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Lexikon

Klimakonferenz in Durban

Klimakonferenz in Durban

In manchen Gegenden wird es häufiger Zeiten der Dürre geben. (Foto: Verena N. / pixelio)
Ausgetrockneter, rissiger Boden.

Die Stadt Durban in Südafrika steht im Dezember 2011 im Mittelpunkt der Diskussion um den Klimawandel. Dort nämlich treffen sich Vertreter aus fast allen Ländern der Erde zur 17. UN-Klimakonferenz. Sie beraten darüber, wie die Erwärmung unseres Planeten aufgehalten werden kann. Harte Verhandlungen stehen den Politikern noch bevor und überzeugende Ergebnisse erwartet eigentlich niemand. Woran das liegt und was in Durban eigentlich besprochen wird, erklären wir euch in diesem Wochenwettbewerb.

Was bedeutet eigentlich Klimawandel?

Das Eis an den Polkappen schmilzt - Folge des Klimawandels. (Foto: Gabi Huckelmann / pixelio)
Gletscher, der im Wasser endet.

Mit dem Begriff "Klimawandel" meint man, dass sich das Klima auf der Erde schneller verändert als normal. Im Unterschied zum "Wetter" bezeichnet der Begriff "Klima" die Gesamtheit aller an einem Ort möglichen Wetterzustände - also Niederschläge, Temperaturen, die Schwankungen zwischen Sommer und Winter oder Tag und Nacht. Alle Daten muss man über einen längeren Zeitraum zusammentragen und vergleichen, um Aussagen über das Klima an einem Ort machen zu können.

Welche Folgen hat der Klimawandel?

Niederschläge häufen sich und werden heftiger. (Foto: Kurt Michel / pixelio)
Häuserzeile mit überschwemmter Straße.

Normalerweise ändert sich das Klima sehr langsam. Seit einigen Jahren allerdings geht diese Veränderung viel rascher vonstatten, denn die Durchschnittstemperatur der Erde steigt. Klimaforscher machen die sogenannten Treibhausgase für die Erwärmung verantwortlich.

Treibhausgase sind vor allem Kohlendioxid und Methan. Sie entstehen unter anderem bei der Verbrennung der "fossilen" Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle. Die Atmosphäre, die unsere Erde wie eine schützende Hülle umgibt, verdichtet sich und die Wärme kann nicht mehr entweichen. Unserem Planeten wird es zu warm und das Wetter spielt verrückt - mit verheerenden Folgen.

In manchen Gegenden der Erde häufen sich die Niederschläge und werden heftiger, in anderen bleiben sie ganz aus. Insgesamt nehmen Wetterextreme wie Orkane und Sturmfluten zu, aber auch lange Dürreperioden.

Wie kann man den Klimawandel stoppen?

Auch Sturmfluten könnten aufgrund des Klimawandels häufiger werden. (Foto: tutoo62 / pixelio)
Hohe Wellen und Gischt.

Der Mensch ist Verursacher des Klimawandels. Das steht fest. Deshalb müssen wir Menschen auch Maßnahmen ergreifen, um den Klimawandel zu stoppen. Eigentlich liegt die Lösung auf der Hand: Wenn keine fossilen Brennstoffe mehr verbrannt werden, wird auch kein Kohlendioxid (CO2) mehr freigesetzt. Damit wird die Erde langfristig nicht weiter erwärmt und der Klimawandel verlangsamt sich.

Doch so einfach geht das natürlich nicht, denn im Moment sind wir Menschen - vor allem in den Industriestaaten - noch abhängig von Öl, Kohle und Gas. Alle drei Rohstoffe brauchen wir, um Energie zu erzeugen oder bestimmte Dinge herzustellen, wie zum Beispiel Kunststoffe. Entscheidend ist also die Frage, WIE VIELE fossile Brennstoffe wir zum Leben wirklich brauchen und auf wieviel wir verzichten könnten.

Warum wird in Durban so viel gestritten?

Wir Menschen sind für den Klimawandel verantwortlich. (Foto: Michael Bührke / pixelio)
Industrieanlage mit rauchenden Schornsteinen.

1997 hatten sich die Politiker darauf geeinigt, den Ausstoß von Kohlendioxid bis zum Jahr 2012 deutlich zu senken. Leider haben das nur die wenigsten Länder geschafft. Deshalb geht es auf der Konferenz in Durban nun darum, welche Grenzwerte ab 2012 gelten sollen. Wissenschaftler halten eine Erderwärmung um zwei Grad bis zum Jahr 2100 für gerade noch vertretbar.

Dieses Ziel zu erreichen, ist aber sehr schwierig und erfordert von allen Ländern viel Kompromissbereitschaft. Stattdessen gibt es Streit: Vor allem China und die USA können sich nicht einigen, wer von ihnen mehr CO2 einsparen muss. Aber auch die übrigen Industrie-Staaten tun sich schwer, ihren Lebensstandard einzuschränken. Für viele Entwicklungsländer jedoch ist eine Einigung überlebenswichtig: Gerade die Länder in Afrika leiden schon jetzt am meisten unter den Folgen des Klimawandels.

Was kannst du selbst gegen den Klimawandel tun?

Energie sparen hilft! (Foto: Stephanie Hofschläger / pixelio)

Klar: In die Verhandlungen in Durban kannst du nicht eingreifen. Aber es hilft auch nicht, nur über die streitenden Politiker zu schimpfen und selbst die Füße hochzulegen. Jeder kann dazu beitragen, dass der Klimawandel verlangsamt wird, auch du. Das Zauberwort heißt: Energie sparen, denn weniger Energieverbrauch bedeutet auch weniger Kohlendioxid in der Luft. Tipps zum Energiesparen findest du im Kasten rechts.

 

Wo fand die 17. Weltklimakonferenz statt?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A In Irland
B In Südafrika
C In den USA

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So sparst du Energie:

Mit diesen Tipps sparst du Energie und trägst selbst dazu bei, dass der Klimawandel sich verlangsamt:

1. Licht: Wenn du einen Raum verlässt: Licht aus!

2. Strom: Wenn du sie gerade nicht brauchst, schalte Computer, Fernseher, Spielekonsolen, Musikanlagen usw. ganz aus. Selbst die Standby-Funktion frisst Strom! Für Geräte, die sich nicht abschalten lassen, gibt es Steckdosen mit An- und Ausschalter.

3. Heizung: Im Winter lieber einen dickeren Pullover anziehen, anstatt die Heizung hochzudrehen.

4. Verkehr: Wenn du irgendwo hin musst, benutze das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel, nicht Mamas Taxi. Der Autoverkehr ist einer der Haupt-Verursacher des steigenden CO2-Ausstoßes.

5. Beim Einkaufen: Verzichte möglichst auf Plastik-Verpackungen. So hilfst du, Müll zu vermeiden, denn auch die Beseitigung von Müll verschlingt Energie und produziert CO2.

6. Im Advent: Muss es wirklich eine Lichterkette sein? Jedes Jahr in der Adventszeit steigt der Stromverbrauch in Deutschland rasant an. Aber eigentlich ist der Advent doch eine Zeit der Besinnung. Da reicht doch auch Kerzenschein, oder?

6. Zu Weihnachten: Geschenkpapier muss gar nicht sein. Man kann Geschenke auch in Zeitungspapier oder schöne Tücher wickeln. Schließlich kommt es auf den Inhalt an!