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Lexikon

Dinosaurier


Tropisch warm war es zur Jurazeit auf der Erde. (Foto: David Iliff cc-by-sa 3.0)
Wasserfall in tropischer Landschaft mit Baumfarn.

Stell dir vor, du könntest in der Zeit verreisen. Eigentlich wolltest du dir die Burgen im Mittelalter ansehen, aber dummerweise ist dir beim Programmieren des Zeitrechners ein kleiner Schreibfehler unterlaufen und - schwupps - bist du im Erd-Mittelalter gelandet. Als du aus deiner Zeitmaschine kletterst, fällt dir eines sofort auf: Es ist warm und feucht. Überall wachsen riesige Farne mit dicken Stämmen und Schachtelhalme, die so groß wie Bäume sind. Das ist definitiv nicht das Mittelalter!

Tropische Landschaft im Erd-Mittelalter

Im Erdmittelalter lösten sich die Kontinente von einander. (Foto: Ron Blakey NAU Geology cc-by-sa 3.0)
Weltkarte.
Im Jura lebte der riesige Pflanzenfresser "Brachiosaurus". (Grafik: Nobu Tamura cc-by-sa 3.0)
Brachiosaurus.

Das Erd-Mittelalter, das Wissenschaftler "Mesozoikum" nennen, begann vor 250 Millionen Jahren. Damals sah die Welt noch ganz anders aus: Anstatt der sieben Kontinente gab es eine einzige riesige Landmasse, die von Pol zu Pol reichte. Man nennt sie "Pangäa". Das bedeutet so viel wie "ganze Erde". Erst vor rund 200 Millionen Jahren brach die Erdmasse auseinander und die Kontinente drifteten langsam von einander weg.

Auch die Landschaft sah ganz anders aus: An den Küsten des Riesenkontinentes war es feucht und tropisch warm. Als die Kontinente aufbrachen, bildeten sich zwischen ihnen flache Meere, so dass auch die wüstenartigen Landstriche im Inneren im Laufe der Jahrmillionen feuchtwarm wurden. In der Jurazeit, die vor 135 Millionen Jahren endete, war die Erde fast überall tropisch. Zu dieser Zeit lebten die meisten Dinosaurierarten. Dinosaurier waren Reptilien und Reptilien sind wechselwarm. Das heißt, dass sie ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren können, sondern auf Sonnenlicht angewiesen sind. Kälte können Reptilien gar nicht leiden.

Allosaurus und Brontosaurus - die Könige des Jura

Allosaurus war der größte Fleischfresser des Jura. Er konnte 12 Meter lang werden und brachte 2000 Kilogramm auf die Waage. (Grafik: Nobu Tamuro cc-by-sa 3.0)
Zeichnung eines Allosaurus
Triceratops lebte 60 Millionen Jahre später - zur selben Zeit wie Tyrannosaurus. (Grafik: Nobu Tamuro cc-by-sa 3.0)
Zeichnung eines Triceratops

So, jetzt solltest du dich aber langsam auf den Rückweg zu deiner Zeitmaschine machen. Wer weiß, welcher Dino hier gleich um die nächste Ecke biegt. Im Jura gab es nämlich riesige Pflanzenfresser und furchterregende Fleischfresser. Der größte von ihnen war Allosaurus - ein Gigant mit einem gewaltigen Maul voller scharfer Zähne. Er machte sogar Jagd auf Brontosaurus, einen 26 Meter langen Pflanzenfresser.

In der Kreidezeit, etwa 50 Millionen Jahre später, traten noch größere Raubsaurier auf den Plan. Tyrannosaurus und Gigantosaurus waren sogar 15 Meter groß und konnten bis zu 8000 Kilogramm wiegen. Sie trafen auf wehrhafte Gegner: Triceratops mit seinen drei Hörnern und dem riesigen Kopfschild oder Ankylosaurus mit einer dicken Keule am Schwanzende. Zum Ende der Kreidezeit wurde nicht mehr gekleckert, sondern geklotzt: Jetzt lebten die größten Dinosaurier aller Zeiten.

Genug gesehen - ab nach Hause in den kalten Neuzeit-Winter. Gut, dass du kein Reptil bist...

Warum konnte Allosaurus nie einen Triceratops besiegen?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A- weil Triceratops zu stark war.
B - weil Triceratops spitze Hörner hatte.
C - weil sie nicht zur selben Zeit lebten.

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