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Fall der Woche

Walross


(Foto: gemeinfrei)
Walross-Kolonie

Walrosse leben am Nordpol. Mit ihrer dicken Speckschicht sind sie gut gegen Kälte geschützt und mit ihren Stoßzähnen können sie sich sogar gegen Eisbären wehren.

Wehrhafte Speckberge

Walrosse sind gute Schwimmer. (Foto: gemeinfrei)
Walross im Wasser
Mit 6 bis 8 Monaten beginnen bei den Jungtieren die Stoßzähne zu wachsen. Auch Weibchen tragen Stoßzähne. (Foto: gemeinfrei)
Walross mit Jungtier auf dem Eis

Bis zu 400 Kilogramm Speck hat ein Walross-Bulle auf den Rippen. Sich damit forzubewegen, ist gar nicht so einfach. An Land sehen Walrosse furchtbar schwerfällig aus. Doch das täuscht: Wenn sie sich auf allen vier Flossen fortbewegen, sind sie so schnell wie ein laufender Mensch. Im Wasser kommen sie noch schneller voran. Walrosse können eine halbe Stunde lang die Luft anhalten. Besondere Tieftaucher sind sie aber nicht. Müssen sie auch nicht, denn Walrosse leben vor allem in Küstengewässern. Dort suchen sie den Meeresgrund nach Muscheln ab, fressen aber auch Schnecken, Krebse, Tintenfische oder Seegurken.

Kaum Feinde

Feinde müssen die Walrosse kaum fürchten. Manchmal versuchen hungrige Eisbären, eines zu erwischen. Doch das gelingt nur selten. Mit ihren Stoßzähnen können sich die Walrosse gut verteidigen. Bei den Walrossen tragen auch die Weibchen Stoßzähne. Die dienen aber nicht nur der Verteidigung, sondern auch dazu, sich auf dem Eis fortzubewegen, Löcher ins Eis zu schlagen - und natürlich, um Rivalen zu beeindrucken.

Zu Hause am Nordpol

(Foto: gemeinfrei)
Walross-Nahaufnahme
Auch ohne Fell keine Frostbeule: Walrosse haben eine dicke Speckschicht. (Foto: gemeinfrei)
Eine Walrosskuh mit Kalb. (Foto: Ansgar Walk cc-by-sa 3.0)
Walrosskuh mit Kalb auf dem Eis

Walrosse leben in der Arktis - also rund um den Nordpol. Allerdings nicht auf dem offenen Meer, sondern auf Inseln oder auf dem Packeis in der Nähe der Küste. Dort bilden sie oft große Kolonien, in denen Männchen und Weibchen getrennt leben. Nur zur Paarungszeit kommen sie zusammen. Am liebsten fressen Walrosse Muscheln vom Meeresgrund. Die spüren sie mit ihren feinen Tasthaaren an der Schnauze auf und legen sie frei, indem sie mit den Flossen den Sand wegwedeln. Um an das leckere Muschelfleisch heranzukommen, haben sie eine praktische Technik entwickelt: Sie saugen das Muschelfleisch einfach aus der Schale heraus.

Bedrohung

Früher wurden Walrosse stark bejagt. Davon haben sich die Tiere immer noch nicht erholt. Zwar stehen Walrosse seit Jahren unter Naturschutz, aber trotzdem gelten sie weiterhin als gefährdete Art. Nur etwa 15.000 Walrosse leben auf der atlantischen Seite des Nordpols - im Pazifik sind es wesentlich mehr. Woran das liegt, ist nicht bekannt. Wissenschaftler des WWF untersuchen jetzt, warum die Bestandszahlen des atlantischen Walrosses immer noch so niedrig sind. Sie vermuten, dass das auch mit dem Schmelzen des Eises durch den Klimawandel zu tun haben könnte.

Unser Fall der Woche vom 16. bis 23. Januar 2017

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Steckbrief Walross

(Foto: Ansgar Walk cc-by-sa 3.0)
Walrosskuh

Verbreitung:
Arktis

Lebensraum:
Küstengewässer der arktischen Inseln, Sibiriens, Alaskas und Kanadas

Größe:
Bis 3,5 Meter

Gewicht:
Bis 1500 kg

Nahrung:
Vor allem Muscheln, aber auch Krebse, Tintenfische

Anzahl Junge:
Alle 2 Jahre eines

Lebensdauer:
40 bis 50 Jahre

Wissenschaftlicher Name:
Odobenus rosmarus

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(Foto: gemeinfrei)
Pinguine in der Antarktis

Wie passen sich die Tiere an das harte Leben am Nord- und Südpol an? Das erfährst du im Thema des Monats:

Arktis und Antarktis

Könige der Anpassung: Kaiserpinguine und Weddellrobben überwindern sogar am Südpol:

Kaiserpinguine und Weddellrobben

Wegen des Klimawandels schmilzt das Eis der Arktis. Lies hier mehr darüber:

Was bedeutet eigentlich "Klimawandel"?

Gewinn der Woche

Gewinn der Woche
Lurs

1 Plüschtier "Lurs" von Legakids.

Gewinnerin des letzten Wochenfalls war:

Jette.

Die Wochenfrage lautete:

Die Bergmannsche Regel besagt, dass...?

Und die richtige Antwort war:

A - Tiere in kalten Regionen größer sind.

Herzlichen Glückwunsch!