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Lexikon

Beuteltiere


(Foto: gemeinfrei)
Koala mit Jungtier

Was haben Kängurus, Opossums, Wombats und Koalas gemeinsam? Sie gehören zu den Beuteltieren. Beuteltiere sind Säugetiere - aber ganz besondere.

Woher haben die Beuteltiere ihren Namen?

Ein Graues Riesenkänguru mit Jungtier im Beutel. (Foto: fir0002 | flagstaffotos.com.au GFDL 1.2)
Känguru mit Jungtier im Beutel

Alle Beuteltiere bringen ihren Nachwuchs sehr früh zur Welt. Während andere Säugetiere monatelang schwanger sind, dauert die Tragzeit bei den Beuteltieren nur wenige Tage. Wenn die Jungen geboren werden, sind sie noch längst nicht fertig: Nur einige Millimeter bis wenige Zentimeter groß, sind sie nackt und blind und ihre Organe noch nicht vollständig. Trotzdem schaffen es die Winzlinge, sich vom Geburtskanal bis in den Beutel der Mutter zu arbeiten. Dort packen sie eine Zitze, die sie wochenlang nicht mehr loslassen.

Wenn die Jungtiere größer werden, bleiben sie nicht mehr ständig im Beutel. Eine Weile lang klammern sie sich noch an der Mutter fest und werden von ihr getragen.

Wieviele Beuteltiere gibt es und wo leben sie?

Das Opossum ist das einzige Beuteltier Nordamerikas. (Foto: Cody Pope cc-by-sa 2.5)
Opossum auf Baum
Größtes Beuteltier der Erde: Das Rote Riesenkänguru. (Foto: gemeinfrei)
Rotes Riesenkänguru im Zoo
Der größte Räuber unter den Beuteltieren ist der Tasmanische Teufel. (Foto: KeresH GFDL)
Beutelteufel mit roten Ohren
Dickschwanz-Schlafbeutler gehören zu den wenigen Beuteltieren, die Winterschlaf halten. (Foto: Phil Spark cc-by-sa 2.0)
Schlafbeutler im Baum

Es gibt 260 verschiedene Beuteltier-Arten. Die allermeisten davon leben in Australien und Neuguinea. Einige Beuteltierarten gibt es auch in Südamerika und Mittelamerika. Das Nordopossum ist das einzige Beuteltier Nordamerikas. In Europa und Afrika gibt es keine Beuteltiere.

Größtes Beuteltier

Das größte Beuteltier ist das australische Rote Riesenkänguru. Es wird 1,80 m groß und hat keine natürlichen Feinde. Rote Riesenkängurus leben in der australischen Halbwüste und fressen Gras und Blätter. Die Hüpfer brechen alle Rekorde: 3 Meter hoch und 9 Meter weit kann ein Riesenkänguru springen. Dabei wird es bis zu 60 Stundenkilometer schnell.

Größter Beutelräuber

Das größte Raub-Beuteltier ist der Tasmanische Beutelteufel. Ihn gibt es nur auf der Insel Tasmanien vor Australien. Der Name ist Programm: Tasmanische Teufel haben ein pechschwarzes Fell und bekommen bei Aufregung knallrote Ohren. Ausserdem sind sie sehr aggressiv.

Kleinstes Beuteltier

Zu den kleinsten Beuteltieren gehört der Dickschwanz-Schlafbeutler. Er wird nur sieben bis neun Zentimeter groß und höchstens 43 Gramm schwer. Der Kletterer lebt in Wäldern und Heidelandschaften an der Südostküste Australiens und ernährt sich von Nektar und Pollen bestimmter Blütenpflanzen.

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(Foto: gemeinfrei)
Islandpferd mit Fohlen

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(Grafik: BfN)
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Steckbrief Tasmanischer Teufel

(Foto: Wayne Mc. Lean cc-by-sa 2.0)
Tasmanischer Teufel zeigt Zähne

Verbreitung:
Tasmanien.

Lebensraum:
Wald und offene Landschaften

Größe:
90 cm mit Schwanz

Gewicht:
8 kg.

Nahrung:
Kleine Säugetiere, Vögel, Frösche, Reptilien, Insekten. Häufig fressen Beutelteufel Aas.

Anzahl Junge:
Bis zu 30, von denen jedoch nur vier überleben können, da Teufelweibchen nur vier Milchzitzen haben.

Wissenschaftlicher Name:
Sarcophilus harrisii

 

Steckbrief Rotes Riesenkänguru

Verbreitung:
Australien.

Lebensraum:
Halbwüste, Steppe, Buschland.

Größe:
Bis 1,80 hoch.

Gewicht:
30 bis 55 kg.

Nahrung:
Gras, Blätter, Baumrinde.

Anzahl Junge:
1 bis 2.

Wissenschaftlicher Name:
Macropus rufus