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Lexikon

Arktis und Antarktis

Artenvielfalt unter dem Eis

(Foto: gemeinfrei)
Kaiserpinguine in der Antarktis

Arktis und Antarktis sind die Gebiete rund um Nord- und Südpol. Sie sind das ganze Jahr über von Eis bedeckt. Im Winter ist es dort monatelang dunkel und im Sommer geht die Sonne nicht unter. Tiefsttemperaturen von minus 50 Grad sind keine Seltenheit. Und doch ist diese scheinbar lebensfeindliche Umgebung voller Leben.

Antarktis

Auch im Sommer eisig: Das Festland der Antarktis. (Foto: Hannes Grobe cc-by-sa 2.5)
Gebirge in der Arntarktis
Der Meeresgrund in der Antarktis ist voller Leben. Hier siehst du verschiedene Muscheln, Seeigel und Seesterne vor einer Eiswand. (Foto: gemeinfrei)
Meeresgrund mit Eiswand in antarktischen Meer
Im Sommer sind Teile der Inseln am Nordrand der Antarktis eisfrei. Hier sonnen sich ein paar Seeelefanten. (Foto: gemeinfrei)
Seeelefant am Strand in Südgeorgien.
Dieses Pinguinküken hält sich unter Papas Bauch warm. (Foto: gemeinfrei)
Küken eines Kaiserpinguins, Nahaufnahme

Die Antarktis am Südpol gehört zu den kältesten Orten der Erde - aber auch zu den artenreichsten. Auf dem Kontinent Antarktis herrschen große Eiswüsten vor. Das Eis ist an manchen Stellen fast fünf Kilometer dick. Hier und da ragen sturmzerzauste eisige Gipfel aus dem Eis hervor. Doch im Sommer kommen Millionen Zugvögel zum Brüten an die Küste. Warum? Weil das Meer rund um die Antarktis voller Nahrung ist.

Schlaraffenland im Meer

Unter dem Packeis schwimmen riesige Schwärme von Krill - Kleinkrebse, die die Lebensgrundlage für alle höheren Lebensformen bilden. Fische, Kalmare, Wale, Robben, Seehunde, Pinguine und Meeresvögel tauchen im eiskalten Wasser nach Nahrung. Manche Zugvögel legen Zehntausende von Kilometern zurück, um im Sommer in diesem Schlaraffenland jagen zu können. Sie brüten auf den Berggipfeln im Landesinneren oder direkt auf dem Packeis an der Küste.

Eisige Dunkelheit

Während der Polarnacht im Winter, wenn die Zugvögel längst nach Norden geflogen und die Wale weitergezogen sind, gibt es nur noch wenige Tiere, die bleiben - wie der Kaiserpinguin und die Weddellrobbe. Die Kaiserpinguine wandern auf das antarktische Inlandeis und brüten dort ihre Eier aus. Dicht gedrängt stehen sie als Gruppe zusammen und trotzen den eisigen Stürmen. Die Weddellrobben können eine Stunde lang die Luft anhalten und 600 Meter tief tauchen - so können sie auch unter dem dicksten Packeis noch nach Nahrung jagen.

Lies hier mehr über Kaiserpinguine und Weddellrobben.

Arktis

Eisbären legen weite Wanderungen zurück, um Robben an ihren Eislöchern aufzuspüren. (Foto: Christopher Michel cc-by 2.0)
Eisbär am Nordpol
Weibliche Eisbären bringen ihre Jungen in Eishöhlen zur Welt. (Foto: gemeinfrei)
Eisbärin mit zwei Jungtieren
Auch Walrosse gehören zu den Bewohnern des Nordpols. (Foto: gemeinfrei)
Walross auf Eis.

Als "Arktis" bezeichnet man die Meeresregion rund um den Nordpol. Am Nordpol ist der Arktische Ozean mehr als 4000 Meter tief und das ganze Jahr über von einer rund 3 Meter dicken Eisschicht bedeckt. Zur Nordpolar-Region gehören auch einige große Inseln.

Eisbären - geschickte Robbenjäger

Die bekanntesten Bewohner der Arktis sind die Eisbären. Sie sind sehr geschickte Robbenjäger und können ihre Beute schon aus großer Entfernung wittern. Sie verbringen den langen Winter auf dem Packeis und lauern an Eislöchern auftauchenden Robben auf. Im Sommer dagegen müssen Eisbären häufig fasten und von ihren Fettreserven zehren, denn das Eis zieht sich nach Norden zurück. Jetzt wandern auch die Robben nordwärts. Häufig können die Eisbären ihnen jedoch nicht folgen, weil das Eis zu schnell schmilzt.

Walrosse - wehrhafte Speckberge

An den Küsten der polaren Inseln leben Walrosse in großen Kolonien zusammen. Die mächtigen Bullen können mehr als drei Meter lang und 1000 Kilo schwer werden. Eine dicke Fettschicht schützt sie vor der Kälte und mit ihren großen Eckzähnen können sie sich auch gegen hungrige Eisbären verteidigen.

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(Grafik: BfN)
Hamster Konstantin mit Lupe

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Das Eis schmilzt!

(Foto: gemeinfrei)
Eisbär an Land

Unser Klima verändert sich und das Eis an Nord- und Südpol schmilzt. Klimaforscher sagen, dass es in Zukunft am Nordpol im Sommer kein Eis mehr geben könnte. Für die Eisbären wäre das schlimm - aber auch für uns Menschen.

Lies hier mehr über den Klimawandel

Riesiges Meeresschutzgebiet in der Antarktis

Orca im Rossmeer. (Foto: gemeinfrei)
Orca im Rossmeer

Das Rossmeer in der Antarktis wird unter Schutz gestellt und damit das größte Meeresschutzgebiet der Erde. Darauf haben sich 24 Staaten und die Europäische Union geeinigt. Jahrelang hatten die Politiker darüber verhandelt. Das Rossmeer ist so groß wie Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen.

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(Foto: gemeinfrei)
Polarfuchs im Schnee

Könige der Anpassung: Kaiserpinguine und Weddellrobben überwindern sogar am Südpol:

Kaiserpinguine und Weddellrobben

Wegen des Klimawandels schmilzt das Eis der Arktis. Lies hier mehr darüber:

Was bedeutet eigentlich "Klimawandel"?

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