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Lexikon

Tierische Schlafmützen


Alle Tiere müssen irgendwann mal schlafen. Aber wie bei den Menschen gibt es auch bei den Tieren Nachteulen und Schlafmützen, Morgenmuffel und Frühaufsteher. Wie die Tiere es mit dem Schlafen halten, erfahrt ihr hier.

Die Schlafmützen im Tierreich

Sie schlafen gerne gesellig: Fledermäuse. (Foto: Susan Sümer / pixelio.de)
Fledermäuse in einer Tropfsteinhöhle.
Fleißiger als sein Ruf: Das Faultier. (Foto: gemeinfrei)
Faultier am Baum.
Löwen sind Langschläfer.(Foto: Ulla Trampert / pixelio.de)
Schlafendes Pferd.

Fledermäuse

Zu den Langschläfern gehören zum Beispiel die Fledermäuse. Eng zusammengekuschelt schlafen sie bis zu 20 Stunden am Tag. In der Dämmerung aber geht's los: Dann flitzen die Tiere in Höchstgeschwindigkeit durch den Nachthimmel. Mit Hilfe von Ultraschall können sie sich dabei auch in stockfinsterer Nacht orientieren. Eine Zwergfledermaus schafft es sogar, mit einer Geschwindigkeit von 20 Stundenkilometern durch das dichte Blätterdach einer Baumkrone zu flitzen, ohne ein einziges Blatt zu berühren!

So viel Action macht müde: Nach ein paar Stunden ist der Spuk vorbei und die Fledermäuse ziehen sich in ihr Schlafquartier zurück. Dabei mögen sie es gerne eng und gemütlich. Bis zu 60 Zwergfledermäuse können sich dann in einen einzigen Fledermauskasten quetschen!

Lies hier mehr über Fledermäuse.

Faultiere

Und die Faultiere? Wer so heißt, muss doch ein Langschläfer sein, oder? Nicht ganz. Zwar verschlafen Faultiere die Hälfte des Tages - aber auch, wenn sie wach sind, wirken sie ganz schön verschlafen. Das liegt an ihrem verzögerten Stoffwechsel. Faultiere ernähren sich nämlich ausschließlich von Blättern. Die sind aber so wenig nahrhaft, dass die Tiere ihre Energie gut einteilen müssen. Meistens sind sie im Energiespar-Modus unterwegs und bewegen sich so langsam, dass man es kaum bemerkt.

Katzen

Dass Katzen sich gerne ein warmes Plätzchen suchen und den Tag verschlafen, weiß jeder Katzenbesitzer. Auch in der freien Wildbahn sind manche Katzen echte Schlafmützen: Der Löwe zum Beispiel liegt viele Stunden am Tag träge im Schatten. Zusammen mit seinem Nachtschlaf kommt er dabei auf 14 Stunden! Glück für die Beutetiere: Solange die Löwen schlafen, haben sie weniger zu befürchten. Doch wenn es abends kühler wird, dann ist es mit der Ruhe vorbei: Dann gehen die Löwinnen im Rudel auf die Jagd. Dabei sind sie sehr geschickt und treiben die Beutetiere gemeinsam in die Enge. Ganz schön ausgeschlafen!

Nachteulen und Frühaufsteher

Delfine bleiben immer wachsam. (Foto: my84 / pixelio.de)
Delfin.
Pferde schlafen nur selten im Liegen.(Foto: Tanja Ritter / pixelio.de)
Liegendes Pferd.
Mauersegler schlafen im Flug.(Foto: Keta cc-by-sa 3.0@wikipedia.de)
Mauersegler im Flug.

Wale und Delfine

Es gibt Tiere, die nie richtig schlafen - zum Beispiel Wale und Delfine. Wenn sie tief schlafen würden, dann würden sie nämlich ertrinken. Als Säugetiere müssen sie regelmäßig an der Wasseroberfläche Luft schnappen. Deshalb schlafen Delfine nur mit einer Hirnhälfte und machen auch nur das eine Auge zu. Die andere Hälfte des Gehirns bleibt hellwach. Nach zwei Stunden wird gewechselt - dann darf die andere Hirnhälfte schlafen. So kann der Delfin nicht ertrinken - praktisch, was?

Pferde

Pferde sind Fluchttiere und ständig in Alarmbereitschaft. Das ist so sehr in ihren Genen verankert, dass selbst die Pferde, die ihr Leben sicher im Stall und auf der Weide verbringen, nur wenige Stunden richtig schlafen. Die meiste Zeit über dösen sie nur. Dann stehen die Augenlider auf Halbmast und ein Hinterhuf ist eingeknickt. In freier Wildbahn schlafen nie alle Pferde einer Herde gleichzeitig: Einige müssen immer Wache halten.

Vögel

Zugvögel sind die Meister im Nebenbei-Schlafen. Wenn sie ihre wochenlangen Reisen in den Süden unternehmen, dann können sie sich nicht jedes mal, wenn einer müde ist, ein Rastplätzchen suchen. Das würde viel zu lange dauern.Also machen Zugvögel einfach im Flug die Augen zu. Lange dauert so ein Blingflug aber nicht - die Vögel gönnen sich einfach immer mal wieder eine kleine Mütze voll Schlaf.

Warum bewegen sich Faultiere so schläfrig?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Weil sie faul sind.
B Weil sie ständig schlafen.
C Weil sie Energie sparen müssen.

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Mehr über tierischen Schlaf

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