Bundesamt für Naturschutz BfN

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Lexikon

Wildtiere im Wald

Kein Platz für wilde Tiere in unserem Wald?

Luchs mit Jungtier. (Foto: Catherine Estevez / pixelio)
Ein erwachsener Luchs im Vordergrund, im Hintergrund ein Jungtier.

Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland wieder Wölfe und Luchse, und auch der Elch kommt manchmal zu Besuch. Doch diese Tiere haben es schwer, bei uns heimisch zu werden.

Luchse in unseren Wäldern

Im Rahmen eines Naturschutzprojektes sind vor einigen Jahren im Harz Luchse ausgewildert worden. Mit Erfolg: Die Tiere haben Nachwuchs bekommen und neue Reviere besiedelt. Auch in anderen Bundesländern sind inzwischen Luchse aufgetaucht. Doch die Tiere haben ein Problem. Ein Luchs braucht viel Platz zum Leben. Und der ist in Deutschland knapp. Auf seinem Weg durch sein Revier muss er Straßen und Schienen überwinden und gerät dabei immer wieder in Gefahr. 

Es gibt aber auch gute Ideen, wie man dem Luchs helfen kann - nämlich durch die Vernetzung von Lebensräumen. Das bedeutet, dass zum Beispiel mehrere kleinere Wälder durch das Anpflanzen von Hecken miteinander verbunden werden. So könnte der Luchs gefahrlos vom einen in den anderen Wald wechseln.

 

Wölfe in der Lausitz

Ein Wolfspaar (Foto: cc-by-sa Gunnar Ries@wikipedia.de)
Wolfspaar auf einem Baumstumpf.
Wolfsportrait (Foto: Templermeister / pixelio.de)
Wolfsportrait.

Aus unseren Nachbarländern Tschechien und Polen sind vor einigen Jahren Wölfe nach Deutschland eingewandert. Sie leben in der Lausitz im Süden von Sachsen und Brandenburg. Die Wölfe sind geblieben und haben sogar Nachwuchs bekommen. Inzwischen leben in der Lausitz zwölf Wolfsrudel! Auch in anderen Gebieten in Deutschland sind Wölfe entdeckt worden. Insgesamt dürften in Deutschland zur Zeit über 100 Wölfe leben.

Wusstest du, dass Wölfe eigentlich gar keine Waldbewohner sind? Wölfe sind in offenen Graslandschaften zu Hause und schon mit wenig Wald zufrieden. Erst wir Menschen haben sie zu Waldbewohnern gemacht. In vergangenen Jahrhunderten haben die Menschen den Wolf stark verfolgt, weil sie Angst um ihre Nutztiere hatten. So hat er sich immer weiter in die Wälder zurückgezogen. Heute wird der Wolf nicht mehr gejagt und kann sich wieder aus seiner Deckung wagen. In der Lausitz lebt er hauptsächlich auf ehemaligen Truppenübungsplätzen, auf denen sich Heidelandschaft und Wald abwechseln.

Das Bundesamt für Naturschutz hat einige der Lausitzer Wölfe mit Sendern ausgestattet. So kann man die Wanderungen verfolgen, die die jungen Wölfe auf der Suche nach einem eigenen Revier zurücklegen.

Mehr darüber erfahrt ihr hier!

Wenn du dich im Wald gut auskennst, dann teste dein Wissen!

Hier geht`s zu unserem Waldquiz.

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Steckbrief Luchs

(Foto: Jens Bredenhorn / pixelio)
Luchs, Portrait.

Der Luchs ist eine Raubkatze. Trotzdem muss man vor ihm keine Angst haben, denn er lebt sehr versteckt. Menschen geht er aus dem Weg - und wenn du doch mal einen treffen solltest, dann bleib einfach stehen und freu dich darüber. Denn einen Luchs in freier Wildbahn zu sehen, ist hier bei uns äußerst selten! Der Luchs hat ein hellbraunes Fell mit dunkelbraunen Flecken. Du kannst ihn gut an seinen Pinselohren erkennen, mit denen er sehr gut hören kann. Er jagt Rehe, Füchse und Hasen.