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Lexikon

Jahr der Wälder 2011

Jahr der Wälder - Was hat es gebracht?

Logo Jahr der Wälder

Das Internationale Jahr der Wälder 2011 geht zu Ende. Es stand unter dem Motto "Wälder für Menschen". Viele engagierte Leute haben dieses Jahr genutzt, um ihren Mitmenschen den Wald nahe zu bringen. Überall in Deutschland gab es Veranstaltungen und Naturführungen, die das Motto des Waldjahres mit Leben gefüllt haben. Krönender Abschluss ist eine große Ausstellung im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Dort kann man sehen, wie berühmte Künstler den Wald gemalt haben, aber auch Geschichten und Märchen vom Wald hören oder sehen, was alles aus Holz gemacht wird. Ein Ausflug in den Weihnachtsferien lohnt sich!

Mehr über die Themen der Ausstellung findest du hier.

Wie ging's dem Wald im Jahr der Wälder?

Buchenwald. (Foto: Malene Thyssen / wikipedia)
Buchenwald mit Sonnenstrahlen.
Nadelwald. (Foto: Georges / pixelio)
Nadelbäume am Hang.

Deutschland ist zu knapp einem Drittel mit Wald bedeckt. Doch mehr als die Hälfte dieser Bäume sind Nadelbäume. Inzwischen hat man gemerkt, dass reine Nadelwälder viel häufiger vom Sturm gefällt oder von Schädlingen befallen werden. Ein Mischwald dagegen kommt mit Wind und Fraßfeinden besser zurecht. Das ist umso wichtiger, je mehr sich das Klima ändert, die Sommer trockener, die Winter milder und die Stürme heftiger werden.

Deshalb soll sich die Zusammensetzung der Bäume in den deutschen Wäldern ändern. Im Jahr der Wälder hat die Bundesregierung die sogenannte "Waldstrategie 2020" verabschiedet. Hier ist festgelegt, wie der Wald für den Klimawandel fit gemacht werden soll, aber auch, wie viel Holz jedes Jahr geschlagen werden darf - und dass die Wieder-Aufforstung mit Mischwald gefördert werden soll.

Wie steht's mit unserem Wald-Wissen?

Die seltene Wildkatze. (Foto: Templermeister / pixelio)

In der "Waldstrategie 2020" wird auch festgestellt, dass die Menschen immer weniger über den Wald wissen. Das will man ändern. Da heute viele Menschen in der Stadt leben, kommen sie höchstens mal im Urlaub mit dem Wald in Berührung. Das Jahr der Wälder sollte auch ein Ansporn sein, mehr Wissen über den Wald unter's Volk zu bringen. Gerade bei Erwachsenen haperts damit nämlich oft. Die vielen Veranstaltungen im Jahr der Wälder konnten das sicher ein wenig verbessern.

Denn es reicht bei weitem nicht, wenn man weiß, dass im Wald Bäume stehen. Man sollte auch die häufigsten Bäume bestimmen können und wissen, welche Tiere im Wald leben. Denn nur wer etwas über die Natur weiß und sich in ihr auskennt, der kann sie auch wertschätzen und schützen.

Wie steht's denn mit dir? Weißt du mehr über den Wald als viele Erwachsene?

Teste dein Wissen in unserem Waldquiz.

 

Wie geht es dem Wald im Rest der Welt?

Fluss im Amazonas-Regenwald.

Dass Naturschutz nicht an der Landesgrenze endet, weiß inzwischen jedes Kind. Bei den Wäldern merkt man das besonders deutlich, denn die größte Menge des schädlichen Kohlendioxides, das die Industriestaaten in die Luft pusten, wird von Wäldern am anderen Ende der Welt aufgenommen. Sie sind außerdem unsere größten und wichtigsten Sauerstoff-Lieferanten. Aber leider steht es um die Wälder der Welt nicht so gut - auch nicht im Jahr der Wälder.

Brasilien hat gerade Anfang Dezember auf der Weltklimakonferenz in Durban mitgeteilt, dass es der Holzindustrie erlauben wird, wieder mehr Holz im Regenwald zu schlagen - zum Entsetzen aller dort anwesenden Naturschützer. In Asien werden immer noch jeden Tag riesige Flächen Regenwald zerstört - auch im Jahr der Wälder. Mit einem Gedenkjahr ist es also nicht getan. Jeder Einzelne von uns muss sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass einer unserer wertvollsten Naturräume erhalten wird. Wenn du wissen willst, was du selbst gegen die Zerstörung der Wälder tun kannst, dann lies hier weiter!

 

Wie heißt die Initiative, in der Kinder bis 2020 1000 Milliarden Bäume pflanzen wollen?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A The Planet plants Trees
B Plant for the Planet
C Children plant Trees

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Werde selbst Waldschützer!

Genug geredet - jetzt wird gehandelt! Felix Finkbeiner und Prinz Albert von Monaco. Foto: Plant for the planet.
Felix Finkbeiner hält Prinz Albert von Monaco den Mund zu.

Wenn du selbst zum Waldschützer werden willst, dann schau dir doch mal die Seiten der Initiative "Plant for the planet" an. Die hat ein Junge namens Felix Finkbeiner im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Damals war er gerade mal neun Jahre alt. Inzwischen machen mehr als 100.000 Kinder weltweit mit. Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 1000 Milliarden Bäume zu pflanzen. 12 Milliarden sind es schon jetzt!

Wenn auch du mitmachen willst, kannst du hier sehen, ob es eine Gruppe in deiner Nähe gibt - oder gleich selbst eine gründen:

Hier geht's zu Plant for the planet.