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Lexikon

Zebras

Warum haben Zebras Streifen?

Ein Steppenzebra. (Foto: Hans Hillewaert cc-by-sa 3.0)
Steppenzebra allein.
Die ärgsten Feinde der Zebras sind die Löwen. (Foto: gemeinfrei)
Löwenmännchen im Gras

Obwohl Zebras zu den Pferden gehören, sind sie die Einzigen, die gestreift sind. Warum das so ist, wissen wir nicht so genau. Was aber neuerdings klar ist: Zur Tarnung sind die Streifen völlig ungeeignet. Denn die Hauptfeinde der Zebras, die Löwen, können die Streifen aus der Entfernung überhaupt nicht erkennen. Ab einem Abstand von 20 Metern wirkt ein Zebra auf einen Löwen einfarbig grau. Das haben amerikanische Wissenschaftler jetzt herausgefunden. Was soll das also für eine Tarnung sein, wenn der wichtigste Feind nicht darauf hereinfällt?

Schutz vor der Tsetsefliege?

Aber es gibt noch mehr Theorien, weshalb Zebras gestreift sind. Eine davon klingt besonders logisch: Die Streifen könnten ein Schutz vor der Tsetsefliege sein. Dieses blutsaugende Insekt überträgt eine tödliche Krankheit, die jedoch bei Zebras bisher nicht nachgewiesen werden konnte. In Experimenten haben Biologen herausgefunden, dass die Tsetsefliege sich nicht auf gestreiften Oberflächen niederlässt. Deshalb vermuten Wissenschaftler, dass die Tsetsefliegen die Zebras wegen ihrer Streifen in Ruhe lassen.

Wieso kann man auf Zebras nicht reiten?

Steppenzebras an einer Wasserstelle in Westafrika. (Foto: Haplochromis cc-by-sa 3.0)
Mehrere Zebras an einem Wasserloch.
Steppenzebra mit Fohlen. (Foto: www.flickr.com / Jsogo cc-by 2.0)
Zebra mit Fohlen im Grasland.
Löwen sind die größten Feinde der Zebras. (Foto: Kevin Pluck cc-by-2.0)
Sitzendes Löwenmännchen mit Mähne.

Rein theoretisch müsste man auf Zebras genau so gut reiten können wie auf Ponys. Schließlich gehören Zebras und Pferde zur selben Tierfamilie und wenn man sich die Streifen wegdenkt, dann sehen Zebras den Ponys ziemlich ähnlich. Warum reitet dann keiner auf ihnen?

Tja, leider ist das nicht so einfach. Zebras haben immer in freier Wildbahn gelebt. Anders als bei den Hauspferden hat ihnen niemand Zahmheit oder Gelehrigkeit angezüchtet. Sie sind Wildtiere - und damit auch kein Freund der Menschen. Im Gegenteil: Zebras sind von Natur aus angriffslustig und sehr wehrhaft. Wer ihnen zu nahe kommt, wird gebissen und getreten.

So verteidigen sich Zebras gegen ihre Fressfeinde. Und davon gibt es in ihrem Lebensraum ziemlich viele - und ziemlich furchteinflößende noch dazu. Die Hauptfeinde der Zebras sind die Löwen. Aber auch Leoparden, Hyänen und Geparde machen Jagd auf die Tiere. Im Laufe ihrer Entwicklungsgeschichte waren deshalb immer diejenigen Zebras erfolgreich, die sich besonders gut wehren konnten. So haben sich die Tiere im Laufe von Jahrtausenden in richtige Kratzbürsten verwandelt.

Wie man Zebras doch noch zähmen kann...

Ein Zorse - Kreuzung aus Zebra und Pferd. (Foto: Kumana @ wild equines cc-by 2.0)
Gestreiftes Pferd auf einer Weide.

Theoretisch kann man Zebras zähmen. Das ist aber langwierig und aufwändig. Trotzdem gab es immer wieder Menschen, die es versucht haben. Ein britischer Zoologe spannte die Zebras aus seinem Privatzoo sogar vor eine Kutsche. Reiten ließen sie sich aber nicht.

Irgendwann kam jemand auf die Idee, Zebras und Pferde zu kreuzen. Was dabei herauskommt, nennt man "Zorse" (von "Zebra" und "horse" - englisch für Pferd). Zorse sehen aus wie gestreifte Pferde - und lassen sich tatsächlich reiten. Zebras können sich auch mit Eseln paaren. Das kommt in der Natur sogar manchmal vor, wenn Esel und Zebras sich denselben Lebensraum teilen.

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