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Fall der Woche

Star am Vogelhimmel


(Foto: gemeinfrei)
Stare am Nistkasten

Stare können kreischen wir ein Bussard, zirpen wie eine Meise, klingeln wie ein Handy oder bellen wie ein Hund. Sie brüten bei uns in Baumhöhlen oder Nistkästen. Und eine aktuelle Zählung hat ergeben: Die schrägen Vögel sind bei uns wieder häufiger.

Bussardgeschrei und Klingelton: Der Star hat`s drauf!

(Foto: gemeinfrei)
Star auf einem Ast
Der Star in Aktion. (Foto: Segovax / pixelio.de)
Singender Star.

Wenn es unter Singvögeln einen Musikpreis gäbe, dann würde der Star ihn abräumen. Nicht für seinen melodischen Gesang - diesen Preis bekämen sicher Amsel oder Nachtigall. Aber in der Abteilung "Coversongs" liegt er ganz klar vorn. Stare können die Rufe anderer Vogelarten täuschend echt nachahmen. Wenn Stare in Dörfern oder Städten brüten, lernen sie auch menschliche Geräusche. Sie klingeln wie ein Handy, klappern wie eine schlagende Autotür oder ahmen die Geräuschkulisse eines Computerspiels nach.

Schlichtes Federkleid

Beim Federkleid setzt der Star dagegen eher auf schlichte Farben. Meistens trägt er schwarz, verziert mit weißer oder beiger Spitze. Im Frühjahr, wenn er sich für die Brautschau herausputzt, schimmert sein Gefieder grünlich und violett. Also nichts, womit man angeben könnte. Aber wehe, er macht den Schnabel auf. Dann erkennt man, wer er ist: Ein echter Star am Vogelhimmel.

Warum ist der Star so ein Gesangstalent?

(Foto: Helmut J. Salzer / pixelio.de)
Star auf Ausguck.

Wozu muss ein Vogel klingen wie ein knatternder Motorroller? Wieso zwitschert er wie ein Zilpzalp oder bellt wie ein Hund? Dafür hat der Star  einen guten Grund: Es beeindruckt die Weibchen. Nur wer ausdauernd und abwechslungsreich singt, hat bei den Starenweibchen eine Chance.

War die Brautwerbung erfolgreich, brütet das Starenpaar ab Ende März vier bis acht hellblaue Eier aus. Ihre Nester bauen die Stare in Höhlen - in Baumhöhlen und Felsspalten, aber auch in Mauernischen und gerne in Nistkästen. Die kleinen Stare schlüpfen nach knapp zwei Wochen. Schon drei Wochen später ist die Zeit im Nest vorbei und die Jungtiere fliegen aus. Jetzt können sich die erwachsenen Stare wieder um sich selbst kümmern.

Am liebsten gemeinsam: Stare bilden Schwärme

Stare sammeln sich gerne zu Trupps. (Foto: gemeinfrei)
Stare auf einer Stromleitung
Star mit Jungvogel. (Foto: Meinhard Siegmundt / pixelio.de)
Star mit Jungtier auf einer Wiese.
(Foto: Kurt F. Domnik / pixelio.de)
Star im Geäst eines Baumes.

Im Herbst sieht man Stare häufig in großen Gruppen. Sie sammeln sich, bevor sie in den Süden fliegen. Aber: Viele der heimischen Stare verzichten inzwischen auf die gefährliche Winterreise und bleiben lieber hier. Der Vogel hat sich vom Zugvogel zum Teilzieher entwickelt. Teilzieher sind Vogelarten, von denen nur ein Teil im Winter fortzieht. Zu den heimischen Staren, die geblieben sind, gesellen sich dann auch Gäste aus dem Norden, die hier überwintern. Deshalb kann man die Vögel das ganze Jahr über bei uns beobachten.

Unterwegs im Schwarm

Wenn Stare unterwegs sind, dann oft in Schwärmen - zum Leidwesen von Gartenbesitzern und Obstbauern. Denn Stare lieben Obst - am liebsten frisch vom Baum. Deshalb kannst du im Sommer oft Obstbäume sehen, die in Netze gehüllt sind. Das soll die Früchte vor den hungrigen Vögeln schützen. Dem Star geht damit zwar ein Leckerbissen verloren, aber als Allesfresser findet er auch andere Knabbereien. Stare fressen neben Beeren und Früchten auch Insekten, Spinnen, Regenwürmer oder Schnecken.

Unser Fall der Woche vom 20. bis 27. Juni 2016

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Fall der Woche
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Baue einen Starenkasten!

(Foto: gemeinfrei)
Zwei Stare

Bevor das Obst am Baum reif ist, fressen Stare auch gerne Schnecken. Deshalb sind sie im Garten sehr nützlich. Baue einen Starenkasten und hole dir den Star in den Garten. Dann hörst du selbst, ob er den Musikpreis verdient hat:

Zur Bauanleitung.

Mach mit beim Detektivauftrag

(Foto: Junior-Ranger)
Wiese Detektivauftrag Junge mit Lupe

Geh auf Wiesensafari und gewinne!

Zum Detektivauftrag

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(Foto: Alastair Raye cc-by-sa 2.5)
Schwarzspecht an Nisthöhle

Wer wohnt sonst noch in Baumhöhlen? Das erfährst du im Thema des Monats:

Zu den Baumhöhlen.

Siebenschläfer ziehen in Baumhöhlen ihre Jungen auf:

Zum Siebenschläfer

Auch der Waldkauz brütet gern in Baumhöhlen:

Zum Waldkauz

Lerne hier die niedliche Haselmaus kennen:

Zur Haselmaus

Lies hier mehr über Wildbienen:

Zu den Wildbienen

Das Eichhörnchen nutzt Baumhöhlen als Vorratskammer. Lies hier mehr über den putzigen Nager:

Zum Eichhörnchen

Es gibt sogar Enten, die in Baumhöhlen brüten. Schau selbst:

Zur Schellente

Der Gewinn in dieser Woche

50 heimische Bäume

Einen Kartensatz "50 heimische Bäume".

Viel Glück!

Gewinnerin des letzten Wochenfalles war:

Amy.

Die Wochenfrage lautete:

Mit wem sind die Haselmäuse verwandt?

Und die richtige Antwort war:

C - Mit den Siebenschläfern.

Herzlichen Glückwunsch!