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Lexikon

Pflanzen und Tiere im Frühling


(Foto: gemeinfrei)
Schneeglöckchen im Schnee

Mancherorts in Deutschland lugen im Februar schon die ersten Schneeglöckchen aus der Erde. An anderen Orten liegt dicker Schnee und ein eisiger Wind aus Ost weht euch die Eiszapfen von der Nase. Doch sicher ist: Der nächste Frühling kommt bestimmt. Er bereitet sich nämlich schon darauf vor.

Die schlauen Tricks der Frühblüher

Buschwindröschen können im Wald ganze Blütenteppiche bilden. (Foto: Jörg Hempel cc-by-sa 3.0)
Buschwindröschen
Bevor das Scharbockskraut blüht, kann man seine zarten Blättchen sogar essen.(Foto: H. Zell cc-by-sa 3.0)
Scharbockskraut

Um im frühen Frühjahr schon austreiben zu können, haben die Schneeglöckchen einen schlauen Trick: Im Winter, wenn der Boden gefroren ist, bleiben alle Nährstoffe, die sie zum Wachsen brauchen, in der Blumenzwiebel gespeichert. Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Boden erwärmen, geht's los: Das Schneeglöckchen treibt als Erster aus und hat damit einen echten Startvorteil. Schnell folgen ihm Krokusse, Buschwindröschen und Scharbockskraut.

Erste Nahrung für Insekten

Sie alle nutzen die Zeit, bevor die höheren Pflanzen Blätter austreiben und ihnen das Sonnenlicht nehmen. Für die Insekten sind die Frühblüher die ersten Energiespender. Sie nehmen das Angebot gerne an und sorgen so nebenbei dafür, dass sich die Frühblüher vermehren können.

Und was ist in der Tierwelt los?

Die Siebenschläfer schlafen noch. Sie kommen erst im Mai aus ihrer Winterhöhle. (Foto: NABU Stadtverband Leverkusen)
Zwei Siebenschläfer am Nistkasten
Jungvögel müssen das Singen erst üben. (Foto: gemeinfrei)
Amsel im kahlen Baum
Wildschweine sind im Frühjahr die Ersten, bei denen der Nachwuchs zur Welt kommt. (Foto: gemeinfrei)
Wildschwein mit Frischlingen.
Im März beginnt für die Kröten die gefährliche Zeit der Wanderung. (Foto: mhp / fotolia.de)
Krötenpaar vor Auto

Manchen Säugetieren wie zum Beispiel dem Igel und dem Siebenschläfer, den meisten Amphibien und vor allem den Reptilien sind die Schneeglöckchen ziemlich egal. Sie warten in ihren Winterquartieren darauf, dass es auch in den Nächten nicht mehr friert und schlafen oder ruhen noch.

Probezeit für Jungvögel

Andere Tiere dagegen sind schon aktiv: Die jungen Amseln, die im letzten Jahr geschlüpft sind, proben schon mal ihre ersten Lieder. Sie müssen sich nämlich noch einsingen, bevor im späteren Frühjahr der Kampf um die besten Reviere beginnt. Denn wer sich durchsetzen will, muss seinen Artgenossen deutlich machen: Hier brüte ich - verschwinde! Und das muss ein Jungvogel erst mal üben.

Nachwuchs im Wald

Im März kommen im Wald die ersten Jungtiere zur Welt: Nachwuchs bei Familie Wildschwein. Ein paar Tage verbringen die kleinen Frischlinge mit ihrer Mutter in einem Nest, so dass sie vor Kälte geschützt sind. Mit spätestens drei Wochen folgen sie ihrer Mutter aber in den Wald.

Krötenwanderung beginnt

Auch bei den Amphibien beginnt im März die aktivste Zeit. Wenn in vielen Regionen in Deutschland auch die Nächte frostfrei bleiben, beginnen sie mit ihren Wanderungen zum Laichgewässer. Besonders die Erdkröten sind dann zu Tausenden unterwegs.

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(Foto: gemeinfrei)
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