Bundesamt für Naturschutz BfN

Hauptbereichsmenü



Lexikon

Islandpferde


(Foto: gemeinfrei)
Pferde im Grasland.
(Foto: gemeinfrei)
Pferde im Schnee.

Mutig und zäh wie ein Wikinger

Islandpferde. (Foto: Regina Mohr / pixelio.de)
Fünf Islandpferde nebeneinander.
Auch die Fohlen sind ständig draußen.(Foto: Aubrey cc-by 2.0)
Schimmelstute mit Fohlen.
(Foto: gemeinfrei)
Nahaufnahme Pferdeauge
(Foto: Chris Zelecki cc-by-sa)
Pferd mit Landschaft.
Landschaft in Island. (Foto: gemeinfrei)
Trogtal in Island.

Island vor 1100 Jahren. An der wilden, menschenleeren Küste legen Langboote aus Norwegen an. Die Wikinger sind da und mit ihnen kommen kleine robuste Pferde auf die sturmgepeitschte Insel. Aus ihnen wird im Laufe der Zeit eine eigene Rasse - die Islandpferde. Islandpferde sind zäh und mutig, denn ihre Heimat ist rau und gefährlich.

Wilde Insel

Auf Island gibt es weite Ebenen, trockene Wüsten, riesige Gletscher, Vulkane und heiße Quellen. Und nur eine Handvoll Bäume. Der Wind weht Tag und Nacht über die Insel und wärmer als 20 Grad wird es auch im Hochsommer nur selten. Wer hier zu Hause ist, muss zäh sein. Islandpferde werden nicht verhätschelt. Die meisten leben halbwild im Gelände und kommen nur im Winter in die Nähe der Höfe ihrer Besitzer. Das Jahr verbringen sie draußen - egal, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint.

Pferdestärken

Jahrhundertelang war das Islandpferd das einzige Transportmittel auf der Insel. Selbst als auf dem Festland schon Dieselmotoren über die Straßen knatterten, verließen sich die Isländer lieber auf ihr Pferd. Und das tun sie heute noch. Denn Island ist kein Land der Straßen und Gehwege. Es gibt viele Regionen, in denen die Pferde besser vorankommen als jedes Motorfahrzeug. Wenn's sein muss, schwimmen sie durch Flüsse und Meeresbuchten, gehen über Eisfelder und durch Moore.

1000-jähriges Gesetz

Islandpferde sind auch im Rest Europas als robuste kleine Reitpferde beliebt und werden von Island aus in alle Welt verkauft. Doch wer die Insel einmal verlassen hat, darf nie wieder zurück. Das schreibt seit 1000 Jahren ein Gesetz vor. Die Isländer erhalten damit die Rasse und sorgen außerdem dafür, dass sich ihre Vierbeiner nicht mit eingeschleppten Krankheitserregern vom Festland anstecken.


Wer in solch einer Landschaft lebt, muss zäh sein... (Foto: gemeinfrei)
Gletscher Island
(Foto: gemeinfrei)
Weite Landschaft in Island.
Warum dürfen Pferde nicht nach Island einreisen?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A - Weil die Insel eigentlich zu rau für Pferde ist.
B - Weil Pferde nicht mit dem Schiff oder Flugzeug transportiert werden können.
C - Damit die Islandpferde sich nicht mit Krankheitserregern anstecken.

zurück

Weiterlesen...

Erfahre mehr über die einzige echte Wildpferde-Art der Welt:

Zu den Wildpferden

Und hier geht es um andere wilde Pferde:

Mustangs und Camargue-Pferde

Hier findest du alles über artgerechte Pferdehaltung und viele Tipps, wie du den richtigen Reitstall findest:

Artgerechte Pferdehaltung

Hier kannst du etwas über Arbeitspferde lesen:

Kaltblutpferde

Die schönsten Pferdefotos der Naturdetektive

Foto: Anja Hesse
Foto: Vanesse Füssel
Foto: Ricarda Hesse
Foto: Mia Grabosch
Foto: Laura Ilg
Foto: Konstanze Barhel
Foto: Irene Pappert
Fotos (2): Kimi Reichert
Foto: Antonia Berekoven
Foto: Selina Zahovic