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Fall der Woche

Meeresschildkröten


(Foto: Hakilon cc-by-sa)
Zwei Meeresschildkröten am Strand

Schildkröten sind Ur-Viecher: Seit 225 Millionen Jahren gibt es sie auf der Erde - und sie haben sich fast nicht verändert. Zu den Meeresschildkröten gehören sieben verschiedene Arten, die durch unsere Ozeane schwimmen.

Durch die Weiten des Ozeans...

Eine Meeresschildkröte vor Hawaii. (Foto: Brocken Inaglory cc-by-sa)
Suppenschildkröte.

Wenn eine Meeresschildkröte ihr erstes Lebensjahr übersteht, dann wird sie in ihrem Leben Tausende von Kilometern durch die Ozeane schwimmen. Dabei orientiert sie sich am Magnetfeld der Erde. 20 bis 30 Jahre nach ihrer Geburt kann sie zum ersten Mal selbst Eier legen und wird wieder an ihren Geburtsstrand zurückkehren. Nach der Eiablage jedoch verschwindet sie wieder in den Weiten des Ozeans. Genau wie ihre Vorfahren vor 225 Millionen Jahren.

Gefährlicher Start ins Leben

Eine Karettschildkröte legt ihre Eier am Strand ab. (Foto: Walter Helbling cc-by-sa)
Karettschildkröte am Strand.
Diese kleine Lederschildkröte muss jetzt schnell ins Wasser. (Foto: Algaedoc cc-by-sa)
Frisch geschlüpfte Lederschildkröte auf Sand.

Es gibt insgesamt sieben verschiedene Arten von Meeresschildkröten. Die größte von ihnen - die Lederschildkröte - kann zwei Meter lang werden. Dann wiegt sie so viel wie ein ausgewachsenes Pferd! Und trotzdem kommt sie alle zwei bis drei Jahre an den Strand und kämpft sich mit ihren 500 Kilogramm Gewicht über den Sand - genau wie alle anderen Meeresschildkröten. Wenn sie eine geeignete Stelle gefunden hat, gräbt sie eine Mulde, in die sie rund 100 Eier legt. Anschließend scharrt sie Sand über das Gelege. Den Rest besorgt die Sonne, deren Wärme die Eier ausbrütet.

Überlebenskampf am Strand

Wenn die kleinen Schildkrötenkinder geschlüpft sind, beginnt der gefährlichste Abschnitt ihres ganzen Lebens: Sie müssen möglichst schnell das Wasser erreichen. Doch überall lauern Gefahren: Raubvögel in der Luft, gefräßige Krebse an Land und große Fische im Wasser. Nur die Tatsache, dass Hunderte von kleinen Schildkröten gleichzeitig das Meer erreichen wollen, sichert einigen von ihnen das Überleben. Wenn alles gut geht, werden sie 80 Jahre lang durch die Ozeane der Welt schwimmen.


Eine Unechte Karettschildkröte. Sie wurde früher wegen ihres Panzers gejagt.
Meeresschildkröte von vorn.
Meereschildkröte in einem Korallenriff.
Meeresschildkröte und Korallen.

Warum alle Meeresschildkröten streng geschützt sind

Karettschildkröten müssen nicht mehr befürchten, wegen ihres Panzers gejagt zu werden.
Karettschildkröte im Wasser.
Eine neugierige Karettschildkröte. (Foto: d'Agostino cc-by-sa)
Karettschildkröte nah.

Alle Meeresschildkröten sind streng geschützt. Das bedeutet, dass sie nicht gefangen werden dürfen und niemand mit ihnen handeln darf. Geregelt wird das im "Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen" (kurz: CITES).

Warum muss man Meeresschildkröten schützen?

Meeresschildkröten sind selten geworden. Das hat verschiedene Ursachen. Eine davon ist die Fischerei mit Schleppnetzen, in denen sich leider nicht nur Fische, sondern auch die geschützten Meeresschildkröten verheddern. Dann können sie zum Luftholen nicht mehr an die Oberfläche und ertrinken. Eine weitere Ursache ist das Verbauen der Strände. Wo die Tiere früher ihre Eier abgelegt haben, sind im Verlauf der Jahre Straßen und Häuser entstanden. So finden die Schildkröten immer weniger ungestörte Plätze für ihre Gelege.

Bevor CITES die Meeresschildkröten unter Schutz stellte, waren sie auch noch wegen ihres Fleisches und ihres Panzers sehr begehrt. Das Fleisch landete im Suppentopf - aus dem sogenannten "Schildpatt" des Panzers machte man Schmuck. Das ist heute verboten. Trotzdem muss noch viel getan werden, damit die Meeresschildkröten nicht mehr bedroht sind.

Mehr über CITES: Artenschutz international

Unser Fall der Woche vom 25. Juli bis 9. August 2016

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