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Lexikon

Gut für`s Klima: Energie aus Wind, Sonne und Wasser


(Foto: gemeinfrei)
Windräder auf Feldern

Als "erneuerbare Energie" bezeichnet man Strom, Wärme und Treibstoffe, die wir aus der Sonne, dem Wind, der Wasserkraft oder bestimmten Pflanzen gewinnen können. 


Die Energie aus der Sonne kann man mit Anlagen auf dem eigenen Hausdach nutzen. (Foto: Dr. Klaus-Uwe Gerhardt / pixelio)
Solaranlage auf einem Privathaus.

Diese Form der Energie aus der Natur nennt man "erneuerbar", weil ihre Quellen - also zum Beispiel die Sonne und der Wind - unerschöpflich sind und uns Menschen immer zur Verfügung stehen werden. Die Sonne kann man schließlich nicht ausknipsen und der Wind hört nicht plötzlich auf zu wehen.

Was ist "fossile" Energie und macht man damit?

Kohlekraftwerk. (Foto: Rike / pixelio)
Kohlekraftwerk mit qualmenden SChornsteinen.
Eine Bohrinsel in der Nordsee. Dort wird Erdöl aus dem Meeresboden geholt und auf Tankschiffe verladen. (Foto: gemeinfrei)
Bohrinsel in der Nordsee

Im Unterschied zur "erneuerbaren Energie" spricht man bei der Energie aus Öl, Kohle und Erdgas von "fossiler Energie". Aus Öl kann man zum Beispiel Treibstoffe für Autos herstellen; Kohle und Erdgas kann man verbrennen und damit heizen oder Strom gewinnen.

Das Wort "Fossil" hast du vielleicht schon gehört. Versteinerungen von Dinosaurier-Knochen oder Meerestieren sind zum Beispiel Fossilien. Genau so wie diese sind auch Öl, Kohle und Erdgas in Millionen von Jahren in der Erde entstanden. Im Unterschied zu Wind, Sonne und Wasser stehen sie uns aber nicht für alle Zeiten zur Verfügung, sondern werden irgendwann verbraucht sein.

Warum ist "erneuerbare" Energie besser für unsere Umwelt?

Wenn wir fossile Energie nutzen, produzieren wir Treibhausgase. (Foto: gemeinfrei)
Fabrikschlote
Auch beim Autofahren entstehen Abgase, die dem Klima schaden. (Foto: gemeinfrei)
Autoverkehr auf einer vierspurigen Straße

Nicht nur, dass die fossile Energie nur noch begrenzte Zeit ausreicht - sie schadet auch dem Klima auf der Erde.

Bei der Verbrennung von Öl, Kohle oder Gas entsteht das Gas "Kohlendioxid" (CO²), das zu den sogenannten "Treibhausgasen" gehört. Dieses Gas steigt auf und bleibt in den obersten Luftschichten viele Kilometer über dem Erdboden hängen. Diese Luftschicht nennt man "Atmosphäre". Wenn die Atmosphäre zu dicht wird, kann die Sonnenwärme, die auf der Erde ankommt, nicht mehr richtig in den Weltraum entweichen. Auf der Erde wird es langsam immer wärmer und das Wetter spielt verrückt. Man nennt diese Veränderungen "Klimawandel".

Mehr zum Thema: Klimawandel

Welche erneuerbaren Energiequellen gibt es und wie werden sie genutzt?

(Foto: Thorben Wengert / pixelio.de)
Windrad und Sonnenblume

Um den Klimawandel zu verlangsamen, sollen Strom, Wärme und Treibstoffe in Zukunft nur noch aus den erneuerbaren Energiequellen gewonnen werden. Welche verschiedenen Energiequellen es gibt und wie sie heute schon genutzt werden, erfährst du hier:

Mehr über Windenergie.

Mehr über Sonnenenergie.

Mehr über Energie aus Biomasse.

Mehr über Wasserkraft.

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Und was ist mit der Atom-Energie?

Atomkraftwerk. (Bild: Gerd Altmann / pixelio.de)
Zeichnung eines Atomkraftwerks

Atomenergie gewinnt man aus Uran und seinen kleinsten Bestandteilen, den Atomen. Wenn man Uran-Atome im Kernkraftwerk aufspaltet, entsteht dabei so viel Energie, dass man damit große Mengen Wasser erhitzen und verdampfen lassen kann. Der Wasserdampf treibt dann im Kraftwerk Turbinen an und die erzeugen wie ein Dynamo am Fahrrad den Strom.

Das Problem

Das Problem an der Sache: Wenn man Uran spaltet, entstehen extrem giftige Stoffe (Spaltprodukte), die auch noch gefährliche Strahlen absondern - sogenannte radioaktive Strahlen. Deshalb muss man diese Stoffe und alles, was mit ihnen in Berührung gekommen ist, luftdicht und strahlungssicher verschließen und dafür sorgen, dass sie niemals in die Umwelt gelangen.

Hochgiftig

Leider gelingt das nicht immer: Im Jahr 2011 hat ein Erdbeben in der japanischen Stadt Fukushima ein Kernraftwerk zerstört. Dabei sind die radioaktiven Stoffe und Strahlen in die Umgebung gelangt und haben Menschen krank gemacht und Boden, Luft und Meerwasser in der Nähe des Kraftwerks vergiftet. Vielen Menschen wurde da erst bewusst, wie gefährlich die Atomenergie wirklich ist. In manchen Ländern haben die Menschen gegen die Atomkraft protestiert, weil sie eine so gefährliche Technologie nicht wollen.

Abschalten!

Die Regierungen einiger Länder haben daraufhin beschlossen, keine Atomenergie mehr zu nutzen. Auch in Deutschland werden keine neuen Kernkraftwerke mehr gebaut. Nur die bestehenden Kraftwerke dürfen noch bis zum Jahr 2022 weiterlaufen. Dann werden sie abgeschaltet. Wenn du erwachsen bist, wird in Deutschland also kein Strom aus Atomkraft mehr produziert.