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Lexikon

Vögel bestimmen

Aufgepasst: Piepmätze im Großeinsatz

Ein Rotkehlchen. (Foto: gemeinfrei, cc0)
Rotkehlchen auf einem Ast
Vogelbeobachter haben jetzt Hochsaison. (Foto: gemeinfrei, cc0)
Junge mit Fernglas
Wenn die Äste noch kahl sind, kannst du die Vögel gut beobachten. Hier siehst du eine Goldammer. (Foto: Sixta Görtz)
Goldammer auf einem Ast

Das Frühjahr ist die beste Zeit für Vogelbeobachter. Dann sind die Piepmätze nämlich unermüdlich im Einsatz: Sobald die besten Reviere verteilt sind, beginnen Paarung und Nestbau. Bei manchen Vogelfamilien ist sogar schon der Nachwuchs unterwegs. Zu keiner anderen Zeit im Jahr ist der Vogel-Terminplan so vollgepackt wie im Frühling. Und dabei zwitschern, rufen und singen die kleinen Schreihälse um die Wette.

Vögel gibt's überall

Vögel zu bestimmen ist gar nicht schwer - zumindest für alle Naturdetektive, die gut stillsitzen können. Mit ein bisschen Übung kannst du bald viele verschiedene Vögel in deiner Nähe entdecken. Vögel gibt es nämlich überall - im Wald, auf Wiesen, in Feuchtgebieten, im eigenen Garten und sogar in der Großstadt. Deshalb schnapp dir ein Fernglas und ab nach draußen!

Wie erkennt und bestimmt man Vögel?

Ein Star kann Vogelstimmen und Alltagsgeräuse nachahmen. (Foto: Segovax / pixelio.de).
Singender Star.
Gut zu erkennen: Das bunte Gefieder des Eisvogels. (Foto: Lukasz Lukasik cc-by-sa)
Eisvogel.
Mist, weg ist sie. Die kleine Schwanzmeise hat sich durch eine Bewegung erschreckt. Wer Vögel beobachten will, muss sehr gut stillhalten können. (Foto: Sixta Görtz)
Schwanzmeise fliegt davon

Eine Bachstelze wippt meistens mit dem Schwanz, eine Meise kann an den dünnsten Zweigen herumturnen, Amseln singen oft von hohen Punkten aus und ein Bussard fliegt am Himmel große Kreise. Um all dies erkennen zu können, braucht es vor allem Geduld und ein Fernglas. Mit einem guten Bestimmungsbuch oder einer Vogel-App für dein Smartphone dazu bist du perfekt ausgestattet. Am besten beobachtest du Vögel, indem du dir ein gemütliches Plätzchen suchst, an dem du es auch länger aushalten kannst. Zieh dich warm an und setz dich mit dem Rücken zur Sonne. Und dann: Möglichst nicht mehr bewegen. 

Die wichtigsten Merkmale

Die wichtigsten Merkmale für die Bestimmung von Vögeln sind der Lebensraum, die Farbe des Gefieders, die Körpergröße und der Gesang. Mit dem Fernglas kannst du die Farbe und die Körpergröße gut unterscheiden. Außerdem kannst du Abstand halten, so dass die Tiere ungestört bleiben und nicht davon flattern. Das Bestimmungsbuch hilft dir dabei, die Vögel richtig einzuordnen. Gute Bestimmungsbücher sind so übersichtlich aufgebaut, dass du die wichtigsten Merkmale auf den ersten Blick erkennen kannst. Für die Apps brauchst du zwar am Anfang ein bisschen Übung, aber dann haben sie den Vorteil, dass du durch ein paar Klicks deine Suche eingrenzen kannst und dann nur noch einige passende Arten angezeigt bekommst. Das ist für Anfänger eine sehr gute Hilfe.

Vogelstimmen erkennen

Singendes Goldammer-Männchen. (Foto: Chris Romeiks, www.vogelartinfo.de)
Singendes Goldammermännchen im Abendlicht.

Die meisten Vögel hört man, bevor man sie sieht. Deshalb beginne deine Vogelbeobachtung mit den Ohren. Lausche kurz, bevor du mit dem Fernglas nach dem Besitzer der Stimme suchst. Wenn du das ein paarmal gemacht hast, wird es dir ganz leicht fallen, die Vogelstimmen zu erkennen. Eine gute Hilfe dabei sind Vogelstimmen im Internet. Dort kannst du den Vögeln beim Singen zuhören. In vielen Städten werden auch Vogelstimmen-Ausflüge angeboten. Da gehen dann Erwachsene mit, die sich mit Vögeln gut auskennen. So lernst du, Vögel an ihrem typischen Ruf zu erkennen.

