Bundesamt für Naturschutz BfN

Hauptbereichsmenü



Lexikon

Mustangs und Camargue-Pferde


Wilde Mustangs im amerikanischen Bundesstaat Wyoming. (Foto: gemeinfrei)
Wilde Mustangs im Grasland.
Zwei Mustangs. (Foto: gemeinfrei)
Zwei Mustangs im Portrait.

Wo die wilden Mustangs wohnen

Wenn in freier Wildbahn zu viele Mustangs geboren werden, wird ein Teil von ihnen eingefangen und in umzäunte Gehege gebracht. (Foto: John Harwood cc-by 2.0)
Braune Mustangs vor Drahtzaun.
Der Lebensraum der Mustangs ist karg und trocken. Hier siehst du sie an einer Wasserstelle in dem US-Bundesstaat Utah. (Foto: Jamie Jackson cc-by-sa)
Mustangs an einer Wasserstelle.

Im Westen der USA streifen wilde Pferdeherden durch das Land. Sie werden "Mustangs" genannt und stammen von den Pferden ab, die die spanischen Eroberer auf den Kontinent gebracht hatten. Mustangs gibt es in allen Farben. Sie sind eher klein und gelten als zäh, schnell und intelligent. Zähigkeit können sie in ihrem Lebensraum gut gebrauchen: Heiße Sommer mit kargen Böden und wenig Regen können sie genau so gut aushalten wie schneereiche Winter.

Zwei Millionen Mustangs sollen früher durch die Prärien gezogen sein. Dabei gerieten sie in Konkurrenz zu den Farmern, die ihre Rinderherden zu denselben Weidegründen führten. Viele Mustangs wurden erschossen, bis es kaum noch welche gab. Heute wacht eine Naturschutzbehörde über die Mustangs, so dass immer ungefähr 35.000 Tiere in Freiheit leben. Werden es mehr, dann lässt der Staat die Tiere einfangen und in große umzäunte Gehege außerhalb ihres Verbreitungsgebiets bringen.

Schon die Indianer fingen Mustangs ein und ritten sie zu. Später dienten sie auch den europäischen Siedlern als Reitpferde. Auch heute noch werden in Amerika Mustangs zugeritten. Sie können dann auf Versteigerungen gekauft werden.

Die Schimmel der Camargue

(Foto: Wolfgang Staudt cc-by 2.0)
Schimmel im Gegenlicht.
(Foto: Alpha du centaure cc-by 2.0)
Grasender Schimmel mit Reiher auf dem Rücken.
(Foto: automodeller cc-by-sa 3.0)
Im Wasser grasendes Pferd.

Die Camargue ist eine Landschaft mit Wiesen, Seen und Sümpfen in Südfrankreich. Der Fluss Rhone fließt dort in einem breiten Delta ins Meer. Hier ist das Reich der Camargue-Pferde. Mehrere Herden leben halbwild zwischen Schilfgras, Seeufer und Meeresküste. Alle Camargue-Pferde sind Schimmel. Sie werden mit dunklem Fell geboren und im Laufe der ersten Lebensjahre immer heller.

Camargue-Pferde werden seit Jahrhunderten gezüchtet. Trotzdem leben sie immer noch fast wie Wildpferde. Aber im Gegensatz zu den wild lebenden Mustangs in Amerika haben alle Camargue-Pferde Besitzer. Regelmäßig werden Pferde aus der Herde gefangen und verkauft. Camargue-Pferde sind beliebte Reitpferde.

Die Pferde sind perfekt an ihren nassen Lebensraum angepasst. Weil in der Camargue so viel Schilfgras wächst, fressen auch die Pferde dieses harte, dicke Gras. Außerdem sind sie in der Lage, ihre Nüstern zu schließen und auch Gras abzuweiden, das unter der Wasseroberfläche wächst.

Von welchen Pferden stammen die Mustangs ab?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A- Von amerikanischen Wildpferden
B - Von den Pferden der amerikanischen Indianer
C - Von den Pferden der spanischen Eroberer.

zurück

Weiterlesen...

Erfahre mehr über die einzige Wildpferde-Art der Welt:

Zu den Wildpferden

Lies hier alles über Islandpferde:

Nach Island

Hier erfährst du, wie man Pferd artgerecht hält und bekommst Tipps, worauf du bei der Wahl des richtigen Stalles achten musst:

Zur artgerechten Pferdehaltung.

Und hier lernst du Rückepferd Oskar kennen:

Zu den Kaltblütern.

Die schönsten Pferdefotos der Naturdetektive

Foto: Anja Hesse
Foto: Vanesse Füssel
Foto: Ricarda Hesse
Foto: Mia Grabosch
Foto: Laura Ilg
Foto: Konstanze Barhel
Foto: Irene Pappert
Fotos (2): Kimi Reichert
Foto: Antonia Berekoven
Foto: Selina Zahovic