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Lexikon

Beeren und Früchte im Herbst

Der Herbst ist die Zeit des Sammelns: Pilze, Brombeeren, Hagebutten, Schlehe und Sanddorn geben leckere Gerichte, Säfte oder Marmeladen ab. Für alle, die gerne basteln, ist die Natur im Herbst ein Schlaraffenland, denn aus Kastanien, Eicheln, Zapfen und bunten Blättern kannst du tolle Kunstwerke herstellen. Übrigens sind auch viele Tiere jetzt im Sammelfieber, denn sie legen sich ihren Wintervorrat an.


Reife und unreife Brombeeren. (Foto: Christine Braune / pixelio)
Rote und schwarze Brombeeren am Strauch.
Steinpilz (Fotos (2): Torsten Rempt / pixelio)
Steinpilz auf Moosboden, Nahaufnahme.
Pfifferlinge
Pfifferlinge in der Gruppe auf Waldboden.
Esskastanien in der aufgeplatzten Hülle. (Foto: Cook / pixelio)
2 Esskastanien in der aufgeplatzten Hülle.

Ideen für Naturdetektive im Herbst

Brombeeren pflücken

Im September sind die Brombeeren reif. Wenn du sie sammeln willst, zieh am besten eine lange alte Hose und Gummistiefel an. Dann bist du vor den stacheligen Dornen gut geschützt. Sammle nur Früchte, die in Höhe deines Bauchnabels und höher wachsen. An tief hängenden Früchten könnten die winzigen Eier des Fuchsbandwurms kleben. Die sollte man lieber nicht essen.

Pilze sammeln

Pilze sammeln ist eine spannende Sache. Zwischen Moos und Blättern einen großen Steinpilz oder viele kleine Pfifferlinge zu entdecken - das ist so, als ob man gerade einen Schatz gefunden hätte. Wenn du Pilze sammeln gehst, nimm dir jemanden mit, der sich damit auskennt. Denn viele Pilze sind giftig und die sollte man kennen! Es gibt übrigens in vielen Städten Pilzkenner, die Kurse für Kinder anbieten. Die können dir dann genau zeigen, welche Pilze essbar sind und welche nicht.

Esskastanien suchen

Kennst du den Duft von frisch gebackenen Maroni? Die sind eine Köstlichkeit. Also: Wenn du in deiner Nähe einen Esskastanien-Baum kennst, dann nichts wie hin! Und eine große Tasche mitnehmen. Esskastanien sind flacher als Rosskastanien und ihre Schale wesentlich stacheliger. Wenn sie reif sind, platzt die stachelige Hülle aber auf, so dass du die Kastanien bequem einsammeln kannst.

Zu Hause schneidest du die Schale kreuzweise ein und wirfst die Kastanien für 5 Minuten in sprudelnd kochendes Wasser. Danach legst du die nassen Kastanien auf ein Backblech und backst sie 20 Minuten bei 200 Grad. Jetzt  lassen sie sich kinderleicht schälen. Zum SChluss einen kleinen Klumpen Butter auf der heißen Kastanie schmelzen lassen und ab in den Mund. Mmmmh!

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Vorsicht, Gift!

Nicht alle Beeren, die schön aussehen, sind essbar. Bei diesen Exemplaren heißt es: Hände weg! Alle hier abgebildeten Beeren sind giftig!

Deshalb: Wenn du Herbstfrüchte sammelst, dann pflücke nur die, die du genau kennst.

 

Samen, Nadeln und Rinde der der Eibe sind hoch giftig. (Foto: Karl-Heinz Liebisch / pixelio)
Eibenzweige mit roten Beeren.
Der Aaronstab ist zwar schön, aber giftig. (Foto: Carmen Amos / wikimedia)
Fruchtstand des Aaronstabs.
Die giftigen Früchte des Kirschlorbeers findet man meistens in Gärten. (Foto: Karin Schumann / pixelio)
Früchte des Kirschlorbeers.