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Lexikon

Falken


Ein Turmfalke. (Foto: gemeinfrei)
Turmfalke in der Stadt

Der Turmfalke ist ein Gewinner-Typ. Eigentlich brüten die kleinen Greifvögel auf Felsvorsprüngen. Doch seit wir Menschen hohe Gebäude bauen, sind für die cleveren Falken zahllose Nistplätze hinzu gekommen.  Auch ihre Verwandten, die Wanderfalken, entdecken nach und nach die Stadt für sich.

Turmfalken: Erfolgreiche Brutvögel in Deutschland

Balz beim Turmfalken: Das Männchen überreicht seiner Partnerin eine erbeutete Maus als Brautgeschenk. (Foto: Andreas Trepte, www.photo-natur.net)
Männchen übergibt Maus an Weibchen
In nur 8 Wochen wird aus diesem kleinen Wollknäuel ein ausgewachsener Turmfalke. (Foto: gemeinfei)

In ganz Mitteleuropa gibt es 90.000 Brutpaare des Turmfalken - mehr als die Hälfte von ihnen in Deutschland. Turmfalken sind nicht wählerisch. Sie brüten in Brutkästen an Masten, in verlassenen Nestern von Krähen und Elstern am Waldrand, aber auch in kleinen Nischen an Gebäuden. Hauptsache, die Eier können nicht herauskullern.

Schon mit einem Jahr können Turmfalken zum ersten Mal Nachwuchs bekommen. Im April oder Mai legt das Weibchen vier bis sechs Eier, die es einen Monat lang bebrütet. Die Kindheit eines Turmfalken ist ziemlich kurz: Nach nur vier Wochen lernen die Kleinen schon das Fliegen und sind mit acht Wochen erwachsen. Dann suchen sie sich schon ein eigenes Revier.

Wanderfalken: Es geht wieder aufwärts

Wanderfalken sind größer als Turmfalken. Ihr Rücken ist dunkel, ihr Bauch hell mit dunklen Querstreifen. (Foto: gemeinfrei)
Wanderfalke - Portrait
An einem Fernmeldeturm im Sauerland brüten Wanderfalken. (Foto: Martin Lindner cc-by-sa 3.0)
Wanderfalken-Küken im Nistkorb
('Foto: Manfred Nieveler / piclease)
Wanderfalke auf Ast

Knapp 1000 Wanderfalken-Pärchen brüten in Deutschland. Zum Glück - denn noch vor etwa 30 Jahren waren die Vögel bei uns fast ausgestorben. Schuld daran waren vor allem bestimmte Gifte in der Landwirtschaft. Die sind heute verboten und der Wanderfalke erholt sich wieder.

Auch in der Wahl seiner Brutplätze ist der Wanderfalke weniger anspruchsvoll als früher, als es ihn fast nur in natürlichen Felsen oder Steinbrüchen gab. Seit Vogelschützer begonnen haben, an hohen Gebäuden, Schornsteinen oder Masten geeignete Nistkästen und -körbe anzubringen, brüten Wanderfalken auch in der Stadt.

Wanderfalken jagen Singvögel. Dazu haben sie zwei erfolgreiche Jagdmethoden entwickelt: Entweder kreisen sie in großer Höhe und warten darauf, dass ein Singvogel unter ihnen entlang fliegt. Sofort stürzen sie sich mit hoher Geschwindigkeit auf die Beute. Im Sturzflug können Wanderfalken bis zu 300 Stundenkilometer schnell fliegen! Auch von einem Ansitz aus können Wanderfalken jagen. Dann lauern sie den Vögeln auf und greifen sie von hinten an. In der Stadt jagen Wanderfalken vor allem Tauben.

Woran kann man Falken erkennen?

Im Rüttelflug hält der Turmfalke Ausschau nach Beute. (Foto: Manfred Nieveler / piclease)
Turmfalke im Rüttelflug

Turmfalken sind sehr kleine Greifvögel. Besonders typisch für sie ist ihr "Rüttelflug". Dabei "stehen" sie mit schnellen Flügelschlägen über Wiesen und Feldern in der Luft. So halten sie Ausschau nach Feldmäusen und Wühlmäusen.Wanderfalken sind etwas kleiner als ein Bussard. Besonders berühmt sind sie für ihren schnellen Sturzflug, mit dem sie Singvögel erbeuten. Turmfalken und Wanderfalken haben auf der Unterseite schwarze Querbänder und Flecken im hellen Gefieder. Daran kannst du sie von anderen Greifvögeln unterscheiden.

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(Foto: gemeinfrei)
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