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Lexikon

Gartenteich


Naturnahe Gartenteiche sind Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Wo Kleingewässer fehlen, sind sie wertvolle Ersatz-Biotope - zum Beispiel in der Stadt. Besonders jetzt im Frühjahr ist im Gartenteich einiges los: Frösche und Molche aus der Umgebung kommen zum Laichen in den Teich und lassen sich dabei prima beobachten. Mal sehen, wer im Gartenteich zu Hause ist:

Kinderstube für die Molche

Ein Teichmolch-Männchen. (Foto: Sixta Görtz)
Teichmolch mit rotem Bauch und schwarzen Flecken.

Der Teichmolch ist unser häufigster Molch und in vielen Gartenteichen anzutreffen. Zur Laichzeit im April und Mai sind die Männchen ziemlich auffällig: Mit einem Kamm auf dem Rücken, einem leuchtend roten Bauch und großen dunklen Flecken am Körper beeindrucken sie die Weibchen. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier einzeln an Wasserpflanzen ab und rollen sie in den Blättern der Pflanzen ein. So ist der Nachwuchs relativ sicher vor Feinden - zum Beispiel vor dem gefräßigen Gelbrandkäfer. Nach wenigen Wochen schlüpfen die kleinen Molchlarven und machen nun ihrerseits Jagd auf kleine Wassertiere.

Spätestens im Juli verlassen die erwachsenen Molche den Teich. Jetzt leben sie an Land - am liebsten dort, wo es feucht ist, zum Beispiel unter Steinen. Zu dieser Zeit tragen die Männchen wieder ihre "Landtracht" - einheitlich dunkel und ohne Rückenkamm

Kleine Räuber: Libellenlarven

Diese Libelle ist gerade aus ihrer Larvenhülle geschlüpft. (Foto: Maria Lanznaster / pixelio.de)
Libelle und Larvenhülle an Schilfhalm.

Libellen verbringen die meiste Zeit ihres Lebens unter Wasser - als räuberische Larven. Sie machen Jagd auf kleine Fische, Kaulquappen und andere Insekten-Larven. Bis zu fünf Jahre lang bleibt die Libelle Kind, bevor sie sich an einem warmen Sommertag innerhalb von wenigen Stunden in einen bunt schillernden Flugkünstler verwandelt. Sobald sie erwachsen geworden ist, paart sie sich und legt ihre Eier im Wasser ab - kurz darauf ist ihr Leben beendet. Das Leben als fliegendes Insekt dauert für die Libelle nur wenig Wochen.

Immer unterwegs: Wasserläufer

Wasserläufer. (Foto: cc-by-sa Aconcagua@wikipedia.de)
Wasserläufer auf der Wasseroberfläche.

Jedes Kind kennt sie, denn sie kommen an nahezu jedem Gartenteich vor: Wasserläufer - längliche Wanzen, die mit ihren langen Beinen auf dem Wasser umherlaufen. Doch wie machen sie das? Wieso gehen die Wasserläufer nicht unter?

Sie haben einen einfachen Trick: Winzige wasserabweisende Härchen! Diese sitzen am ganzen Körper und an ihren sechs langen Beinen. So können die Wasserläufer die Oberflächenspannung des Wassers ausnutzen. Alle anderen Insekten, die die Wasserfläche mit einer Landebahn verwechseln, haben Pech. Denn die Wasserläufer warten nur auf sie: Sie nehmen die Bewegungen eines strampelnden Insekts an der Wasseroberfläche wahr, schlagen blitzschnell zu und erbeuten so auch Insekten, die größer sind als sie selbst.

Wieso können Wasserläufer auf dem Wasser laufen?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Weil sie so leicht sind.
B Weil ihr Körper mit wasserabweisenden Härchen bedekt ist.
C Weil sie gut schwimmen können.

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