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Lexikon

Weihnachtsbäume


Nur noch ein paar Tage bis Weihnachten. Wahrscheinlich steht auch in eurem Wohnzimmer dann ein geschmückter Weihnachtsbaum - immerhin sind es in Deutschland fast 30 Millionen jedes Jahr. Doch woher kommen eigentlich die ganzen Bäume?

Wo und wie wachsen unsere Weihnachtsbäume?

Weihnachten 1848 bei Königin Victoria von England. (Bild: gemeinfrei)
Zeitgenössische Zeichnung einer Familie um einen Weihnachtsbaum, 19. Jahrhundert.
Weihnachtsbaumplantage. (Foto: 4028mdk09 cc-by-sa 3.0)
Nadelbäume mit Verkaufsschildern auf Plantage
(Foto: Brigitte Heinen / pixelio.de)
Weihnachtsbaum mit Kerzen
Weihnachten ohne Weihnachtsbaum geht für die meisten Menschen nicht. (Foto: gemeinfrei)
Weihnachtsbaumschmuck
Der Weihnachtsbaum gehört dazu - aber muss es der Baum aus der Plantage sein? (Foto: gemeinfrei)
Weihnachtsbaum in einem zimmer
(Foto: gemeinfrei)
Christbaumschmuck

29 Millionen Bäume kommen jedes Jahr in die deutschen Wohnzimmer. 90 Prozent von ihnen - also fast alle  - werden in Deutschland angepflanzt und geerntet.

Acht bis zwölf Jahre ist ein Weihnachtsbaum alt, wenn er geschlagen wird. Aufgewachsen ist er aber meistens nicht im Wald, sondern auf einer Weihnachtsbaum-Plantage. Das sind landwirtschaftliche Flächen, auf denen Tannen, Fichten und einige Kiefern angebaut werden. Die meisten Plantagen befinden sich im Sauerland in Nordrhein-Westfalen.

Weihnachtsbäume in Plantagen

In langen Reihen wachsen die kleinen Bäumchen in den Plantagen heran. Um zu verhindern, dass zwischen den Bäumen zu viele andere Pflanzen wachsen, oder sich Insekten über die jungen Triebe hermachen, werden häufig Pflanzenschutzmittel und Insektenvernichter verwendet. Die jedoch vernichten nicht nur die Fraßfeinde der jungen Bäume, sondern auch solche Insekten, die dem Wald nützen. Oft werden Weihnachtsbäume stark gedüngt, damit sie schnell wachsen und ihre Nadeln besonders grün sind. Doch der viele Dünger schadet dem Boden und dem Grundwasser.

Alternative Weihnachtsbäume

Doch es geht auch anders: Immer mehr Plantagen setzen auf Bio-Weihnachtsbäume. Dabei werden keine künstlichen Insektenvernichter und Pflanzenschutzmittel verwendet. In den Bio-Plantagen weiden zum Beispiel Schafe das Unkraut zwischen den Bäumchen ab. Mit ihren Schafskötteln düngen sie den Boden auf natürliche Weise. Zusätzlich können Duftfallen gegen schädliche Insekten eingesetzt werden. So können auch ohne chemische Mittel Bäume  produziert werden, die zu Weihnachten das Zimmer schmücken.

Wo kann man Bio-Bäume bekommen?

An die Bio-Bäume heranzukommen, ist leider nicht überall in Deutschland einfach. In manchen Bundesländern gibt es nur sehr wenige Baumschulen, die Biobäume züchten. Die Umweltorganisation "Robin Wood" gibt jedes Jahr auf ihrer Internetseite eine aktuelle Liste mit den Biobetrieben heraus. Dort kannst du mit deinen Eltern zusammen nach Biobetrieben in deiner Nähe suchen.

Weihnachtsbaum aus dem Wald

Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit: Heimische Weihnachtsbäume aus dem Wald. Oft bieten die Forstämter Nadelbäume an, die sowieso jung geschlagen werden müssen - zum Beispiel, weil sie unter Stromleitungen wachsen und deshalb nicht zu hoch werden dürfen. Dazu einfach beim Forstamt in deiner Nähe anfragen - die Adressen der Forstämter gibt es im Internet. Solche Bäume kann man ohne schlechtes Gewissen kaufen - und Weihnachten kann kommen.

Woher kommen die meisten deutschen Weihnachtsbäume?
A oder B oder C - nur eine Antwort ist richtig.
A Sauerland
B Hunsrück
C Schwarzwald

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