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Lexikon

Tiger


(Foto: Derek Ramsay GDFL 1.2)
Tiger im Schnee

Wenn seine riesigen Tatzen den Waldboden berühren, machen sie kein Geräusch. Seine Streifen tarnen ihn so gut, dass er im Dickicht nicht zu sehen ist. Erst wenn er sich mit 300 Kilogramm Körpergewicht auf sein Beutetier stürzt, bemerkt dieses den Tiger. Doch dann ist es schon längst zu spät.

Die größte Raubkatze der Welt

Sumatratiger sind die kleinsten Tiger. (Foto: Monka Bentley cc-by-sa 3.0)
Sumatratiger
(Foto: S. Taheri cc-by-sa 2.5)
Sibirischer Tiger, Portrait

Sibirische Tiger sind die größten Raubkatzen der Welt. Sie leben ganz im Osten von Russland. Dort machen sie Jagd auf große Beutetiere, wie zum Beispiel Elche und Rothirsche. Neben dem Sibirischen Tiger (oder auch "Amur-Tiger") gibt es noch fünf weitere Tigerarten, die in den Regenwäldern und Gebirgen Südostasiens leben. Der kleinste von ihnen ist der Sumatra-Tiger, den es nur auf der indonesischen Insel Sumatra gibt. Die Männchen dieser Unterart können bis zu 140 Kilogramm wiegen.

Drei Tigerarten ausgestorben

Tiger gehören zu den am stärksten bedrohten Tierarten der Erde. Drei Unterarten des Tigers sind bereits ausgestorben: Bali-Tiger, Java-Tiger und Kaspische Tiger gibt es nicht mehr. Und auch die verbliebenen Arten streifen nur noch verstreut durch ihren Lebensraum. Mit 2633 Tieren ist der Bengaltiger, der in Indien zu Hause ist, die häufigste Tigerart!

Wovon sind Tiger bedroht?

(Foto: gemeinfrei)
Tiger im Schnee
(Foto: gemeinfrei)
Tiger im Zoo.

Im Jahr 1900 streiften noch ungefähr 100.000 Tiger durch die Wälder Asiens. Ihr Verbreitungsgebiet begann in der Türkei und erstreckte sich bis zur Küste des Pazifischen Ozeans . Doch in den letzten 100 Jahren ist viel passiert. Die Bevölkerung der Erde ist enorm gewachsen, Städte und Siedlungen breiteten sich aus, Straßen entstanden, Wälder verschwanden. Den Tigern ging viel Lebensraum verloren - und er schwindet weiter.

Ein weiteres Problem ist die Jagd auf die Tiere. Obwohl sie weltweit verboten ist, gibt es genügend Menschen, die den Tiger trotzdem jagen. Diese "Wilderer" verdienen mit dem Verkauf der Felle und einzelner Körperteile viel Geld, denn Medizin aus Tigerteilen soll angeblich viele Krankheiten heilen. Wenn sie erwischt werden, werden sie hart bestraft, aber viele von ihnen werden nie erwischt.

Wie kann man den Tigern helfen?

Nationalparks können den Tiger schützen.(Foto: gemeinfrei)
Liegender Tiger

Viele Menschen in unterschiedlichen Organisationen setzen sich dafür ein, dass die Tiger überleben. Ein Anfang ist schon gemacht: Seit einigen Jahren ist die Jagd auf Tiger weltweit verboten. Auch Schutzgebiete wurden schon eingerichtet: In Indien sind inzwischen 23 Nationalparks zum Schutz der Tiger entstanden, die von Menschen nur am Rande betreten werden dürfen. Im Inneren der Nationalparks leben die Tiger ungestört. Mit Folgen: Seit 2010 vermehren sich die Tiger in Indien wieder, und auch in Nepal und Bhutan, zwei kleinen Ländern im Himalaja-Gebirge, wurden mehr Tiger gezählt als vor sechs Jahren. Weitere Schutzgebiete, auch in anderen Ländern des Verbreitungsgebiets, sollen entstehen. Außerdem bereiten sich einige Länder darauf vor, die Raubkatzen wieder in erhalten gebliebenen Lebensräumen auszuwildern.

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(Foto: gemeinfrei)
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Steckbrief Tiger

(Foto: appaloosa cc-by-sa 3.0)
Tiger gähnt.

Verbreitung:
Süd- und Ostasien

Lebensraum:
Nadelwälder, tropische Regenwälder, Mangroven, Sümpfe

Größe:
1 m bis 2,80 m

Gewicht:
75kg (Weibchen des Sumatra-Tigers) bis 300 kg (Männchen des Sibirischen Tigers)

Nahrung:
Rotwild, Elche, Sikahirsche, Antilopen, Wildschweine, Wildrinder

Anzahl Junge:
2 bis 5

Lebensdauer:
Bis 15 Jahre, in Gefangenschaft bis 26 Jahre.

Wissenschaftlicher Name:
Panthera tigris

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