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Lexikon

Libellen

Leben in zwei gegensätzlichen Welten

Libellen können in der Luft stehen oder blistzschnell die Flugrichtung wechseln. (Foto: Heinrich Lange / pixelio)
Libelle im Flug.
Eine Libelle schlüpft aus der Larvenhülle. (Fotos (2): Ulrich Velten / pixelio.)
Libelle bei der Schlupf. Der Unterkörper steckt noch in der Larvenhülle.
Fast geschafft.
Libelle bei der Schlupf.
Endlich: Die Libelle hat die Hülle verlassen. (Foto: Maria Lanznaster / pixelio9
Libelle auf einem Blatt, unter dem noch die Larvenhülle zu sehen ist.

Libellen sind geheimnisvolle Wesen. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie als Larve unter Wasser. Nur einen Sommer lang leben sie so, wie wir sie kennen: Als schillernder Flugkünstler.

Die Larven der Libellen

Die meisten Libellen-Arten legen ihre Eier im Wasser ab. Aus ihnen entwickeln sich die Larven. Hast du schon mal so eine Libellenlarve gesehen? Sie sehen ziemlich unheimlich aus. Wenn du sie auf die Hand nimmst, dann spürst du den harten Panzer und die spitzen Enden ihrer Beine. Libellenlarven sind kleine Räuber und machen Jagd auf andere schwimmende Insekten, Fische und Kaulquappen. So verbringen sie bis zu fünf Jahre unter Wasser.

Die Geburt einer Libelle

Da der Panzer der Libellenlarve nicht wachsen kann, muss sich das Tier immer wieder häuten. Aus der alten Haut schlüpft es dann jeweils ein bisschen größer. Vor ihrer letzten Häutung jedoch krabbelt die Larve an einer Wasserpflanze aufwärts bis über die Wasseroberfläche. Und plötzlich, nach ein paar Stunden, kämpft sich aus dem Larvenpanzer eine fertige Libelle. Noch sind ihre Flügel ganz zerknittert und sie muss ein wenig warten bis sie fliegen kann. Doch dann hebt sie sich in die Luft und schwirrt davon.

Libellen, die Flugkünstler

Auch die erwachsenen Libellen sind Räuber. Sie machen im Flug Jagd auf andere fliegende Insekten. Manche verspeisen sogar ihre eigenen Artgenossen. Sie packen ihre Beute mit den kräftigen Vorderbeinen und halten sie fest.

Nach der Paarung und der Eiablage stirbt die Libelle. Aber dann wächst im Wasser schon die nächste Generation heran.

Übrigens: Auch, wenn das viele denken - Libellen können nicht stechen. Manche können zwar wegen ihrer Größe ziemlich bedrohlich aussehen, sind aber völlig harmlos!

 

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Wenn du noch mehr über Libellen wissen willst, lies hier nach.

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Libellenaugen

(Foto: Rosel Eckstein / pixelio)
Libellenkopf, Nahaufnahme.

Wie viele andere Insekten auch, haben Libellen Facettenaugen. Damit können sie rundum sehen, ohne den Kopf drehen zu müssen. So erspähen sie nicht nur ihre Beute besser, sondern entkommen auch ihren Feinden blitzschnell.

Facettenaugen setzen sich aus vielen kleinen einzelnen Augen zusammen - bei Libellen können das mehr als 20.000 sein!

Bildergalerie

(Foto: Susanne Georgi)
Libelle

Mehr Bilder der schillernden Flugkünstler findest du hier.

Bist du auch mit der Kamera auf Libellenjagd? Dann schick uns deine Fotos an:

naturdetektive@bfn.de.

Die schönsten Bilder stellen wir in unserer Bildergalerie ein.