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Lexikon

Wie wird der Feldhase zum Osterhasen?


Ein Feldhase. (Foto: Ibefisch / pixelio.de)
Feldhase auf der Wiese.
An den langen Ohren mit den schwarzen Enden kannst du den Hasen gut erkennen. (Foto: Grey59 / pixelio.de)
Feldhase, Portrait.

Der Feldhase gilt als scheu und sehr schnell. Beides stimmt - und doch auch wieder nicht. Die meiste Zeit über sind Feldhasen tatsächlich scheu. Die Tage verbringen sie in Bodenmulden, den sogenannten Sassen. Erst in der Dämmerung wagen sie sich heraus, um zu fressen.

Doch wenn sie sich paaren wollen, dann verlieren die Hasenmännchen alle Scheu. Am hellichten Tag werden mitten auf freiem Feld Boxkämpfe ausgetragen. Meistens kann man die Tiere deshalb wunderbar dabei beobachten.

Die Männchen jagen sich und boxen einander mit den Vorderpfoten. Wer siegt, darf sich paaren. Drei- bis viermal im Jahr können Häsinnen Nachwuchs bekommen - bis zu fünf Junge gleichzeitig. Die Kleinen sind schon bald selbstständig und verlassen die Sasse.

Auch die Schnelligkeit des Hasen ist sprichwörtlich. Häufig sieht man Feldhasen, wie sie Haken schlagend über ein Feld rennen. Dabei sollen sie bis zu 70 Stundenkilometer schnell werden können. Viel lieber ist den Hasen jedoch, wenn sie gar nicht erst entdeckt werden. Deshalb harren sie oft bis zur letzten Sekunde geduckt in ihrer Sasse aus. Dann schnellen sie aus der Deckung und flitzen los. Oft können sie ihren Feinden so ein Schnippchen schlagen.

Exklusives Interview mit dem Osterhasen!

Hübsch bemalt und dann versteckt...(Foto: Claudia Hautumm / pixelio)
Bunte Ostereier im Gras.

Dem Team der Naturdetektive ist es gelungen, sich mit einem seltenen Vertreter der Gattung "Hase" zu unterhalten. Unser Gesprächspartner wollte unerkannt bleiben. Deshalb können wir euch leider kein Foto von ihm zeigen. Aber wir sind stolz, euch an dieser Stelle das aufschlussreiche Interview zu präsentieren:

Naturdetektive: Lieber Osterhase, vielen Dank für Ihre kostbare Zeit. Sicher haben Sie jetzt sehr viel zu tun...

Osterhase: Oh ja, das stimmt. Meine Kollegen und ich arbeiten im Moment 24 Stunden am Tag.

Naturdetektive: Wie bereiten Sie sich denn auf das Osterfest vor?

Osterhase: Nun, die Vorbereitung beginnt gut einen Monat vor dem Fest. Bei unseren Zulieferern, den Hühnern, bestellen wir deutschlandweit etwa drei Millionen Eier.  Sie werden exakt zwei Wochen vor Ostern gelegt. Unsere Kuriere holen die frische Ware von den Höfen ab und bringen sie in unsere Werkstätten. Hier sitzen wir in drei Schichten rund um die Uhr an den Zeichentischen.

Naturdetektive: Und was passiert dann?

Osterhase: Wenn alle Eier bunt bemalt sind, füllen wir unsere Kiepen. Das dauert meistens bis spät in die Nacht vor Ostersonntag. Früh morgens machen wir uns dann auf den Weg und verstecken die Eier - gerne in bereit gestellten Osternestern. Dabei achten wir sehr darauf, dass wir nicht gesehen werden. Sie wissen, Hasen sind scheue Tiere. Das gilt besonders für unsere Berufsgruppe.

Naturdetektive: Ist jeder Feldhase ein Osterhase?

Osterhase: Oh nein, was denken Sie? Dazu braucht man großes Zeichentalent. Nur die besten Hasenkinder werden in die Hasenschule aufgenommen.

Naturdetektive: Gibt es auch Osterhäsinnen?

Osterhase: Aber natürlich. Bei uns Osterhasen sind Männchen und Weibchen gleichberechtigt. Das war schon immer so. Bei den Menschen hat sich leider die männliche Bezeichnung durchgesetzt. Unsere Kolleginnen hatten deswegen sogar schon einen Streik geplant. Aber so etwas ist natürlich schwierig, wenn man unerkannt bleiben will und keiner etwas vom Streik bemerkt ...

Naturdetektive: Und was machen Sie während des übrigen Jahres?

Osterhase: Das, was alle anderen Feldhasen auch machen: Wir suchen uns einen Partner, bekommen Junge und ziehen sie groß. Und hoffen natürlich immer, dass einer aus dem Wurf zum Osterhasen taugt.

Naturdetektive: Lieber Osterhase, vielen Dank für das Gespräch!

 

Wie heißt der große Korb, mit dem man Lasten auf dem Rücken tragen kann?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Rucksack
B Kiepe
C Tüte

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Ostern

Ooh, Ostereier! (Foto: Sixta Görtz)
Kind mit Ostereiern.

Warum feiern wir eigentlich Ostern und was haben Hase und Ei damit zu tun?

Ostern ist ein kirchlicher Feiertag. An diesem Tag feiern die Christen, dass Jesus Christus von den Toten auferstanden ist.

Aber wie stehen nun Hase und Eier damit in Verbindung? Das Osterfest ist immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. Der Hase gilt als Frühlingsbote. Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Frühling einleiten sieht man ihn über die Felder hoppeln. Er ist auch ein Symbol für Fruchtbarkeit und neues Leben, da eine Häsin mehrmals im Jahr bis zu fünf Junge zur Welt bringen kann. Auch das Ei steht für neues Leben. Deshalb schenkt man sich zu Ostern Schoko-Hasen und bunt bemalte Ostereier.


Weitere spannende Infos rund um Ostern, Osterhasen und Ostereier, findet ihr bei KiKa und bei Logo!

Wenn du wissen willst, wie du Hasen und Kaninchen unterscheiden kannst, dann

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