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Tiefseeforschung

Tiefseeforschung: Wissenschaftler untersuchen Meeresboden in 4000 m Tiefe

Das Forschungsschiff "Meteor" startet jetzt in Panama zu einer vierwöchigen Forschungsreise auf dem Atlantik.(Foto: gemeinfrei)
Forschungsschiff Meteor
Dieser Barten-Drachenfisch lebt in der Tiefsee, in die kein Licht mehr vordringt. Mit den Leuchtorganen hinter seinen Augen kann er Beute oder Partner anlocken.(Foto: gemeinfrei)
Barten-Drachenfisch in der Tiefsee
Ein Tiefsee-Anglerfisch. (Foto: Theodore W. Pietsch cc-by 3.0)

Die Tiefsee ist in großen Teilen noch unerforscht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie von vielen bisher noch unentdeckten Arten bevölkert wird. Aber welche Lebewesen das genau sind, wissen die Forscher nicht. Um etwas mehr über das Leben in den Tiefen des Atlantiks herauszufinden, startet das Forschungsschiff "Meteor" jetzt von Panama aus zu einer vierwöchigen Fahrt.

Die Wissenschaftler an Bord interessiert vor allem, wie es die Lebewesen schaffen, sich an den extrem hohen Druck in der Tiefsee anzupassen und wie sie mit dem geringen Nahrungsangebot zurecht kommen. Außerdem wollen die Forscher wissen, ob und wie sich die Lebewesen in großer Tiefe an die Auswirkungen des Klimawandels anpassen. "Dieses Wissen möchten wir gerne ans Licht befördern“, erklärt der Leiter der Expedition, Prof. Dr. Hartmut Arndt von der Universität Köln. Besonders Einzeller und Bakterien sind für die Forscher interessant, weil diese für den Abbau von Schadstoffen im Meer verantwortlich sind.

Um an die Einzeller, Bakterien und Tiere in der Tiefsee heranzukommen, müssen die Forscher mit einem U-Boot in 4000 Meter Tiefe tauchen. Mit einem speziellen Greifarm können sie dann Boden und Wasser aufnehmen und deren Inhalt noch in der Tiefe untersuchen.

Nach einem Monat Forschungsfahrt wird die "Meteor" am 8. August auf der anderen Seite des Atlantiks, in Kap Verde vor der afrikanischen Küste, wieder in den Hafen einlaufen.

Hier kannst du die aktuelle Position der "Meteor" sehen.

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