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Lexikon

Wälder und Wasser: Süßwasserspeicher Wald


Schauen wir uns die besondere Bindung zwischen Wald und Wasser an: Eine der wichtigsten Schutzfunktionen des Waldes ist seine Fähigkeit, Süßwasser zu speichern. Der Wald gilt als größter Süßwasserspeicher der Erde. Darüber hinaus gibt es Wälder, die ganz besondere Beziehungen zum Wasser haben, nämlich die Mangroven-, Auen- und Nebelwälder.

 

Wälder und Wasser: Eine besondere Beziehung. (Foto: Katharina Catjana / pixelio)

Süßwasserspeicher Wald

Ein Waldbach. (Foto: Rosel Eckstein / pixelio.de)
Einer der wichtigsten Süßwasserspeicher der Erde: Laubwald. (Foto: Tosten Rempt / pixelio.de)
Fichtenwald. (Foto: Rike / pixelio.de)

Wenn du zu Hause den Wasserhahn aufdrehst, dann fließt häufig Wasser aus dem Wald in dein Waschbecken. Wasserwerke gewinnen das Trinkwasser oft aus Waldgebieten, denn Wasser aus dem Wald ist weniger stark mit Umweltgiften belastet als Wasser aus landwirtschaftlich genutzten Gebieten. Wenn der Landwirt sein Getreide oder Gemüse mit Düngemitteln oder Insektiziden behandelt, dann schwemmt der Regen diese Substanzen auch in das Trinkwasser. Sie müssen aufwändig herausgefiltert werden, bevor wir das Wasser wirklich trinken können. Der Niederschlag über dem Wald dagegen fällt auf Baumkronen, Sträucher und den Waldboden und bleibt dadurch von vorn herein schadstoffärmer als Regen über gedüngten Feldern.

Dazu kommt noch die gute Filterwirkung des Waldbodens. Wenn das Wasser auf der Erde angekommen ist, dann versickert es durch den Boden. Wie ein Schwamm saugt der Waldboden das Regenwasser auf und gibt es erst langsam an das Grundwasser ab. Auf diese Weise wird das Wasser gereinigt.

Dabei beeinflussen die Art und Weise, wie ein Wald bewirtschaftet wird, die Qualität des Trinkwassers. Verzichtet der Waldbesitzer zum Beispiel in seinem Wald auf die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln oder auf Kahlschlag, dann verbessert er dadurch auch das Grundwasser. Sogar die Zusammensetzung der Baumarten kann einen Einfluss auf das Wasser haben: Nadelwälder bilden weniger und nicht ganz so gutes Grundwasser wie Laubwälder.

Einen Teil des Niederschlags verbrauchen die Bäume selbst. Sie nehmen das Wasser über die Wurzeln auf und befördern es bis in die äußersten Spitzen ihrer Blätter. Dabei machen sie sich die Sogwirkung zunutze: Jedes Blatt hat an seiner Unterseite sogenannte Spaltöffnungen. Wenn es heiß ist und die Sonne scheint, öffnet der Baum diese Spalte und erzeugt einen Sog, der das Wasser von den Wurzeln bis in die Blätter zieht. Eine Eiche kann auf diese Weise das Wasser innerhalb einer Stunde bis zu 44 Meter hoch befördern. Später verdunstet das Wasser über die Blätter, steigt als Wasserdampf auf und wird so dem Wasserkreislauf wieder zugeführt.

Mit den Schutzfunktionen des Waldes haben wir uns bereits beschäftigt. Wenn du die Informationen noch einmal nachlesen willst,

klicke hier.

Viele Infos über das Wasser auf unserer Erde

findest du hier.

Wie reinigt der Wald das Wasser?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Der Waldboden wirkt wie ein Filter.
B Über die Photosynthese

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