Warum singen Vögel eigentlich?

Bei den Amseln singen nur die Männchen. Sie verteidigen so ihre Revier. (Foto: gemeinfrei cc0)
Singendes Amselmännchen auf einem Zweig.

Hoch auf dem Dachfirst sitzt ein Amsel-Männchen und singt, als wolle es beim Casting gewinnen. Aber der Eindruck täuscht: Dem Vogel ist ganz egal, wie wir seinen Gesang finden. Mit seinen Flötentönen sagt er den anderen Amsel-Männchen: "Hier ist mein Revier! Ihr habt hier nichts zu suchen!" Der Gesang ist die Sprache der Vögel.

Achtung, Gefahr!

Doch Amseln können nicht nur singen. Sie haben auch Rufe für Gefahr und warnen damit ihre Artgenossen. Schnelle hohe Töne bedeuten: "Achtung, Gefahr aus der Luft!". Andere Vögel wissen, dass sie sich im Gebüsch verstecken müssen. Ein Warnruf aus tiefen, meckernden Tönen heißt: "Achtung, Gefahr am Boden!" - und die Vögel fliegen hoch. Diese Unterscheidung kann Leben retten!

Mitmach-Aktionen für Vogelbeobachter

Eine Blaumeise. (Foto: gemeinfrei, cc0)
Blaumeise auf einem Ast
Ein Gimpel. (Foto: Francis C. Franklin xx-by-sa 3.0)
Ein Gimpel.

Rund um die Vogelbeobachtung gibt es interessante Aktionen, bei denen du mitmachen kannst:

Stunde der Gartenvögel

Bei dieser Aktion vom NABU geht es darum, innerhalb einer Stunde alle Vogelarten zu notieren, die man im eigenen Garten, vom Balkon aus oder auf dem Schulhof entdeckt. Die Stunde der Gartenvögel findet immer an einem Wochenende Anfang Mai statt. Mitmachen kann jeder.

Mehr Infos hier.

Vogelrennen

Eine witzige Aktion für fortgeschrittene Vogelkenner ist das Birdrace, das der Dachverband der Deutschen Avifaunisten (Vogelkundler) jedes Jahr veranstaltet. Die Teilnehmer versuchen, an einem Tag im Frühling möglichst viele verschiedene Vogelarten zu entdecken. Das Siegerteam von 2014 hat es tatsächlich auf 164 Arten gebracht! Auch beim Birdrace kann jeder mitmachen. Es gibt aber extra Nachwuchsteams, die in einer eigenen Kategorie starten. Mach doch mal mit!

Hier geht es zur Anmeldung.

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Mach mit beim Quiz!

(Foto: gemeinfrei cc0)
Kind mit Fernglas

Welche Vögel sind das?

Zum Vogel-Quiz

Noch mehr Vogelstimmen

Die Kinderseite des Bayerischen Rundfunks verrät dir, wie du dir einige Vogelgesänge besser merken kannst:

Zur Kinderseite des Bayerischen Rundfunks

Hier findest du mehr als 200 Rufe und Gesänge von heimischen Singvögeln:

Zu den Vogelstimmen.

Am besten nutzt du solche Internetseiten mit einem kleinen Trick: Wenn du unterwegs einen Vogel hörst, dann nimm die Stimme einfach mit dem Smartphone auf und bestimme den Vogel später zu Hause am PC.

Hol dir die passende App!

(Foto: Sixta Görtz)
Die Vogelführer-App vom Nabu

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat eine kostenlose App entwickelt, mit der du Vögel leicht bestimmen kannst. Sie ist gut für Anfänger geeignet, enthält aber keine Vogelstimmen. Frage deine Eltern, ob du die App herunterladen darfst.

Hier geht es zum NABU.

Weiterlesen...

Wenn du mehr über Greifvögel wissen willst, lies hier nach:

Zu den Greifvögeln.

Hier kannst du mehr über Zugvögel erfahren:

Zu den Zugvögeln.

Was du tun kannst, wenn Vogelkinder aus dem Nest fallen, erfährst du hier:

Zu den Vogelkindern.

Tipps für die artgerechte Fütterung der Vögel im Winter gibt es hier:

Vögel artgerecht füttern.

Wieso frieren Vögel nicht an den Füßen? Die Antwort findest du hier:

Warum Vogelfüße immer kalt sind.