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Lexikon

Ökologischer Fußabdruck


Mathis Wackernagel und William E. Rees hatten eine geniale Idee – sie wollten eine Methode entwickeln, wie man die eigene Lebensweise bezogen auf den CO²-Ausstoß und die damit verbundene Umweltbelastung darstellen kann.

Dafür wurde ein ökologischer Fußabdruckrechner programmiert, mit dem man seine eigene Auswirkung auf die Umwelt berechnen kann. Der Rechner setzt den aktuellen Ressourcenverbrauch und die vorhandenen Ressourcen ins Verhältnis. Somit erkennt man, welchen Einfluss die eigene Lebensweise auf den Ressourcenverbrauch hat.

Der Rechner

Weltkugel (Foto: cc-by-sa, Marvel @wikipedia.de)
Weltkugel

Der ökologische Fußabdruckrechner funktioniert wie folgt:

Er enthält Daten, wie z.B. den CO² Ausstoß, der freigesetzt wird, um bestimmte Produkte herzustellen. Aber auch der Transport von Produkten ist mit einem Ausstoß von Kohlenstoffdioxid (CO²) verbunden. Auch dazu hat der Rechner Daten gespeichert. Von Kleidung, über Nahrung bis hin zur täglichen Fortbewegung ist alles gelistet und wird berechnet: Wie viel Strom und Wasser verbraucht wird. Wie viel Land benötigt wird, um die Nahrung anzubauen, Tiere darauf zu halten oder für Wohnraum. Mit Hilfe der berechneten Daten wird dann ein auf euch zugeschnittenes Ergebnis erstellt. Dieses Ergebnis wird bei dem auf unserer Wochenwettbewerb-Internetseite verlinkten Rechner in Form von Erden oder Weltkugeln dargestellt. Die Weltkugeln stehen für die Ressourcen, die benötigt werden, um diesen Lebensstil und Lebensstandard zu ermöglichen.

Welchen Einfluss die Lebensweise auf den Ressourcenverbrauch hat:

Abgeleitete Chemikalien (Foto: cc-by-sa, Andrew Dunn @wikipedia.de)
Abgeleitete Chemikalien
Achtlos weggeworfener Müll (Foto: gemeinfrei, Bessawissa94 @wikipedia.de)
Achtlos weggeworfener Müll
Bio-Siegel (Logo: gemeinfrei, Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft @wikipedia.de)
Bio-Siegel

Es ist zum Beispiel besser, öfter in der Woche auf den Genuss von Fleisch zu verzichten. Denn es wird viel Land für die Tierhaltung benötigt. Allein für den Anbau von Futtermitteln sind riesige Ackerflächen notwendig. Für die Ackerflächen werden vielfältige Lebensräume wie Wiesen und Wälder zerstört. Wenn man Fleisch essen möchte, dann sollte es BIO-Fleisch sein, das aus der Region stammt. Dieses wird unter Einhaltung gewisser Regeln produziert. So dürfen die Tiere nicht ausschließlich mit Kraftfutter gefüttert werden. Eine artgerechte Haltung gewährleistet das Wohlergehen der Tiere. Der Einsatz von Antibiotika ist nicht erlaubt. Generell ist es besser, Produkte aus der Region zu kaufen, da diese in der Regel keine langen Transportwege benötigen und ökologisch sinnvoll produziert werden. Durch die kurzen Transportwege bleiben die Produkte frisch und man muss keine Konservierungsmittel einsetzen, um sie länger haltbar zu machen. Außerdem wird dadurch auch die regionale Entwicklung unterstützt und Arbeitsplätze in der Region werden geschaffen und erhalten.

Die Produktion von Kleidung ist meist nicht nur durch einen hohen CO²-Ausstoß gekennzeichnet, sondern auch dadurch, dass viele giftige Stoffe in die Umwelt gelangen. Auch der immense Wasserverbrauch wirkt sich negativ auf den Ressourcenverbrauch aus.

Schaut einmal in euren Kleidungsstücken nach, wo sie produziert wurden. Made in China, Bangladesh, Taiwan, Indien oder der Türkei bedeutet weite Transportwege. Viele Farben und Drucke werden oft mit giftigen Stoffen hergestellt. Da in diesen Ländern nur wenige Umweltbestimmungen herrschen, kommt es häufig vor, dass giftige Stoffe in Flüsse gelangen oder die Böden verunreinigen.

Auch die Menschen, die die Kleidung herstellen, leiden darunter, da sie meist gar nicht darüber aufgeklärt werden, mit welchen Stoffen sie arbeiten und welche Schutzkleidung sie tragen müssen. Bildungschancen, wie der Besuch einer Schule bleiben ihnen verwehrt, da sie schon in jungen Jahren ihren Lebensunterhalt verdienen müssen.

Benutzt ihr öffentliche Verkehrsmittel, geht viel zu Fuß oder seid mit dem Rad unterwegs? Das wirkt sich positiv auf euren ökologischen Fußabdruck aus. Autofahrten und Fliegen dagegen sind schädlich für die Umwelt und der ökologische Fußabdruck, den ihr hinterlasst, vergrößert sich.

Auch das Haus, in dem ihr wohnt, fließt in die Berechnung ein. Entscheidend sind hier die Wohnfläche, wie es beheizt wird und die Isolierung bzw. der Wärmeverlust nach außen.

Der tägliche Fernsehgebrauch oder der Gebrauch eures Computers fließen auch in den Rechner mit ein. Es ist immer die beste Lösung, wenn ihr Geräte oder auch das Licht, immer ausschaltet, wenn ihr sie nicht mehr braucht. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern spart auch eine Menge Geld, das man für andere Sachen ausgeben kann.

Wo wird die meiste Kleidung hergestellt?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Amerika
B Asien
C Europa

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Der Rechner zum ökologischen Fußabdruck

Unsere Umwelt muss geschont werden!

Gemüsestand (Foto: cc-by-sa, Sir James @wikipedia.de)
Gemüsestand
Glascontainer (Foto: cc-by-sa, Peng @wikipedia.de)
Glascontainer
Müllhalde (Foto: gemeinfrei, Ropable @wikipedia.de)
Müllhalde