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Lexikon

Regenzeit und Trockenzeit


Dieselbe Landschaft in Indien zur Trockenzeit... (Foto: Arne Hückelheim cc-by-sa 3.0)
Karge Gebirgslandschaft während der Trockenzeit.
...und zur Regenzeit. (Foto: Arne Hückelheim cc-by-sa 3.0)
Üppig grüne Gebirgslandschaft während der Regenzeit.

Im tropischen Regenwald. (Foto: Luc Viatour)
Gelbbrustara vor Bäumen.

Wusstest du, dass es die Jahreszeiten, wie wir sie kennen, gar nicht überall auf der Welt gibt? So ist es in den Tropen das ganze Jahr über schön warm, aber dafür regnet es oft. Große Teile der Erde werden beherrscht von dem Wechsel aus Regenzeit und Trockenzeit. Wie lange Regenzeit und Trockenzeit jeweils dauern, hat damit zu tun, wie weit die Region vom Äquator entfernt ist. Warum das so ist und wie die Natur mit den extremen Bedingungen klarkommt, erfährst du hier.

Warum es am Äquator immer regnet

Im tropischen Regenwald regnet es jeden Tag. (Foto: Georges / pixelio.de)
Blühender Ast im Regenwald.
Am Strand kann man es in den heißen Tropen gut aushalten... (Foto: Manfred Schütze / pixelio.de)
Junge am Meer.

Am Äquator regnet es jeden Tag, immer am Nachmittag. Die Menschen dort können fast die Uhr danach stellen. Aber warum ist das so?

Das liegt vor allem an der Sonne. Sie steigt am Vormittag sehr schnell höher und steht mittags fast senkrecht über der Erde. Deshalb erwärmt sich auch der Boden sehr schnell und die warme Luft steigt auf. Je höher die Luft jedoch steigt, desto stärker kühlt sie sich ab. Irgendwann ist sie so stark abgekühlt, dass kleine Wassertröpfchen entstehen - die Luft "kondensiert" und es bilden sich große Quellwolken. Schließlich entleeren sich die Wolken in heftigem Platzregen. Jeden Tag. Und am nächsten Morgen geschieht dasselbe von Neuem.

Wie wirkt sich der tägliche Regen auf die Natur aus?

Regenwald am Amazonas. (Foto: lubasi cc-by-sa 2.0)
Luftbild Regenwald.

Immer schön warm und jeden Tag ein Regenguss - für die Pflanzen der Tropen ist das Klima am Äquator ein Paradies. Deshalb zieht sich rund um den Äquator ein Gürtel aus tropischen Regenwäldern. Sie sind die artenreichsten Lebensräume der Erde. Und sie sind selbst auch noch zusätzlicher Motor für die Wetterküche dort. Denn die starke Sonnenstrahlung lässt auch die Feuchtigkeit aus den Pflanzen schneller verdunsten. So ist die Luft, die von der Erde aufsteigt, nicht nur warm, sondern enthält auch viel Feuchtigkeit.

Woher kommen Regenzeit und Trockenzeit?

Savanne in Tansania. (Foto: gemeinfrei)
Bäume und Gräser in der Savanne.
Die Klimazonen in Afrika. (Bild: Ökologix cc-by-sa 3.0)
Klimakarte Afrikas.
In der Sahara. (Foto: gemeinfrei)
Dünen der Sahara.

Am Äquator regnet es täglich. Aber je weiter du dich vom Äquator entfernst, desto trockener wird die Landschaft. Die Regenzeit wird kürzer, die Trockenzeit länger. Das hat mit dem Stand der Sonne am Himmel zu tun und mit dem Wind, der feuchtere oder trockenere Luft über das Land bringt. Man spricht vom "tropischen Wechselklima".

Je weiter eine Gegend vom Äquator entfernt ist, desto mehr Trockenheit muss sie aushalten. Schau dir die Karte von Afrika an: Nach Norden hin geht die Landschaft vom tropischen Regenwald (dunkelgrün) in Grasland über, das man "Savanne" nennt. Zunächst wachsen auch hier noch größere Baumgruppen und hohes Gras (hellgrün), doch je weiter du nach Norden kommst, desto weniger Bäume und desto mehr Dornsträucher gibt es (orange und rot). Das liegt daran, dass die Trockenzeit mehrere Monate lang andauern kann und die Pflanzen lange Zeit ohne Wasser auskommen müssen. Die Bäume in der Savanne werfen während der Trockenzeit ihr Laub ab, um nicht zu verdursten - genau so wie unsere Laubbäume im Winter.

Irgendwann wird das Land zur Wüste (gelb) und du hast die Sahara erreicht, die größte Wüste der Welt. Dort regnet es nur alle paar Jahre.

Das Leben in der Savanne

Kinder in Burkina Faso, südlich der Sahara. (Foto: gemeinfrei)
Kinder vor ihrem Dorf.
Während der Regenzeit ist das Land üppig grün. Hier siehst du Zebras in Südafrika. (Foto: gemeinfrei)
Zebras im satten Grün.

Wenn nach Monaten der Trockenzeit endlich wieder Regen fällt, dann wird das Land innerhalb kürzester Zeit grün. Jetzt keimen, wachsen und blühen alle Pflanzen und  für die Menschen auf dem Land beginnt die arbeitsreichste Zeit. Alle paar Tage bringen heftige Regenfälle und Gewitter solche Wassermassen, dass sich die leeren Wasserspeicher wieder füllen. Gegen Ende der Regenzeit wird geerntet - bevor wieder die lange Trockenzeit beginnt.

Die Tiere in der Savanne haben sich an den Wechsel zwischen Trockenzeit und Regenzeit angepasst. Viele nehmen lange Wanderungen auf sich, um Wasser und fressbares Grün zu finden. So machen es zum Beispiel die Elefanten. Manche Tierarten legen zwischen Trocken- und Regenzeit zum Teil Hunderte von Kilometern zurück - wie zum Beispiel die Gnus, die in riesigen Herden durch die Savanne ziehen.

Wie heißen die Pflanzenfresser, die in großen Herden durch die Savanne ziehen?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A- Hyänen
B - Warzenschweine
C - Gnus

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