, die sich schneller vermehren können oder bei der Nahrungssuche erfolgreicher sind. Auch wer sich besser an neue Lebensräume anpassen kann, ist im Vorteil. Weil die Dinosaurier ausstarben, konnten sich andere Tierarten entwickeln - zum Beispiel viele verschiedene Säugetier-Arten. Das dauerte Millionen von Jahren.

Jede Art hängt von der anderen ab

Weil die Tiere und Pflanzen in einem Lebensraum voneinander abhängig sind, wirkt es sich auch auf andere aus, wenn eine Tier- oder Pflanzenart ausstirbt. So sind zum Beispiel manche Schmetterlinge davon abhängig, dass in ihrem Lebensraum eine ganz bestimmte Pflanze vorkommt, weil ihre Raupen sich davon ernähren. Wenn diese Pflanze seltener wird und vielleicht irgendwann ausstirbt, muss sich der Schmetterling an andere Futterpflanzen anpassen. Je mehr Zeit er dazu hat, desto besser gelingt ihm die Anpassung. Umgekehrt können manche Arten sich auch besser entwickeln, wenn es eine andere nicht mehr gibt - wie etwa die Säugetiere nach dem Ende der Dinos.

Die Erde hat sich verändert

In der Neuzeit hat sich unsere Erde jedoch schneller verändert - nicht durch einen Meteoriten, sondern durch den Menschen. Er hat fast alle Naturlandschaften umgestaltet, um Siedlungen und Straßen zu bauen, Energie zu gewinnen, Nahrungsmittel anzubauen und Holz zu ernten. Das hat auch dazu geführt, dass viele Tiere und Pflanzen selten geworden oder sogar ausgestorben sind. Ihr Lebensraum hatte sich in zu kurzer Zeit zu stark verändert, so dass sie sich nicht anpassen konnten.

Sie sind wieder da: Wolf, Luchs, Wildkatze und Uhu

Rund 20 Wolfsrudel gibt es zur Zeit wieder in Deutschland. (Foto: Daniel Arnold / pixelio.de)
Wolfsportrait.
Wildkatzen leben zum Beispiel in den Nationalparks Eifel und Bayerischer Wald. (Foto: Thomas Stephan / BUND)
Schleichende Wildkatze.

Luchs im Bayerischen Wald. (Foto: Martin Mecnarowski / www.photomecan.eu cc-by-sa 3.0)
Zwei Uhujunge am Brutplatz.
In vielen Mittelgebirgen kommen wieder kleine Uhus zur Welt. (Foto: Michael Gerritzen)
Luchs im Schnee.
Im Nationalpark Eifel soll sich der Wald wieder natürlich entwickeln. Das hilft auch seltenen Tieren und Pflanzen.(Foto: Nicole Kolster / nationalpark eifel)
Wald mit abgestorbenen Bäumen.
Solche Wehre sollen nach und nach abgebaut werden, damit die Fische wieder freie Bahn haben.(Foto: Maja Dumat / pixelio.de)
Altes Wehr.

Inzwischen haben die Menschen gemerkt, wie wichtig die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten für unsere Erde ist. Auch wenn weltweit immer noch Tiere und Pflanzen aussterben, setzen sich viele Menschen für den Schutz der Natur ein. So hat sich einiges verbessert.

Naturschutz

Seltene Tier- und Pflanzenarten stehen bei uns unter Naturschutz. Schutzgebiete und Nationalparks entstehen. Luft und Wasser sind sauberer geworden, weil Industrieunternehmen Abwasser und Abgase filtern müssen. Gleichzeitig finden Forscher immer mehr über die Tiere heraus, so dass Maßnahmen zu ihrem Schutz verbessert werden können.

Wölfe in Deutschland

Manche Tiere, die bei uns als ausgerottet galten, sind deshalb schon zurück gekommen: Wölfe, Luchse und Wildkatzen zum Beispiel vermehren sich wieder bei uns. Lachse wandern den Rhein hinauf, um in den Nebenflüssen zu laichen, und Uhus brüten in den Mittelgebirgen.

Es gibt noch viel zu tun

Und es gibt noch viel mehr zu tun: Kleine Wälder, die durch Straßen oder  Siedlungen zerschnitten sind, sollen wieder miteinander verbunden werden. So können sich Luchse und Wildkatzen neue Reviere suchen. In den Flüssen werden nach und nach alte Wehre abgebaut, so dass noch viel mehr Lachse ihre Laichgebiete wieder erreichen können. Neue Nationalparks entstehen, in denen seltene Arten ungestört leben können.

Tiere und Pflanzen, die ausgestorben sind, kommen dadurch natürlich nicht zurück. Aber wir beschützen diejenigen, die noch da sind und machen Platz für neue - damit es unseren Tieren und Pflanzen am Ende nicht ergeht wie den Dinosauriern.

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Zum Weiterlesen:

Hier kannst du einen Film sehen über Lachse im Rhein:

Zum Lachs-Film.

Hier erfährst du mehr über Wölfe in Deutschland:

Zu den Wölfen.

Hier gibt es mehr Infos über Wildkatzen:

Zu den Wildkatzen.

Und hier findest du alles über die größte Eule der Welt:

Zum Uhu