Bundesamt für Naturschutz BfN

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Lexikon

Werde ein Müll-Detektiv!


Tonnen-Parade. (Foto: Rolf van Melis / pixelio.de)
Schwarze, blaue, gelbe und braune Tonnen nebeneinander.

Hast du dich schon einmal gefragt, was eigentlich mit unserem Müll passiert? Wenn die Tonnen von der Müllabfuhr geleert werden - wohin wird der Müll dann gebracht und was wird damit gemacht? Das kannst du hier herausfinden.

Ab in die gelbe Tonne - Verpackungsmüll

Leere Joghurtbecher gehören in den Gelben Sack. (Foto: gemeinfrei)
Joghurtbecher im Gras
Um Müll zu vermeiden, verzichte auf Stifte auf Plastik. (Foto: Christa Noehren / pixelio.de)
Viele bunte Plastikstifte.
Buntstifte sind aus Holz und belasten die Umwelt nicht. (Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de)
Zwei Reihen Buntstifte.

Verpackungsmüll aus Plastik, Metall und beschichteter Pappe gehören in die gelbe Tonne oder den gelben Sack. Joghurtbecher, Plastikfolie, Schraubdeckel oder Milch- und Saftkartons kannst du hier hinein sortieren. Im Entsorgungsbetrieb werden die Verpackungen in ihre einzelnen Stoff-Bestandteile zerlegt und zum Beispiel wieder Kunststoff daraus gemacht.

Joghurtbecher wird zur Getränkekiste

Aber: Aus einem Joghurtbecher wird nicht wieder ein neuer Joghurtbecher, denn das aus Abfall hergestellte Plastik darf nicht für Lebensmittel verwendet werden. Deshalb werden aus alten Joghurtbechern und Plastikfolien zum Beispiel Blumenkästen, Getränkekisten, Gartenstühle oder Armaturenbretter.

Verzichte auf Plastik

Für neue Plastik-Verpackungen braucht man wieder neuen Kunststoff - und verbraucht damit wieder Energie und wertvolle Rohstoffe. Wusstest du, dass man für die Herstellung von Joghurtbechern und Plastikfolie Erdöl braucht?

Zwar ist die Mülltrennung sehr wichtig, damit der Plastikmülll nicht in der Landschaft landet oder mit dem Restmüll verbrannt wird. Sie trägt aber nicht dazu bei, dass neue Verpackungen umweltschonender hergestellt werden. Viel besser ist es daher, möglichst auf Verpackungen aus Plastik zu verzichten!

Aus Alt mach neu - Altglas und Altpapier

Altpapier?? (Foto: khv24 / pixelio.de)
Junge in Altpapier-Tonne.
Altglas wird in besonderen Containern gesammelt. Aus ihnen wird wieder neues Glas. (Foto: gemeinfrei)
Glascontainer

Altpapier und Altglas gehören in die richtigen Container. In vielen Städten und Gemeinden gibt es für sie auch extra Tonnen.

Altpapier

Aus altem Papier kann man wieder Papier herstellen. Das ist zwar häufig nicht ganz so weiß wie das neue, aber dafür schont es die Umwelt. Für die Herstellung von Schulheften, Blocks oder Klopapier aus altem Papier braucht man nämlich kein Holz und weniger Wasser und Energie. Aber: Produkte aus Altpapier müssen auch gekauft werden. Wenn du nach den Ferien neue Schulhefte kaufst, dann suche nach dem "Blauen Engel". Den findest du häufig auf Produkten aus Altpapier, weil bei ihrer Herstellung die Umwelt geschont wird.

Altglas

Altglas wird eingeschmolzen und zu Granulat verarbeitet, aus dem in der Glashütte neues Glas hergestellt werden kann. Noch besser als das Altglas im Altglascontainer zu sammeln, ist es aber, wenn du so oft wie möglich Pfandglas kaufst.  Pfandgläser und -flaschen können nach der gründlichen Reinigung nämlich wieder befüllt werden. Nichts muss zerkleinert und eingeschmolzen werden. Das spart viel Energie und ist deshalb ökologisch sinnvoller. Pfandflaschen aus Glas können bis zu 180-mal wieder verwendet werden!

Bio - "Müll" ist gar kein Müll

Aus Biomüll... (Foto: gemeinfrei)
Kompost
... wird wieder gute Erde. (Foto: gemeinfei)
Erde mit Keimlingen

„Biomüll“ ist eigentlich gar kein „Müll“, denn alles, was in der braunen Tonne oder auf dem Kompost landet, kann wieder zu wertvoller Erde werden, die neue Pflanzen hervorbringt. Deshalb ist es wichtig, dass du genau weißt, was in die braune Tonne gehört. In die Biotonne kannst du zum Beispiel Bananenschalen, Apfelkitschen, Gemüsereste, Teebeutel, Kaffeesatz und alles, was bei der Gartenarbeit anfällt, hineinwerfen.

Und was ist mit dem ganzen Rest?

Müll trennen ist gut - Müll vermeiden ist besser! (Foto: gemeinfrei)
Verschiedene Mülltonnen

Auch, wenn wir den Müll noch so sorgfältig trennen, bleibt immer noch ein großer Rest übrig, der nicht wieder verwertet werden kann. Das ist der Rest-Müll. Er wird heute meist verbrannt, damit man ihn nicht auf immer größeren Deponien lagern muss. Die Müllverbrennung verschmutzt aber die Luft und schadet dem Klima. Damit ist der Müll auch nicht weg - ein kleiner, nicht brennbarer Rest bleibt immer noch übrig. Den nennt man Schlacke und benutzt ihn zum Beispiel beim Straßenbau. So richtig toll ist das aber nicht - Müll vermeiden ist in jedem Fall die bessere Lösung!

Wie nennt man die Wiederverwertung von Abfall?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Recycling
B Bicycling
C Cityriding

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So kannst du Müll vermeiden

(Foto: gemeinfrei)
Marktstand mit Kräutern

Besser, als Müll zu trennen, ist es, ihn zu vermeiden. Das ist gar nicht so schwierig:

Einkaufen: Wenn du einkaufen gehst, nimm eine Tasche mit.

Verpackung: Kaufe Obst und Gemüse unverpackt ein.

Flaschen: Verzichte auf Einweg-Flaschen, nimm lieber Pfandglas.

Schule: Benutze Schulhefte aus Altpapier.

Elektro: Verwende keine Batterien, sondern aufladbare Akkus.

Plastik: Achte darauf, kein unnötiges Plastik-Spielzeug zu kaufen.

Was bedeutet "Recycling"?

(Grafik: gemeinfrei)
Recycling-Symbol

Das Wort "Recycling" ist englisch und bedeutet "wiederverwerten". Recycling-Produkte sind Produkte, die aus Abfall hergestellt werden - also zum Beispiel Schulhefte aus Altpapier. Wenn aus den recycelten Rohstoffen nicht die gleichen Produkte hergestellt werden können wie aus neuen, weil jene Rohstoffe zum Beispiel nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommen dürfen, spricht man auch vom "Downcycling". Das bedeutet, dass durch die Wiederverwertung kein Kreislauf entsteht - wie etwa beim Altglas, das zu neuen Flaschen wird - sondern eine Abwärts-Spirale (englisch "down" = "abwärts"). Der Gartenstuhl, der aus alten Joghurt-Bechern hergestellt wurde, muss nämlich am Ende doch noch in den Restmüll.