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Lexikon

Spix-Aras - die Letzten ihrer Art


Carla und Tiago am Flughafen in Berlin. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (links) hat sie am Flughafen verabschiedet. (Foto: Harald Franzen)
Bundesumweltministerin Barbara Hendricks verabschiedet die Vögel am Flughafen in Berlin
Das sind die beiden Spix-Aras Carla und Tiago. (Foto: ACTP)
Die beiden Spix-Aras Carla und Tiago
Spix-Aras haben ein mattblaues Gefieder und gehören zu den kleineren Papageien-Arten. (Foto: ACTP)
Carla und Tiago in ihrer Voliere
So sieht die Landschaft in Caatinga aus, einem Trockenwald-Gebiet in Brasilien. Hier sollen die Spix-Aras ab 2021 wieder ausgewildert werden. (Foto: Glauco Umbelino cc-by-2.0)
Trockenwald in Brasilien

Kennst du Rio, den Papagei, der nicht fliegen kann? In dem Animationsfilm "Rio" wird der tolpatschige blaue Spix-Ara nach Brasilien gebracht, um sich mit der Papageiendame Jewel zu paaren. Die zwei sind die Letzten ihrer Art - aber das soll sich bald ändern.

Mission (im)possible?

In derselben Mission sind jetzt die beiden jungen Spix-Ara-Geschwister Carla und Tiago unterwegs. 2015 sind sie mit dem Flugzeug nach Sao Paulo in Brasilien geflogen Dort sollen sie sich mit brasilianischen Aras paaren, Nachwuchs bekommen und den Fortbestand ihrer Art sichern. Denn: Auf der ganzen Welt gibt es nur noch ungefähr 100 Spix-Aras. Sie leben alle in Gefangenschaft. In der freien Natur sind die Vögel ausgestorben. Nun wollen Naturschützer und Züchter aus Deutschland und Brasilien zusammen dafür sorgen, dass die Papageien-Art überlebt. Deshalb werden Vögel zwischen den beiden Ländern ausgetauscht.

Gesunde Nachkommen

Carla und Tiago sollen sich in einer Zuchtstation in Sao Paulo (Brasilien) mit brasilianischen Aras paaren und für Nachwuchs sorgen. Im Austausch für sie kommt ein Papageien-Weibchen aus Brasilien nach Deutschland, um sich hier mit einem deutschen Papageien-Männchen zu paaren. Der Austausch der Vögel zwischen den Ländern ist wichtig, damit die Nachkommen möglichst viele unterschiedliche Eigenschaften erben und gesund und widerstandsfähig werden.

Auswilderung ab 2021

Wenn alles klappt, wollen die Naturschützer die Spix-Aras im Jahr 2021 wieder in Brasilien auswildern. Bis dahin müssten genügend Vögel geboren worden sein, so dass sich die Art selbst erhalten kann. Allerdings werden die Tiere nicht im Regenwald leben, wie Rio und Jewel, sondern in einer Trockensavanne im Osten Brasiliens. Das war nämlich der Lebensraum der letzten wild lebenden Spix-Aras - bevor sie vor 15 Jahren aus der Wildnis verschwanden.

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