Bundesamt für Naturschutz BfN

Hauptbereichsmenü



Lexikon

Der Herbst der Kürbis-Monster


(Foto: Marco Barnebeck / pixelio)

766 Kilo bringt er auf die Waage: Der schwerste Kürbis der Welt. Kürbisse sind echte Giganten. Sie sind die größten Früchte der Welt und können in Rekord-Geschwindigkeit jeden Sommer von der Blüte bis zum gelben Monster heranwachsen. Am liebsten wachsen sie auf nährstoffreichem Boden und dort, wo es schön warm ist.

Sind alle Kürbisse gleich?

Es gibt fast 500 verschiedene Kürbis-Sorten. Nicht alle sind essbar. Manche Sorten benutzt man im Herbst zur Dekoration. Sie heißen Zierkürbisse und sind bitter. Die meisten jedoch sind essbar - und unterscheiden sich im Geschmack zum Teil sehr von einander. Kürbis ist außerordentlich vielfältig: Von der kräftigen Suppe über Kürbisnudeln und eingelegtes Kürbisgemüse bis hin zu Kürbissekt und Kürbiseis kann man sich den Giganten in allen möglichen Variationen schmecken lassen.

Probieren kann man all diese Köstlichkeiten einmal im Jahr an einem bestimmten Ort: Am Ludwigsburger Schloss. Dort findet eine große Kürbisausstellung statt. Die Aussteller kochen, backen und braten den ganzen Tag, um ihre Leckereien an den Mann zu bringen. Aber die Ausstellung ist nicht nur ein Geschmackserlebnis, sondern auch für die Augen ein Genuss. Hier gibt es fast alle Kürbissorten zu sehen und sogar ganze Kunstwerke, nur aus Kürbissen. Und außerdem wird hier jedes Jahr Europas schwerster Kürbis gesucht.

Es gibt fast 500 verschiedene Sorten Kürbisse. (Foto: Michael Berger / pixelio.de)
Ein Kunstwerk aus Kürbissen. (Foto: M.T. / pixelio.de)

Wissenswertes über den Kürbis

Wenn man sich die Monsterfrüchte so ansieht, dann würde man nie auf die Idee kommen, dass sie zu den Beeren gehören. Stimmt aber: Kürbisse sind über ein paar Ecken mit Johannisbeeren und Stachelbeeren verwandt. Das kommt daher, dass man als "Beeren" alles bezeichnet, bei dem viele Samen im Fruchtfleisch liegen. Wie bei Kürbissen, aber auch bei Melonen, die ja nun auch nicht gerade zierlich sind.

Kürbisse sind sehr alt. Schon vor mehr als 10.000 Jahren wurde in Peru und Mexiko Kürbis gegessen. Der Entdecker Christoph Kolumbus hat die Früchte dann mit nach Europa gebracht, wo sie nun seit rund 500 Jahren angebaut werden.

 

Wie wachsen Kürbisse überhaupt?

Ein Kürbisgesicht zu Halloween. (Foto: Otmar Luttmann / pixelio)

Kürbisse wachsen auf dem Boden. Ist ja auch kein Wunder, denn sonst könnten sie niemals so schwer werden. Die Pflanze treibt im späten Frühjahr wunderschöne gelbe Blüten aus, die von Hummeln bestäubt werden. Und dann kann es losgehen: Aus den Blüten bilden sich kleine Beeren, die rasch größer werden. Dabei rankt sich die Pflanze quer durch's Gemüsebeet. Wer Kürbis anbaut, braucht also viel Platz - und außerdem guten Kompost. Denn in der Nähe von Komposthaufen wachsen die Pflanzen am besten. Ab August kann man ernten.

Mehr Tipps zum Anbau von Kürbissen steht in unseren Handreichungen zum Thema "Garten". Wenn du selbst Kürbisse pflanzen willst, dann schau mal hier nach.

Woher stammen Kürbisse eigentlich?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Aus Russland
B Aus Mexico und Peru
C Aus Spanien

zurück

Zeit für Kürbis-Monster!

Anleitung zum Kürbis-Schnitzen

Halloween steht vor der Tür! Wenn ihr auch einen geschitzten Kürbis vor eure Haustür stellen möchtet, findet ihr hier eine Anleitung.

1. Hole dir die Unterstützung eines Erwachsenen und besorge einen großen Kürbis.

2. Schneide rund um den Stiel herum kreisförmig den Deckel heraus. (Foto: Olga Meier-Sander/Pixelio.de)
3. Hohle mit einem Löffel das Fruchtfleisch aus dem inneren des Kürbis heraus und sammle es in einer Schüssel. Die etwa 2 cm dicke Seitenwand bleibt stehen. (Foto: Meinhardt Siegmund/Pixelio.de)
4. Wenn der Kürbis ausgehöhlt ist, kannst mit einem Filzstift die Fratze aufmalen, die du ausschneiden möchtest. Mit einem Küchenmesser kannst du dann eine Fratze hinein schnitzen. (Foto: Rike/Pixelio.de)
5. Damit der Kürbis sich länger hält, kannst du ihn innen mit Vaseline einreiben. Nimm dabei am besten ein Küchenpapier zum Verteilen der Vaseline. (Foto: Rike/Pixelio.de)
6. Stelle den Kürbis dann mit einer Kerze darin im Dunkeln vor deine Haustür und zünde die Kerze an. Wenn du in den Kürbis ein Windlicht mit der Kerze stellst, wird sie nicht so schnell vom Wind ausgeblasen. Und fertig ist das Kürbis-Monster! (Foto: Rike/Pixelio.de)