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Lexikon

Chilenische Araukarie

Steinalt und feuerfest

Eine junge chilenische Araukarie in einem Vorgarten. (Foto: Sixta Görtz)
Eine junge Chilenische Araukarie in einem Vorgarten
Wenn Chilenische Araukarien älter werden, bekommen sie eine schirmförmige Krone. Diese alte Araukarie steht im Nationalpark Conguillo in Chile.
Alte chilenische Araukarie vor einem Vulkan in Chile.

Chilenische Araukarie - von einem Nadelbaum mit diesem Namen hast du wahrscheinlich noch nie gehört. Aber wetten, dass du ihn kennst? In vielen Parks in Deutschland gibt es ihn und in manchen Vorgärten hast du ihn vielleicht auch schon entdeckt. Allerdings erinnert er meistens eher an einen stacheligen Garderobenständer als an einen Baum.

Baumopa mit Schirmkrone

Dort, wo die Chilenische Araukarie herkommt, sieht sie aber ganz anders aus - ein wenig wie die Pinien am Mittelmeer. Denn wenn die Araukarie älter wird, dann wirft sie ihre unteren Äste ab und übrig bleibt eine schirmähnliche Krone, die sich immer dichter verzweigt. Damit beginnt sie aber frühestens an ihrem 100sten Geburtstag. In Chile und Argentinien, wo ihre Heimat liegt, gibt es Araukarien, die mehr als 1000 Jahre alt sind. Das sind beeindruckende Bäume mit langen Flechtenbärten und einer dichten Schirmkrone. Dass die Araukarien bei uns so anders aussehen, liegt einfach daran, dass sie meist noch junges Gemüse sind.

Ungewöhnlich und streng geschützt

Die Rinde der Araukarie ist besonders dick und widerstandsfähig. Sie kann den Baum sogar vor Waldbränden schützen.(Foto: Scott Zona cc-by-sa 3.0)
Dicke, rissige Rinde der Araukarie
Die Blüten der weiblichen Araukarie reifen drei Jahre lang zum Zapfen heran.(Foto: Sciadopytis cc-by-sa 2.0)
Weibliche Zapfen der chilenischen Araukarie
Die schuppenförmigen Nadeln der Araukarie können ganz schön piksen. (Foto: Norbert Nagel cc-by-sa 3.0)
Die stacheligen Äste einer Araukarie

Araukarien haben ziemlich ausgefallene Eigenschaften. Zum Beispiel sind sie feuerfest. Ihr Stamm besteht nämlich zu einem Viertel nur aus Rinde. Die Rinde kann bis zu 14 Zentimeter dick werden und wirkt wie ein Schutzpanzer. Und den braucht der Baum auch, denn Araukarien wachsen in Chile in unmittelbarer Nähe zu aktiven Vulkanen. Die Rinde schützt die Bäume bei Vulkanausbrüchen vor Feuer und herabregnender heißer Asche.

Bäume aus der Dino-Zeit

Araukarien gehören zu den ältesten Pflanzenarten auf unserem Planeten. Schon zur Zeit der Dinosaurier gab es diese Bäume: Archäologen haben versteinerte Araukarien aus dem Jura-Zeitalter gefunden. Die Fossilien waren fast 200 Millionen Jahre alt.

Araukarien gibt es als männliche und weibliche Bäume. Nur die weiblichen Bäume tragen Samen. Sie stecken in Zapfen, die so groß wie Kokosnüsse werden können. Die Samen sind essbar und in Südamerika sehr beliebt. Dort nennt man sie "Pinoches".

Der Stamm der Araukarie wächst langsam und besonders gerade. Deshalb waren die Bäume im Haus- und Bootsbau sehr beliebt - so beliebt, dass der Baum es inzwischen auf die Internationale Rote Liste geschafft hat und dort als "stark gefährdet" geführt wird. Heute ist die Araukarie in Chile geschützt und darf nicht mehr geschlagen werden.

Wo ist die Chilenische Araukarie heimisch?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A - In Chile und Kanada
B - Am Mittelmeer
C - In Chile und Argentinien

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(Foto: Sixta Görtz)
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