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Lexikon

Gepard


(Foto: Camino Filmverleih)
Gepardin mit sechs Jungen

Geparden sind die schnellsten Landtiere der Erde: Über kurze Entfernungen können sie bis zu 120 Stundenkilometer schnell laufen. Sie leben in den Savannen im südlichen und östlichen Afrika.

Ein Leben in Höchstgeschwindigkeit

An den sogenannten Tränenstreifen kannst du Geparden gut erkennen. Sie reichen von den Augen bis zu den Mundwinkeln. (Foto: Camino Filmverleih)
Portrait einer Gepardin
Schlank und schnell: Der Körper eines Geparden erinnert an den eines Windhundes. (Foto: gemeinfrei)
Gepard in der Steppe
Für die Elefanten ist der Gepard keine Bedrohung - eher umgekehrt. (Foto: Camino Filmverleih)
Gepard und Elefanten in der Steppe

Geparden haben ein goldbraunes Fell mit dunklen Tupfen. Typisch sind die dunklen Streifen, die sich von den Augen bis zu den Mundwinkeln ziehen. Sie heißen "Tränenstreifen" und schützen die Augen des Geparden vor der grellen Sonne. Obwohl sie 80 cm groß und 2,30 Meter lang werden können, gehören Geparden zu den Kleinkatzen.

Erfolgreiche Jäger

Wenn Geparden auf die Jagd gehen, dann schleichen sie sich bis auf 50 Meter an ihre Beute heran. Sobald sie nah genug sind, sprinten sie los und erreichen schnell Höchstgeschwindigkeit. So gelingt es ihnen oft, ein Beutetier zu erwischen. Geparden sind von allen Raubtieren, die alleine jagen, die erfolgreichsten: Fast drei Viertel aller Jagden gelingen. Wenn sie sich satt gefressen haben, können Geparden notfalls einige Tage fasten.

Perfekter Sprinter

Der Körper der Geparden ist perfekt an ein Leben in Höchstgeschwindigkeit angepasst: Im Unterschied zu anderen Katzen ziehen Geparden beim Laufen ihre Krallen nicht ein, so dass sie wie Spikes wirken. Geparden haben lange Beine und einen sehr schlanken Körper. Sie erinnern ein wenig an Windhunde. Das hat allerdings auch Nachteile: Geparden sind nicht sehr stark. Deshalb passiert es ihnen manchmal, dass ihnen ein stärkerer Konkurrent die erlegte Beute vor der Nase wegschnappt - zum Beispiel Löwen, Leoparden oder Hyänen.

Zu Besuch bei Familie Gepard

Wenn die Kleinen ihre Zähne ausprobieren, dürfen Gepardenmütter nicht zimperlich sein. (Foto: Camino Filmverleih)
Gepardin mit einem Jungtier
Wenn die Jungtiere älter werden, fallen ihnen die langen Rückenhaare aus. (Foto: Camino Filmverleih)
Drei Jungtiere
Jetzt können die jungen Geparden schon bald beim Jagen helfen. (Foto: Camino Filmverleih)
Gepardfamilie auf Ansitz

Gepardenweibchen bekommen drei bis sechs Junge. Die Kleinen haben lange, helle Mähnenhaare auf dem Rücken. So sind sie im Gras der Savanne bestens getarnt. Trotzdem ist das Leben für die kleinen Katzen gefährlich. Deshalb bringt die Mutter die Jungen in einem Bau zur Welt, in dem sie in den ersten Lebenswochen bleiben. Sobald die Jungen die Wurfhöhle verlassen können, wechselt die Mutter mit ihnen alle paar Tage das Versteck, damit es nicht von anderen Raubtieren entdeckt wird.

Jagen lernen

16 bis 18 Monate lang bleiben Gepardenjunge bei ihrer Mutter. In dieser Zeit lernen sie alles, was man wissen muss, um ein erfolgreicher Jäger zu werden. Sie spielen mit ihren Geschwistern Beute und Jäger, beobachten ihre Mutter bei der Jagd und dürfen schließlich selbst jagen. Nachdem ihre Mutter sie verlassen hat, bleiben die männlichen Geschwister häufig zusammen, während die Weibchen Einzelgängerinnen sind.

Bedrohung und Schutz der afrikanischen Geparden

In die Enge getrieben: Geparden sind in ihrem Bestand gefährdet. (Foto: Camino-Filmverleih)
Gepard auf Baum
Im KAZA-Schutzgebiet können sich Wildtiere ungefährdet bewegen. (Foto: JackyR cc-by-sa 3.0)
Elefanten im Kaza-Schutzgebiet

Wie alle Raubkatzen sind auch Geparden gefährdet - manche Unterarten sogar vom Aussterben bedroht. Rund 7000 Tiere soll es nur noch in freier Wildbahn geben. Früher wurden Geparden wegen ihres Fells gejagt, aber auch eingefangen und als Jagdgeparden abgerichtet. Heute machen vor allem Farmer Jagd auf die Tiere, weil sie ihre Weidetiere schützen wollen.

Schutzgebiete helfen

Schutzgebiete wie die Nationalparks Serengeti und Masai Mara in Tansania und Kenia sind Rückzugsgebiete für die Geparden, aber auch für viele andere Raubkatzen geworden. Auch in anderen afrikanischen Ländern gibt es Schutzgebiete, um die reiche Tierwelt zu erhalten. Erst 2012 haben die Länder Angola, Sambia, Zimbabwe, Botswana und Namibia das größte Schutzgebiet der Erde gegründet: Es heißt KAZA und ist insgesamt 440.000 Quadratkilometer groß und damit größer als Deutschland. Hier können sich Wildtiere frei und ungefährdet bewegen.

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Steckbrief Gepard

(Foto: Camino Filmverleih)
Junge Geparden im Gras

Verbreitung:
Südliches und östliches Afrika, nur noch wenige Tiere in Asien.

Größe:
Katzen bis 60cm, Kater bis 80 cm hoch; Länge bis 2,30 Meter

Gewicht:
Bis 60 kg.

Nahrung:
Antilopen, Impalas, junge Gnus, aber auch Weidetiere wie Kälber und Ziegen.

Anzahl Junge:
2 bis 6.

Lebenserwartung:
Bis 14 Jahre.

Wissenschaftlicher Name:
Acinonyx jubatus

 

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In der Serengeti. (Foto: Björn Christian Thörissen)
Landschaft in der Serengeti

Hier erfährst du alles über den Lebensraum der Geparden:

Savanne, Sand und Heide

Lies hier mehr über Raubkatzen:

Zu den Katzen

Maleika - ab 12. Oktober im Kino

(Camino Filmverleih)
Filmplakat zu "Maleika"

Der Film "Maleika" erzählt die Geschichte einer Gepardin und ihrer Jungen in Kenia. Der Tierfilmer Matto Barfuss hat die Gepardin 4 Jahre lang begleitet und das abenteuerliche Leben der Familie festgehalten.