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Lexikon

Für immer treu


Lebenslang treue Partner - gibt es die auch im Tierreich? Das ist die Frage, mit der wir Naturdetektive uns in diesem Artikel beschäftigen wollen. 

Bei den meisten Tierarten verläuft die Partnerschaft zwischen Männchen und Weibchen so: Zur Paarungszeit werben die Männchen mehr oder weniger auffällig um eine Gefährtin. Haben sich zwei Partner gefunden, erfolgt die Paarung. Bis die Jungen das Licht der Welt erblickt haben, ist die Partnerschaft längst beendet. Für den Erhalt der Art ist dieses Vorgehen vorteilhaft: Auf diese Weise können sich die Männchen während der Paarungszeit mehrfach fortpflanzen - und nahezu alle Weibchen einer Art bekommen Nachwuchs.

Doch das ist nicht bei allen Tieren so. Manche Paare bleiben ein Leben lang zusammen. Man nennt diese Lebensweise "monogam". Einige monogam lebende Tierarten wollen wir euch vorstellen.

Lebenslange Treue beim Schwanenpaar

Ein Höckerschwan auf dem Nest. (Foto: Andreas Trepte, www.photo-natur.de)
Höckerschwan auf Nest im Wasser

Schwäne bleiben lebenslang mit demselben Partner zusammen und beziehen jedes Jahr dasselbe Nest. Vor Beginn der Brutzeit reparieren sie ihr Nest und polstern es mit frischem Material aus. Dabei helfen sie sich gegenseitig.

Nach dem Schlüpfen der Jungen kümmern sich beide Partner um deren Aufzucht. Häufig sieht man sie dann als Familie beim Ausflug auf`s Wasser. Beide Eltern begleiten die Jungen. Wer eine Pause braucht, darf ein Weilchen auf dem Rücken der Eltern mitfahren.

Bis zur Brutzeit im nächsten Jahr bleibt die Familie zusammen. Erst dann müssen die jungen Schwäne ihre Eltern verlassen und sich selbst einen Partner suchen.

Familienbande beim Biber

Ein Biber. (Foto: cc-by-sa Stevehdc@wikipedia.de)
Hockender Biber

Ein richtiges Familienleben mit Eigenheim und großer Kinderschar pflegen die Biber. Wenn im Mai der Nachwuchs kommt, leben auch die Jungen aus dem Vorjahr noch im Biberbau. Sie helfen kräftig bei der Aufzucht ihrer kleinen Geschwister. Für die zweijährigen Geschwister jedoch ist im Mai der Zeitpunkt gekommen, an dem sie ausziehen und sich ein eigenes Revier und den passenden Partner für`s Leben suchen müssen. Mit Muttersöhnchen wird nicht lange gefackelt: Wer nicht von alleine auszieht, wird noch vor der Geburt der Jüngsten von den Eltern vertrieben.

Und bei Familie Affe?

Ein Weißhandgibbon. (Foto: cc-by-sa Matthias Trautsch@wikipedia.de)
Weißhandgibbon im Zoo.

Obwohl man es bei unseren nächsten Verwandten, den Menschenaffen, nicht erwarten würde, pflegen Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans wechselnde Partnerschaften.  Anders die Gibbons: Diese Affen, die in den Regenwäldern in Südostasien leben, binden sich zeitlebens an denselben Partner. Alle zwei bis drei Jahre bekommen die Gibbons Nachwuchs, der gemeinsam mit Eltern und Geschwistern aufwächst. Erst nach dem Ende der Pubertät und dem Erreichen der Geschlechtsreife verlassen die jungen Gibbons die Familie. Bei Nesthockern allerdings verstehen die Eltern keinen Spaß: Wer jetzt immer noch an Mamas Rockzipfel hängt, wird aus dem Revier gejagt.

Für die Partnersuche nehmen sich junge Gibbons viel Zeit: Bis zu drei Jahre können vergehen, bis ein passendes freies Revier und der richtige Partner gefunden sind.

Wenn zwei Partner ein Leben lang zusammenbleiben, dann leben sie...
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A monopol
B monophon
C monogam

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