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Lexikon

Alpensteinbock

Schwindelfrei und hart im Nehmen

Bis zu einem Meter lang sind die Hörner der männlichen Alpensteinböcke. (Foto: Parafux cc-by-sa 3.0)
Alpensteinbock mit großen Hörnern
Ein Alpensteinbock in den französischen Alpen.(Foto: Eltouristo cc-by-sa 3.0)
Alpensteinbock vor Hochgebirge
Kleine Steinböcke müssen hart im Nehmen sein: Auch im Sommer kann es in den Bergen ganz schön ungemütlich werden. (Foto: gemeinfrei cc0)
Geiß mit Jungtier im Schneeregen.

Auch wenn er zu den Ziegen gehört - zum Meckern hat der Steinbock keinen Grund. Mehr als 20.000 dieser stattlichen Bergziegen gibt es nämlich heute wieder in den Alpen. Vor 200 Jahren sah das noch anders aus: Damals war der Steinbock fast ausgerottet. Nur noch in den italienischen Alpen hatte ein kleines Grüppchen überlebt. Weil sie dort nicht so stark bejagt wurden, konnten sie sich noch vermehren. Ab 1911 wurden Steinböcke aus Italien in die Schweiz und nach Österreich gebracht und wieder ausgewildert. Mit Erfolg. Heute ist der Steinbock in allen Alpenländern wieder heimisch - und streng geschützt.

Lieblingssport Klettern

Was das Klettern angeht, macht den Steinböcken keiner was vor. Je steiler der Fels, desto wohler fühlen sie sich. Wenn die weiblichen Steinböcke, die man "Geißen" nennt, im Juni ihre Jungen zur Welt bringen, dann ziehen sie sich in die steilsten und unzugänglichsten Gebiete zurück. Die Kleinen müssen damit klarkommen. Wenn sie auf ihren wackligen Beinchen erstmal stehen können, geht das Gekraxle auch schon los - Höhenangst kennt man hier nicht.

Im steilsten Fels zu Hause

Steile Südhänge sind im Winter die beliebtesten Plätze der Steinböcke.(Foto: Frederic Vandaele cc-by 2.0)
Alpensteinbock im Winter
Keine Spur von Höhenangst: Steinböcke sind bergfest. (Foto: gemeinfrei cc0)
Steinbock auf Felsgrat

Auch im Winter, wenn es in den Bergen eiskalt wird und der Wind um die Ecken fegt, ziehen sich die Steinböcke nicht etwa in den tiefer gelegenen, wärmeren Wald zurück. Nein - ganz im Gegenteil: An sonnigen Tagen wandern die Ziegen die steilsten Südhänge hinauf. Das ist schlau, denn dort scheint die Sonne bis in den Abend hinein. Außerdem schmilzt der Schnee schneller und gibt das karge Grün frei.

Bock auf Kampf

Das auffälligste Merkmal der Steinböcke sind die riesigen, wulstigen Hörner, die die Böcke spazieren tragen. Damit beeindrucken sie andere Böcke und bekämpfen ihre Rivalen. Bei den Steinböcken darf sich nämlich nur der Stärkste paaren. Ein gewonnener Kampf bedeutet deshalb auch viel Nachwuchs für den Sieger. Denn mit dem Sieg wird er Herr über mehrere Geißen. Allerdings nur bis zum Frühjahr, dann machen sich die werdenden Väter aus dem Staub und bleiben lieber unter sich. Mit Familienfürsorge haben die Böcke nichts am Hut.

Wie nennt man einen weiblichen Steinbock?
A, B oder C  - nur eine Antwort ist richtig.
A - Geiß
B - Kuh
C -Ricke

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(Foto: gemeinfrei)
Junge auf einem Felsen

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