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Lexikon

Giftpilze

Der giftigste Pilz in unseren Wäldern

So sieht der Grüne Knollenblätterpilz aus. Er wächst gerne unter Eichen und kommt nicht nur im Wald, sondern auch in Parks vor. (Foto: Justin Pierce cc-by-sa 3.0)
Grüne Knollenblätterpilze in allen Altersstufen.
Auch von diesem Pilz solltest du die Finger lassen: Er heißt "Pantherpilz", kommt in Laub- und Nadelwald vor und verursacht bei Menschen Atemlähmungen.(Foto: Adccm cc-by-sa 3.0)
Pantherpilz im Wald.
Auch wenn er nicht so aussieht: Der Violette Lacktrichterling ist essbar.(Foto: Norbert Nagel cc-by-sa 3.0)
Violetter Lacktrichterling, Nahaufnahme.

Für Giftmörder ist er die ideale Waffe. Allein sein Name jagt Pilzkennern einen Schauer über den Rücken. Und in Pilzbestimmungsbüchern ist sein Foto immer mit einem Totenkopf verziert. Der giftigste Pilz in unseren Wäldern hört auf den Namen "Grüner Knollenblätterpilz". Wenige Bissen von seinem Fleisch können einen Erwachsenen in drei Tagen umbringen.

Was macht den Pilz so gefährlich?

Jeder Knollenblätterpilz enthält hochgiftige Stoffe, die lebenswichtige Organe in unserem Körper zerstören. Die Konzentration des Giftes im Pilz ist so hoch, dass schon ein paar Gramm Pilzfleisch für eine tödliche Pilzvergiftung reichen. Besonders tückisch aber ist dabei, dass die Symptome für die Vergiftung erst viele Stunden nach der Pilzmahlzeit auftreten können. Das Gift breitet sich unbemerkt im Körper aus und wenn das Opfer merkt, was passiert ist, ist es schon zu spät.  

Warum sind manche Pilze giftig?

Pilzgifte sind ein wirksamer Schutz davor, gefressen zu werden. Im Laufe ihrer Evolution haben manche Pilze Gifte entwickelt, mit denen sie ihre Fressfeinde fernhalten konnten. Allerdings halten solche Strategien meist nicht lange vor, denn auch die Fressfeinde entwickeln sich weiter. Manche Insekten oder Schnecken haben sich an das Gift bestimmter Pilze angepasst, so dass sie sie gefahrlos fressen können. Für andere Tiere kann derselbe Pilz tödlich sein.

Noch mehr giftige Pilze

Unverwechselbar, aber giftig: Fliegenpilze. Sie lösen Wahnvorstellungen aus. (Foto: 2006-10-25 Amanita muscaria crop cc-by-sa 3.0)
Fliegenpilz auf Wiese.
Sieht lecker aus, oder? Dieser Pilz heißt "Spitzgebuckelter Raukopf" und gehört zu den giftigsten Pilzen unserer Wälder. (Foto: Andreas Kunze cc-by-sa 3.0)
Spitzgebuckelter Raukopf im Moos.
Tödlich giftig: Die harmlos aussehenden Gifthäublinge enthalten dasselbe Gift wie der Grüne Knollenblätterpilz. Sie wachsen auf totem Holz. (Foto: Lebrac cc-by-sa 3.0)
Gifrthäublinge auf Baumstamm.
Stockschwämmchen sind sehr leckere Speisepilze, können aber leicht mit dem Gifthäubling verwechselt werden. Genau wie ihr giftiger Doppelgänger wachsen sie auf totem Holz. (Foto: Thomas Pruß cc-by-sa 3.0)
Stockschwämmchen auf Baumstamm.
Mit welchem Speisepilz kann der Gift-Häubling verwechselt werden?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A - Mit dem Stockschwämmchen
B - Mit dem Steinpilz
C - Mit dem Wiesen-Champignon

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(Foto: gemeinfrei)
Pilze auf Moos.

Sind Pilze Pflanzen oder Tiere? Lies hier mehr über das geheimnisvolle Reich der Pilze:

Zu den Pilzen

Hier lernst du Pilzzüchter auf sechs Beinen kennen:

Zu den Blattschneiderameisen

Wie Pilze vergiftete Böden reinigen können, kannst du hier lesen:

Giftfresser Pilze

Manche Pilze fressen Tiere, andere scheinen verflucht zu sein:

Unheimliches Pilzreich

Hallimasch und Tintlinge haben seltsame Eigenschaften:

Rätselhafte Pilze