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Lexikon

Feld-Ahorn

Robustes Multitalent ist Baum des Jahres 2015

Ein Feldahorn im Herbst.(Foto: Roloff / Stiftung Baum des Jahres)
Ein Feldahorn im Herbst.
Die Früchte des Feldahorns. (Foto: Roloff / Stiftung Baum des Jahres)
Früchte des Feldahorns
Die Blätter des Feldahorns sind abgerundet. (Foto: Roloff / Stiftung Baum des Jahres)
Gelbe Blätter des Feldahorns

Der Baum des Jahres 2015 ist der Feldahorn. Den kennt ihr alle: Ahornbäume sind die Bäume mit diesen geflügelten Früchten, die im Herbst wie kleine Propeller zu Boden trudeln und die man sich auf die Nase kleben kann. Der Feldahorn ist die kleinste Ahorn-Art und ein richtiges Rundum-Talent!

Früher hat man aus den Blättern des Feldahorns ein Gericht gemacht, das so ähnlich schmeckte wie Sauerkraut. Die jungen Blättchen kann man sogar im Salat essen. Heute pflanzt man ihn gerne am Straßenrand, denn er ist weniger empfindlich als manch andere Bäume. Die Abgase der Autos kann er leichter ertragen und auch das Streusalz im Winter kann er besser wegstecken. Seine Wurzeln entwickeln sich auch unter dem Asphalt und er hat keine Probleme mit Sommerhitze und Trockenheit. Weil er recht klein bleibt, kann man ihn auch in engen Straßen und in kleinen Gärten pflanzen.

Woran kann man den Feld-Ahorn erkennen?

Der Feld-Ahorn wächst als Baum oder als Strauch, denn mal bringt er einen Stamm mit bis zu einem Meter Durchmesser hervor, manchmal aber auch mehrere dünne Stämmchen. Seine Blätter sind kleiner als die des Berg-Ahorns und des Spitz-Ahorns und sie werden im Herbst nicht richtig rot, sondern bleiben goldgelb. Außerdem sind sie an den Enden abgerundet und deshalb von den Blättern der anderen Ahornarten gut zu unterscheiden.

Wo wächst der Feldahorn?

Feldahörner werden oft am Straßenrand gepflanzt, kommen aber eigentlich in Hecken und am Waldrand vor. (Foto: Roloff / Stiftung Baum des Jahres)
Eine Alle in einem Dorf
Die Blüten des Feldahorns. (Foto: Roloff / Stiftung Baum des Jahres)
Blüten des Feldahorns

Der Name des Feldahorns sagt es schon: Er kommt an Waldrändern und in Hecken entlang von Feldern und Weiden vor, denn er braucht viel Licht. Zwischen Sträuchern wie Haselnuss, Wildrose und Hartriegel fühlt er sich besonders wohl, denn er wird größer als sie und bekommt deshalb besonders viel Sonnenlicht ab.

Lebensraum Hecke

Gerade wegen dieser Vorlieben ist der Feldahorn auch Baum des Jahres geworden. Denn Hecken und Gebüsche am Rande der Felder und Weiden sind für viele Tierarten wichtige Lebensräume. Kaninchen, Hasen und Igel nutzen sie als Versteck, viele Vogelarten brüten gerne im dichten Feld-Ahorn-Blattwerk und andere fressen die Ahorn-Früchte im Herbst. Im Frühjahr trägt der Feld-Ahorn Blüten, deren Nektar Bienen und Hummeln anlockt. Mit der Ernennung zum Baum des Jahres will die Stiftung Baum des Jahres darauf hinweisen, dass Hecken an Feldrändern erhalten bleiben sollen, damit auch Wildtiere auf unseren Feldern und Weiden leben können.

Mehr über den Feldahorn und alle Bäume der vergangenen Jahre findest du direkt auf der Seite der "Stiftung Baum des Jahres":

Hier geht es zur Stiftungsseite.

Warum kommt der Feldahorn vor allem am Waldrand und in Hecken vor?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A - Weil er viel Licht braucht
B -Weil er viel Wasser braucht
C -Weil er lockeren Boden braucht

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