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Lexikon

Dachs


Die Fellfarbe im Dachsgesicht macht den Marder unverwechselbar. (Fotos: Templermeister / pixelio)
Dachs aus der Nähe.

Dachse sind unsere größten Marder. Mit 15 Kilogramm Körpergewicht erinnern sie eher an einen kleinen Bären als an einen Marder. Bis zu einem Meter lang können ausgewachsene Dachse werden. Den Tag verbringen sie in ihrem weit verzweigten Bau, aber nachts gehen sie auf Streife.

Auf Nummer Sicher: Heimlichtuer Dachs

Moppeliger Schnüffler - Dachse sind Allesfresser. (Foto: Templermeister / pixelio)
Dachs auf Nahrungssuche.
Dachs im Winter. (Foto: Templermeister / pixelio)
Dachs im Winter.

Obwohl er hier bei uns weit verbreitet ist, bekommt kaum jemand den Dachs zu Gesicht. Tagsüber versteckt er sich in seinem Bau unter der Erde. Erst in der Nacht geht er auf Futtersuche. Schade eigentlich, denn der Dachs ist ein imposanter Kerl: Länger als ein Rotfuchs, massiger als jeder andere Marder und mit einer schwarzweißen Fellzeichnung im Gesicht.

Auch nachts ist der Dachs ein Heimlichtuer. Wenn er zu seinen nächtlichen Streifzügen startet, dann schnüffelt er erst einmal gründlich in die Runde und macht sich erst dann auf die Nahrungssuche. Dabei bleibt er immer auf den gleichen Trampelpfaden und ist stets vorsichtig: Häufig unterbricht er seine Suche, um zu sichern. Dann streckt er die Schnauze in die Luft und nimmt mit seinem guten Geruchssinn Witterung auf. Wenn er einen Feind erschnüffelt, ist er blitzschnell verschwunden - trotz seiner behäbigen Figur.

Der Dachsbau: Mehrfamilienhaus für viele Generationen

Dachs auf Nahrungssuche. (ÄFoto: Chris P. cc-by 2.0)
Dachs in der Nacht
Füchse wohnen manchmal in Dachsbauten. (Foto: Dieter Haugk / pixelio.de)
Rotfuchs

Ihr ganzes Leben lang bauen Dachse ihre unterirdischen Wohnungen aus. So verzweigen sich die Bauten immer mehr - manchmal über Hunderte von Metern. Im Inneren in ungefähr fünf Metern Tiefe befinden sich die Wohnkessel, die von innen mit Moos und Laub ausgepolstert sind. In einem Bau wohnen mehrere verwandte Familien. Je mehr Dachse in einem Bau leben, desto weiter wird er ausgebaut und desto mehr Eingänge bekommt er - bis zu 60 wurden schon gezählt. Forscher vermuten, dass es Dachsbauten gibt, die über Jahrhunderte hinweg bewohnt werden.

Auch Untermieter fühlen sich im Dachsbau wohl: Füchse und Kaninchen suchen sich gerne eine Bleibe beim Dachs. Das Zusammenleben funktioniert meistens harmonisch, denn Fuchs und Dachs kommen sich beim Jagen nicht in die Quere.

Halten Dachse Winterschlaf?

Dachse halten keinen echten Winterschlaf. Sie ruhen höchstens, kommen aber in manchen Nächten aus ihrem Bau und suchen nach Futter. Auch auf's Klo gehen sie zwischendurch. Ihr Geschäft erledigen die reinlichen Tiere nämlich nicht im Bau, sondern draußen. Anschließend wird alles ordentlich verbuddelt - ein Dachsbau ist eine saubere Sache.

Welche Tiere gehören zu den Untermietern der Dachse?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Füchse und Hasen
B Füchse und Feldmäuse
C Füchse und Kaninchen

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Steckbrief Europäischer Dachs

(Foto: Templermeister / pixelio.de)
Dachsgesicht

Familie:
Marder

Vorkommen:
Europa

Größe:
bis zu 1 Meter

Lebensraum:
Wald, Feldgehölze

Nahrung:
Pilze, Früchte, Schnecken, Regenwürmer, Jungvögel,  Amphibien, kleine Säugetiere.

Feinde:
Keine natürlichen

Anzahl Junge:
zwei bis fünf mit weißem Fell, das erst später grau wird

Wissenschaftlicher Name:
Meles meles

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(Foto: gemeinfrei)
Eisbärenjunge vor einer Schneehöhle

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